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Welche Eigenschaften sollte eine gute Chefin haben?

Zum Chef geboren - oder dazu gemacht worden? Welche Eigenschaften sollte ein guter Chef haben? Medizinerin Susanne Arbogast hat Tipps – und berichtet, wie sie Familie und Job unter einen Hut bringt.

Kann man Führungsqualitäten lernen?

Ja, kann man. Ich denke, Führungsqualitäten sind eine Mischung aus persönlichen Voraussetzungen und Lernen. Es ist gut, wenn man seine Führungsqualitäten schon mal austesten konnte, zum Beispiel als Klassensprecher oder im Verein. Aber es gibt niemanden, der sich nicht noch verbessern kann. Man muss sich bewusst sein, dass es auch unangenehme Seiten am Chefsein gibt. Manche tun sich zum Beispiel schwer damit, negatives Feedback zu geben. Außerdem muss man lernen, sich auf Leute einzulassen und sie zu entwickeln.

Wie lernt man Chefsein?

Aus der Erfahrung selbst lässt sich schon viel lernen. Dann gibt es Trainings, die einem Situationen aufzeigen und Lösungen bieten. Man muss dann für sich entscheiden, ob einem diese Lösungen liegen, und natürlich sind sie auch nicht immer auf alle Situationen anwendbar. Hilfreich ist auch der Austausch mit Kollegen über Führungsangelegenheiten.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an Führungspersönlichkeiten?

Authentizität, denn damit sind Chefs einschätzbar für die Mitarbeiter. Zuverlässigkeit. Charisma – das kann man nicht unbedingt lernen. Wichtig ist auch Transparenz: Chefs sollten offenes und unmittelbares Feedback geben. Verlässlichkeit ist auch wichtig - es erleichtert die Interaktion, wenn man sich auf Absprachen verlassen kann.

Stichwort Work-Life-Balance: Wie finden Sie den Ausgleich zwischen Beruf und Freizeit?

Das ist manchmal schwierig und klappt sicher nicht immer. Man muss erst lernen, auch mal abzuschalten und sich gezielt anderen Dingen zu widmen: Sport, Freunde, lesen, einfach nur ausspannen. Sport ist mir auch wichtig, ich fahre Ski und schwimme im Sommer viel.

Und wie steht es mit der Vereinbarkeit von Job und Familie?

Ich habe drei Kinder und arbeite Vollzeit. Daheim unterstützt mich eine Kinderfrau. Ich versuche es so einzurichten, dass ich einmal pro Woche am frühen Nachmittag nach Hause komme, um meinen Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen und Fahrdienste zu übernehmen. Die Organisation ist nicht immer ganz einfach und ein Lernprozess. Man kann zwar planen, aber gerade, wenn man Kinder hat, kommt oft etwas dazwischen. Dann ordnet sich die Freizeit ganz unter und der Beruf muss mitgemanagt werden.

Wie sieht es mit der berühmten gläsernen Decke aus - haben Sie das Gefühl, Frauen haben es manchmal schwerer, nach oben zu kommen?

Eigentlich sind die Voraussetzungen nicht spürbar unterschiedlich für Männer oder Frauen. Bei Roche wird Chancengleichheit gelebt. Aber das Problem ist vielschichtig: Nach wie vor bekommen die Frauen die Kinder, daher fallen sie für eine gewisse Zeit aus. Die eigentliche Herausforderung ist es aber, Familie und Beruf zu vereinbaren – da wird in der Arbeitswelt noch nicht genug getan. Andererseits kann der Arbeitgeber auch nicht alles leisten, viel hängt auch davon ab, wie Mann und Frau die

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