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"Keine andere Branche hat sich in den vergangenen 20 Jahren so stark verändert"

Wie sieht die Zukunft der Telekommunikation für die Nutzer aus?

Die Kundenschnittstelle wird in jedem Fall besser und einfacher werden. Aktuell informieren sich Kunden auf einem Kanal, bevor sie etwas kaufen, nutzen einen anderen zum eigentlichen Shoppen und wiederum andere, um Probleme mit oder Fragen zu dem Produkt zu klären. Das wird in Zukunft gebündelt werden.

Gleichzeitig werden Benutzeroberflächen zukünftig intuitiver und besser bedienbar sein. Nehmen wir an, Sie sind unterwegs und informieren sich über ein Produkt. Sie werden abgelenkt und brechen den Vorgang ab. Dann wird es problemlos möglich sein, den Prozess zu einem späteren Zeitpunkt genau da weiterzuführen, wo Sie vorher aufhören mussten. Außerdem werden Produktempfehlungen und die persönliche Ansprache genauer. Wenn Sie beispielsweise durch die Kölner Schildergasse laufen, kann Ihr Smartphone Sie auf ein Angebot eines nahegelegenen Geschäfts aufmerksam machen, das zu Ihrem bisherigen Nutzerverhalten passt.

Ist das nicht der Alptraum eines jeden Datenschützers?

Nicht, wenn man bedenkt, wie viele Daten heutzutage bei OTT-Anbietern landen, deren Datenschutz-richtlinien nicht mit den deutschen Standards vergleichbar sind. Die Telko-Anbieter müssen dagegen deutsche bzw. europäische Richtlinien befolgen. Außerdem kann es gut sein, dass Sie in Zukunft jeweils kontextbezogen den Datenschutzbestimmungen zustimmen müssen – oder sie auch ablehnen können.

Sie verantworten den Bereich Telekommunikation bei der Unternehmensberatung Detecon und sind für die Publikation "Future Telco" verantwortlich. Was genau machen Sie dabei?

Seit 2014 veröffentlichen wir im Jahresrhythmus Bücher unter dem Reihentitel "Future Telco". Ich bin dafür verantwortlich, Themen zu identifizieren, Autoren zu suchen, den übergeordneten Rahmen festzustecken und dadurch einen Rundumblick über die Zukunft der Telekommunikationsbranche zu geben.

Wie wählen Sie die Autoren aus?

Nach ihrer Expertise. Es handelt sich dabei um Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Berater der Detecon, aber auch Wissenschaftler und Branchenspezialisten aus der Industrie. Jeder Autor beleuchtet eine Facette des Themas. So geben die Bücher einzeln, vor allem aber als Gesamtreihe, einen umfassenden Überblick über die Telekommunikation der Zukunft, die Probleme und die Lösungen – und das nicht nur für die Technik und IT, sondern auch für andere Bereiche wie Marketing oder Sales.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit so vielen Autoren?

Natürlich ist es eine Menge Aufwand, ein Herausgeberwerk so zusammenzustellen und alles zu koordinieren, dass am Ende ein einheitliches und hochwertiges Gesamtprodukt entsteht, aber grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit den Autoren gut und viele freuen sich, einen Beitrag schreiben zu dürfen.

Wer ist denn die Zielgruppe der Buchreihe?

Das Buch richtet sich an Vertreter aller Branchen: Netzwerkausrüster, Mitarbeiter von Telko-Firmen, andere Berater. Als Partner der Detecon im Bereich Telekommunikation bin ich auch dafür zuständig, Themen aktiv bei bestehenden Kunden und potenziellen Kunden zu platzieren. Auch dafür ist die Fachbuchreihe "Future Telco" gut geeignet. Sie zeigt, welch breite Expertise wir auf diesem Gebiet haben.

Welche Aufgaben gehören sonst noch zu Ihrem Job?

Die Aufgaben orientieren sich an vier Dimensionen, die auch durch unser Zielsystem abgebildet werden: Project, Client, Knowledge und People. Ich pflege bestehende Kundenbeziehungen und akquiriere neue Kunden, begleite Kundenprojekte, treibe die Knowledge-Entwicklung der Detecon, coache Mitarbeiter und Projektleiter und nehme natürlich auch administrative Aufgaben wahr. Außerdem unterstütze ich stark die Rekrutierung neuer Mitarbeiter für die Detecon.

Was schätzen Sie an Ihrem Job und was ist herausfordernd daran?

Wir haben ein tolles und inspirierendes Betriebsklima, welches viele Freiräume bereithält. Das ist mir unglaublich wichtig. Inhaltlich finde ich es sehr reizvoll, mich mit der Telekommunikationsbranche auseinanderzusetzen. Ich kenne keine Branche, die sich in den vergangenen 20 Jahren so stark verändert hat. Aber natürlich bedeutet das auch, dass man ständig mit neuen Technologien und Entwicklungen konfrontiert wird. Man muss immer up to date bleiben.

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