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Aufbau und Inhalte des Programms

Frau Obermann, Sie haben bereits angesprochen, dass das Start Up Programm in kurzer Zeit – nämlich in zwei Jahren – durch viele Bereiche führt. Wie ist das Programm genau aufgebaut?

Obermann: Nach einer kurzen Einarbeitungszeit in Mannheim startet man sechs Monate im Außendienst. Die Außendienstphase ist für alle Trainees mit Schwerpunkt Marketing & Sales gleich. Anschließend warten im Innendienst verschiedene Projekte, alle mit dem Ziel, viele unterschiedliche Abteilungen und Aufgaben kennenzulernen. Außerdem ist ein dreimonatiger Auslandsaufenthalt vorgesehen.

Das heißt also, es gibt außer der Außendienstphase kein Pflichtcurriculum für die Trainees?

Obermann: Es gibt keine strikte Programmgestaltung. Jeder kann seine Interessen in die Wahl der Stationen einbringen. Wenn ein Trainee unbedingt ein Projekt in  Finance machen möchte, dann wird auch versucht, ihm das zu ermöglichen.

Ich war nach dem Außerdienst sechs Monate bei Lars Kalfhaus im Bereich Projektmanagement der Geschäftsführung. Diese Station sollte von jedem Trainee durchlaufen werden, denn dort bekommt man noch einmal einen guten Einblick in das Unternehmen und in übergreifende Themen.

Wer unterstützt Sie dabei, Ihre Stationen zu planen?

Obermann: Jeder Trainee hat einen Mentor aus dem Leadership-Team – das ist die Hierarchieebene unterhalb der Geschäftsführung. Dies ist sehr hilfreich, weil wir damit jemanden an der Hand haben, der einen guten Überblick und einen großen Einfluss hat. Mit meiner Mentorin bespreche ich beispielsweise, was gut läuft, was schlecht läuft, wo ich mich weiter entwickeln kann und eben auch: Welches Projekt, welche Aufgabe für mich der sinnvolle nächste Schritt wäre.

In der Doktorarbeit haben Sie drei Jahre lang an einem Thema gearbeitet, bei Roche sind es maximal sechs Monate. Wie kommen Sie damit zurecht?

Obermann: Mir fällt das leicht. Letztlich sind wir eine Firma, das heißt, die Thematik bleibt die gleiche, nur die Aufgabenschwerpunkte und Perspektiven ändern sich. Manchmal steht der Außendienst im Fokus, dann hat man die Marketing-Brille auf oder denkt über neue Business-Modelle nach. Immer etwas Neues.

Haben Sie in jeder Abteilung ein eigenes Projekt?

Obermann: Das ist vom jeweiligen Einsatzbereich abhängig. Im Außendienst macht man tatsächlich die Aufgaben eines Außendienstmitarbeiters. Im Projektmanagement war ich in unterschiedliche Projekte eingebunden. Mal als Projektleiter, mal als Projektmitarbeiter. Manche Themen habe ich zuerst alleine erarbeitet und danach hat sich ein Projekt entwickelt. Es ist also sehr divers – und deshalb macht es mir so viel Spaß.

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