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Chef sein ist keine One-Man-Show

Führung, Führen, Chef, Boss [Quelle: unsplash.com, Autor: rawpixel]

Quelle: unsplash.com, rawpixel

Plötzlich stehst du alleine an der Spitze eines Teams, im Fokus der Aufmerksamkeit: Zeit, als Alphawolf den Ton anzugeben? Nicht für Lukas Berger, der in seinem ersten Jahr als Marketing Director Respiratory Diseases bei Roche vor allem auf eines setzte: zuhören und vertrauen. Im Interview erklärt er, warum gute Führungskräfte keine Einzelkämpfer sind und welches Mantra ihn durch die ersten zwölf Monate geleitet hat.  

Herr Berger, Sie sind Marketing Director im Bereich Respiratory Diseases. Was ist Ihre Aufgabe?

Im Marketing Team Respiratory Diseases entwickeln wir gemeinsam Lösungen für die Probleme unserer Kunden sowie Strategien, um die Positionierung und Differenzierung eines Medikaments zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose in den Köpfen unserer Kunden zu verankern. Eine meiner wichtigsten Aufgaben als Marketing Director ist es, das nationale Marketing-Team bestehend aus Produktmanagern, Trainees und Praktikanten zu führen. Das bedeutet, dass ich einerseits die Marketing-Aktivitäten inhaltlich koordiniere, andererseits aber auch die lokalen Aktivitäten mit der globalen Strategie abstimme. Ein zweiter wichtiger Aspekt meiner Aufgabe ist es, die Marketing-Exzellenz in meinem Team weiter voranzutreiben: Ich fördere die persönliche Weiterentwicklung und die fachliche Kompetenz der Produktmanager.

Was haben Sie davor bei Roche gemacht und wie sind Sie Führungskraft geworden?

Erste Führungserfahrung habe ich bereits im Bereich FMCG ("Fast moving consumer goods") gesammelt. In die Pharmabranche bin ich als Produktmanager im Primary-Care-Bereich eingestiegen. Als sich dann die Gelegenheit ergab, die Indikationsstrategie für eins der meist verordneten Biologika zu verantworten, habe ich zugegriffen und in dieser Position weitere Führungserfahrung gesammelt. Zuletzt habe ich in Singapur für Roche ein cross-funktionales und multikulturelles virtuelles Launch-Readiness-Team geführt, um die Markteinführung der Launch-Produkte vorzubereiten. Cross-Funktionalität wird bei Roche großgeschrieben, wenn es um die Entwicklung von Markenstrategien geht. Für diese Aufgabe braucht es unterschiedliche Expertise, zum Beispiel Commercial-, Sales-, Medical-, Policy- und Access-Kompetenz. Das macht die Zusammenarbeit faszinierend, aber auch besonders herausfordernd – insbesondere, weil oftmals nicht alle Mitarbeitenden am selben Ort zusammensitzen, sondern in virtuellen Teams und von verschiedenen Standorten aus an einem gemeinsamen Projekt arbeiten.

Inwiefern war es für Sie hilfreich, sich einer Führungsaufgabe langsam anzunähern?

Führung ist für mich weniger eine Frage von Talent als von Interesse an Menschen. Es ist auch ein Handwerk, das man lernen kann. Dabei macht man natürlich auch Fehler. Ich habe in meinen vorherigen Stationen gelernt, wie wichtig es ist, eine gemeinsame Vision und Ziele zu entwickeln; was es braucht, um Abstimmungsprozesse voranzutreiben, verschiedene Interessen aufeinander abzustimmen und Entscheidungen herbeizuführen. Das war eine gute Schule in Sachen Führung und hat mich darauf vorbereitet, ein Team zu leiten.

Wie hat sich der erste Tag als frischgebackener Chef angefühlt?

Ungefähr so, wie sich vermutlich ein Blind Date anfühlt. Wenn man in eine funktionale Führungsposition wechselt, wird man ja mit der Erwartungshaltung der Mitarbeiter konfrontiert; manche von diesen Erwartungen werden gerade zu Beginn nicht explizit ausgesprochen. Das ist eine Herausforderung, die man in den ersten Tagen als Chef deutlich spürt. Mir war sehr bewusst, dass ich jetzt nicht mehr nur Mediator und Coach bin, sondern dass meine Mitarbeiter auch Erwartungen an mich als Führungskraft haben.

Man muss rasch die richtige Balance zwischen Steuern und Delegieren finden: Was ist wichtig und was ist dringend? Welche meiner Aufgaben kann und welche soll ich delegieren? Dafür gibt es kein Patentrezept, weil jedes Team eine einzigartige Mischung aus Talent und Potenzial ist. Das Schönste an der Rolle als Führungskraft ist für mich, dass ich meine Mitarbeiter jetzt nicht nur bei ihren Aufgaben unterstütze, sondern auch einen Schwerpunkt auf ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung legen kann. 

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