Partner von:

Nervenkitzel garantiert!

Hochregallager [© Roche]

© Roche

Modernste Technologie, präzise Vorarbeit und dann: Höchstleistung auf Knopfdruck in engsten Zeitfenstern. All das zeichnet die Arbeit von Dominik Eicke aus, der als Betriebsingenieur am offenen Herzen von Roches Mannheimer Logistikzentrale operiert. Im Interview erzählt der studierte Wirtschaftsingenieur, wie er Roches Logistik mit Automatisierung, VR und anderen Technologien Stück für Stück innovativer macht – während die Anlage dabei aber immer weiterläuft.

Was machen Sie als Betriebsingenieur in der Logistik bei Roche?

Ich kümmere mich um die Anlageninstandhaltung und um Prozessoptimierungen im Logistikzentrum. Ich sorge also dafür, dass Systeme wie Fördertechniken, Kommissioniersysteme oder Kälteerzeugung funktionieren und Roche seine Produkte zu Kunden in aller Welt verschicken kann. Rund ein Drittel meiner Arbeitszeit verbringe ich am Schreibtisch, ein Drittel direkt in der Anlage zusammen mit den Bedienern und Instandhaltern, und ein Drittel in Besprechungen – meine Arbeit ist also sehr abwechslungsreich.

An welches Projekt erinnern Sie sich besonders gerne?

Als eines meiner ersten Projekte haben wir an einem Wochenende einen Fördertechnikabschnitt umgebaut. Wir mussten die Anlage zwischen den normalen Funktionszeiten, also freitags ab 22 Uhr, komplett stilllegen und eine neue Anlage einbauen. Am Montagmorgen um sechs musste alles wieder funktionieren. Zu wissen: "Jetzt ist der Schaltschrank draußen, jetzt gibt es kein Zurück mehr, es geht nur noch vorwärts" – das war schon sehr aufregend im besten Sinne. Wie eine OP am offenen Herzen. Da merkt man auch, wie relevant all die Vorbereitung, Planung und Koordination im Vorfeld war. Solche Projekte machen mir besonders viel Spaß: die Herausforderung, auf den Punkt da zu sein und Leistung zu bringen.

Aufgaben wie diese stellen sich uns als über Jahrzehnte gewachsenes Logistikzentrum immer wieder, wenn neue Geschäftsbereiche oder Abwicklungsanforderungen hinzukommen.

Als Ingenieur stehen Ihnen eine Vielzahl hochinnovativer Arbeitsfelder wie fahrerloses Fahren oder Drohnentechnologie offen. Was hat Roches Logistik in Sachen Innovation zu bieten?

Neue Technologien und ihre agile Adaptation sind für uns ein Kernthema. Es tut sich technologisch nämlich gerade sehr viel, das sich auf die Logistik auswirkt und das wir implementieren wollen. Von Roches 8.000 Mitarbeitern in Mannheim beschäftigen sich deswegen viele mit neuen Technologien, einige auch speziell mit Virtual Reality und deren Einsatz in unterschiedlichen Bereichen im Konzern. In der Instandhaltung beispielsweise erkunden wir derzeit in einem Pilotprojekt, ob Augmented Reality und "Smart Glasses" für uns interessant sein könnten. Das Wunschszenario wäre, dass der Instandhalter vor Ort und während seiner Arbeit mit einer 3D-Brille die Verfügbarkeit von Ersatzteilen prüfen kann oder Bedienungsanleitungen und digitale Abbilder der Maschine aufruft. Durch Innovationen wie diese werden wir nicht nur digitaler und papierloser, wir verkürzen auch Eingriffs- und Reaktionszeiten und verbessern unser Wissensmanagement.

Hinzu kommt die besondere Challenge, solche Neuerungen dann auch in einer gewachsenen Anlage auszurollen. Das ist noch einmal ein ganz anderer Kick, als wenn man bildlich gesprochen ein unbeschriebenes Blatt vor sich hätte.

Können Sie Ihr Spezialwissen aus dem Studium in Ihrer jetzigen Arbeit noch einsetzen?

Im Hintergrund hilft mir mein Studienwissen immer, Maßnahmen zu analysieren und zu hinterfragen. Für die konkrete Anwendung brauche ich es aber nur begrenzt, hier lerne ich viel und ständig "on the job". Der Instandhalter, der die Maschine in- und auswendig kennt, kann mir natürlich immer etwas beibringen.

Spätestens seit Amazons Siegeszug ist jedem klar, wie sehr die Digitalisierung die Logistik verändert. Wie macht sich das in Ihrem Aufgabengebiet bemerkbar?

Die große Herausforderung in der Logistik ist, dass jeder das Grundprinzip zu kennen scheint und es so einfach und greifbar wirkt, Ware von A nach B zu bewegen. Daher wirken Themen wie kurzfristige Zustelloptionen, Prime Delivery und andere Services von Logistikriesen wie Amazon auch im B2B-Bereich nach: Anforderungen aus dem Privatleben übertragen sich auf uns, selbst wenn es beispielsweise um sehr große Volumina oder um gekühlte Produkte geht.

Diesen Spagat müssen wir immer wieder aufs Neue meistern: Es werden mit einer gewissen Selbstverständlichkeit Erwartungen an uns herangetragen, weil Logistik jedem ein Begriff ist. Aber die sinnvolle Umsetzung bei uns als einem Gesundheitsunternehmen ist dann nochmal etwas anderes. Neben Schnelligkeit ist es bei uns zum Beispiel anders als im Konsumgüterversand enorm wichtig, zuverlässig das richtige Packmittel für Kühlware oder Gefahrgüter zu finden. Manche Produkte brauchen Styroporverpackungen, andere Trockeneis, wieder andere Güter dürfen nicht kippen.

nach oben

Willst du mehr über unseren Partner Roche erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren