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Es gibt nicht den einen "klassischen" Weg

Dr. Gerold M. Jaeger  [Quelle: Clifford Chance]

Quelle: Clifford Chance

Erst schloss Dr. Gerold M. Jaeger sein BWL-Studium ab, dann studierte er Jura und promovierte anschließend. Heute ist er Partner im Bereich Real Estate in Düsseldorf und berichtet über seine Karriereschritte. Und obwohl nicht immer alles rund lief, ist er glücklich in seinem Job. Für ihn zählt: aus Fehlern lernen und niemals aufgeben.

Die Partnerschaft fest im Blick

Wie vielen Berufseinsteigern und Referendaren war auch mir schon sehr früh klar, dass mein Berufsziel einmal die Partnerschaft in einer internationalen Wirtschaftskanzlei sein soll. Dass es dafür nicht "den klassischen Weg" gibt, kann ich nur bestätigen. Zum Erreichen dieses Ziels sind viel Eigeninitiative und Kreativität bei der Geschäftsentwicklung erforderlich. Man muss seine persönliche Nische finden und manchmal auch zunächst ein Scheitern in Kauf nehmen. Bereits mein duales BWL-Studium und vor allem die Praxissemester in den USA, Frankreich, Mexiko und Singapur weckten mein Interesse für internationale Akquise. Nach Abschluss von Jurastudium und Referendariat lag es für mich nahe, im Bereich Real Estate einzusteigen – gelockt wurde ich von meinen damaligen Mentoren insbesondere mit dem Versprechen, ich würde M&A im Real Estate machen. Damit hatten sie mir nicht zu viel versprochen! Im Gegenteil, es wurde viel spannender, als ich zu träumen gewagt hatte.

Im Wettbewerb um Mandate kommt es nicht nur darauf an, der beste Anwalt zu sein – nein, die Mandanten müssen die besonderen persönlichen Fähigkeiten auch kennenlernen. Salopp formuliert: Man muss "rüberbringen", dass man die PS auch tatsächlich auf die Straße bringt. Getreu dem Motto "Tu Gutes und rede darüber" erfordert dies eine dezente Selbstvermarktung.

Niemals aufgeben!

Mein wichtigster Schritt auf dem Weg zum Partner war zweifellos mein Secondment in unserem Madrider Büro. Da es praktisch mit dem Beginn der Finanzkrise zusammenfiel und der Transaktionsmarkt 2008 zum Erliegen kam, hatte ich zunächst nicht viel zu tun. Ich begann, aus der Not eine Tugend zu machen und unternahm erste Akquisebemühungen. So konnte ich zwei Mandanten überzeugen, in Deutschland als "Safe Harbour" zu investieren. Als Fußballfan von Barça war ich sofort Feuer und Flamme für einen Investor im Office-Bereich aus Barcelona. Meine Spanischkenntnisse halfen hier wesentlich, andere Wettbewerber aus dem Rennen zu werfen und unter der Flagge von Clifford Chance die Verkäufer zu überzeugen, an spanische Investoren zu verkaufen. Mit diesen Erfolgen im Rücken konnte ich auf mich als möglichen Partnerkandidaten aufmerksam machen. Dennoch brauchte es ein wenig Zeit, den Partnerprozess erfolgreich zu bestreiten, es klappte nicht im ersten Anlauf. Was aber auch zum Charakter eines Partners gehört: nach dem Scheitern wieder aufstehen und die Dinge gestärkt erneut angehen.

Dieser Artikel wurde e-fellows.net von Clifford Chance zur Verfügung gestellt.

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