Partner von:

Medizinpraxis jenseits der Praxis

Christoph Zeyen im Praktikantenrotationsprogramm bei Roche [Quelle: Roche]

Quelle: Roche

Mit seinem Medizinstudium stehen Christoph neben dem klassischen Arztberuf auch Einsatzbereiche in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft offen. Wie ein Job für ihn in der Pharmabranche aussehen könnte, hat er während seines Praktikums bei Roche getestet.

Ist es als Medizinstudent nicht naheliegender, ein Praktikum in einer Klinik oder einer Praxis anstatt in einem Pharmaunternehmen zu absolvieren?

Naheliegender vielleicht schon, aber gerade dieser ungewöhnlichere Weg reizt mich. Tatsächlich wird mir diese Frage immer wieder gestellt. Ich arbeite gerne am Patienten und kann mir gut vorstellen, nach meinem Studium in einer Klinik zu arbeiten. Aber es ist für mich genauso denkbar, später in die Pharmaindustrie zu wechseln. Die Möglichkeiten sind so vielfältig – das habe ich auch hier wieder festgestellt. Es gibt auch bei Roche viele Mitarbeiter, die in einer Klinik oder akademisch tätig waren und danach in die Industrie gegangen sind.

Worin siehst du die Vorteile für Mediziner in der Pharmabranche?

Ich finde es spannend, mit der medizinischen Sichtweise ein Unternehmen fachlich mitzugestalten. Außerdem gibt man den Dienst am Patienten nicht vollkommen auf. Im Gegenteil: Insgesamt kann man vielleicht sogar noch mehr erreichen, wenn man zum Beispiel an der Entwicklung neuer Medikamente beteiligt ist, die später einer Vielzahl von Patienten helfen können. Gleichzeitig ist das Arbeitsumfeld ein ganz anderes als im normalen Berufsalltag als Arzt. Man ist hier sehr vielfältig eingespannt und arbeitet mit verschiedenen Abteilungen zusammen. Weitere Vorteile sind, dass ich keine Wochenenddienste habe und nicht lokal gebunden bin. Man ist viel unterwegs – auf Kongressen, in Kliniken oder in Studienzentren. Dadurch wird die Arbeit sehr abwechslungsreich und hebt sich aus meiner Sicht positiv vom klassischen Alltag in einer Klinik ab.

Und weißt du auch schon, in welchem Bereich du gerne arbeiten möchtest?

Ich bin mir noch nicht zu 100 Prozent sicher, was ich gerne machen möchte. Genau deshalb ist das Rotationsprogramm für mich perfekt. Schon im Webinar, in dem das Praktikantenprogramm vorgestellt wurde, habe ich gemerkt, dass es genau das Richtige für mich ist, um mich bei meiner Entscheidungsfindung zu unterstützen. Durch dieses Praktikum bekomme ich einen komprimierten und zugleich facettenreichen Einblick in die Pharmaindustrie, die ja ein wichtiger Akteur im Gesundheitssystem ist.

Während des Praktikums durchläuft man mehrere Bereiche. Welcher davon hat dir am besten gefallen?

Wir haben in den vier Wochen die unterschiedlichen Funktionsbereiche der Abteilung Medical Affairs kennengelernt – zum Beispiel den Bereich Drug Regulatory Affairs, in dem es um die Zulassung neuer Produkte geht, den Bereich Medical Information oder das Medical Management. Für einen Tag war ich sogar im medizinischen Außendienst. Persönlich hat mir die Arbeit im Medical Management am besten gefallen, da sie am meisten Schnittstellen mit den anderen Arbeitsgruppen hat und man eng mit dem Marketing zusammenarbeitet. Hier ist glücklicherweise auch mein Projekt angesiedelt, das ich über den gesamten Zeitraum betreut habe und am letzten Tag meines Praktikums präsentieren werde.

Was war das für ein Projekt?

Ich habe das Medical-Management-Team bei den Vorbereitungen für den Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in München unterstützt. Dabei habe ich mich um die Planung und Organisation gekümmert, indem ich mit unseren Referenten Rücksprache gehalten und Präsentationen vorbereitet habe. Dann war ich zwei Tage vor Ort. Dort kamen Ärzte und Industrievertreter zusammen und tauschten sich zu den neuesten Entwicklungen und Medikamenten aus. Gerade das ist einer der spannenden Punkte, der mich an der Pharmaindustrie ganz besonders reizt: Man beschäftigt sich viel mit Innovationen und es gibt kaum Routine. In gewissem Maße besteht sogar "Innovationsdruck" durch das Bestreben, am Zahn der Zeit mitzuarbeiten und die Gesundheit von morgen mitzugestalten. Das ist in einer Klinik je nach Einsatzgebiet weniger möglich.

Die Dauer des Praktikums ist ja recht kurz. Reicht dieser Zeitraum trotzdem, um einen guten Einblick zu bekommen und etwas zu lernen?

Es ist wirklich ein überschaubarer Zeitraum. Aber trotzdem habe ich einen sehr umfangreichen Einblick bekommen – und das in meinen Semesterferien, also ohne, dass ich mein Studium unterbrechen oder verlängern musste. Da wir viele Bereiche kennenlernen, kann man am Ende sehen, wie diese zusammenhängen. Für mich ist das Verhältnis von zeitlichem Input und Output zur Orientierung bei meiner Berufswahl ideal. Das ist wirklich außergewöhnlich und mir ist kein anderes Unternehmen mit einem vergleichbaren Praktikantenprogramm bekannt. Außerdem empfand ich es als sehr positiv, dass meine Leistung wertgeschätzt wurde.

Hattest du bei dem straffen Terminplan während des Praktikums denn noch Freizeit?

Ja klar. Unter der Woche war ich zwar viel beschäftigt, aber dadurch, dass alles neu und interessant war, hat mich das überhaupt nicht gestört. Ich habe mich tatsächlich oft auch nach Feierabend in die Thematik eingelesen. Aber natürlich habe ich auch andere Dinge erlebt. Das Boardinghouse, in dem wir Praktikanten und neue Mitarbeiter untergebracht sind, liegt nah am Werksgelände. Daher muss man nicht pendeln. Abends sind wir oft zusammengesessen oder haben etwas in Basel unternommen. Außerdem gibt es ein tolles Sportangebot von Roche und die Lage ist auch praktisch. Ich habe an allen drei Wochenenden Städtetrips und Ausflüge gemacht, zum Beispiel in die Schweiz oder nach Freiburg.

Morgen ist dein letzter Tag. Wie geht es nach dem Praktikum für dich weiter?

Ich werde weiterhin studieren und an meiner Promotion arbeiten. Gerne möchte ich dabei diesen beruflichen Weg im Auge behalten. In diesem Praktikum habe ich alle medizinischen Funktionsbereiche kennengelernt. Manche haben mir besonders gut gefallen, wie das Medical Management, die Zulassungsabteilung oder der Bereich Market Access. Ich kann mir gut vorstellen, noch mehr praktische Erfahrungen zu sammeln. Und wer weiß: Vielleicht werde ich in der Zukunft noch einmal bei Roche mitarbeiten.

nach oben

Willst du mehr über unseren Partner Roche erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.