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Bis die Champagnerkorken knallen

Dr. Qian Ma [Clifford Chance]

Quelle: Clifford Chance

Eine offene Kommunikation und der ständige Austausch sind im Bereich von internationalen M&A-Transaktionen unabdingbar. Doch auch der tägliche Kontakt und langjährige Erfahrung im Job schützen nicht automatisch vor Überraschungen. Dr. Qian Ma, Foreign Laywer im Bereich Corporate bei Clifford Chance, berichtet über ihre Zusammenarbeit mit chinesischen Auftraggebern.

Auf Shoppingtour in Deutschland

Meine Arbeitsschwerpunkte bei Clifford Chance liegen in den Bereichen internationale M&A-Transaktionen, Immobilientransaktionen und Kapitalmarktrecht sowie auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes. Gemeinsam mit meiner Münchener Kollegin Stefanie Tetz leite ich das Clifford Chance China Desk in Deutschland. Chinesische Unternehmen haben zunehmend Interesse an Immobilien und am deutschen Energiesektor. Aus der täglichen Praxis weiß ich, dass chinesische Investoren regelmäßig bei Auktionsprozessen für große und mittlere Unternehmen in Deutschland ihr Interesse bekunden, auch wenn dies häufig nicht in der Öffentlichkeit bekannt ist. Bis das Investitionsvolumen chinesischer Unternehmen in Deutschland aber dem Volumen von M&A-Transaktionen anderer Länder – zum Beispiel den USA – nahekommt, ist noch ein weiter Weg zu gehen.

Langjährige Erfahrung schützt nicht vor Überraschungen. Eigentlich war der Termin für das Closing einer erfolgreichen großen M&A-Transaktion schon gesetzt, da brachte eine enorme Liquiditätsknappheit der chinesischen Banken den gesamten Zeitplan durcheinander. Man traf sich noch einmal am Verhandlungstisch und besprach die Hintergründe, die rein wirtschaftspolitischer Natur waren. Die offene Kommunikation aller Beteiligten zeigte sich auch hier erfolgreich, so dass die Champagnerkorken – mit ein wenig Verspätung – schließlich doch noch knallen konnten.

Erwartungen managen

Was chinesische Mandanten besonders auszeichnet, ist ihr hohes unternehmerisches Denken gepaart mit einem außergewöhnlichen Lerneifer und der Bereitschaft, Risiken zu übernehmen. Letzteres gilt dabei für Privatunternehmen – chinesische Staatsunternehmen sind dagegen sehr vorsichtige Investoren. Haben sie allerdings eine Investitionsentscheidung getroffen, sind sie ausgesprochen fordernd bei der Umsetzung bis hin zum Abschluss einer Transaktion. Als Anwältin ist es hier auch meine Aufgabe, die Erwartungen des chinesischen Mandanten zu managen und proaktiv die Beratung in den juristischen Problemfeldern voranzutreiben, die für einen chinesischen Investor eher fremd sind – etwa im deutschen Arbeitsrecht. Dabei ist für mich vor allem die ständige, tägliche Abstimmung zwischen den verschiedenen lokalen Teams wichtig. Ohne diese kann eine internationale M&A-Transaktion nicht effizient beraten werden.

Dieser Artikel wurde e-fellows.net von Clifford Chance zur Verfügung gestellt.

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