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Branchenkenntnisse im Schnelldurchlauf sammeln

Laufbahn, Karriere im Schnelldurchlauf[Quelle: freeimages, Autor: dlritter]

Quelle: freeimages.com, dlritter

Nadine Guddat möchte Studierende für ihren Job begeistern und ist deshalb Mentorin geworden. Sie arbeitet als SAP-Beraterin für Accenture. Das ist ein guter Einstieg ins Berufsleben, findet sie. Denn in der Beratung lernt man schnell verschiedene Branchen kennen - internationale Pharmakonzerne und sogar Traktorhersteller im Allgäu.

Muss man IT-Spezialist sein, um SAP-Berater zu werden? Klares Nein, denn für den schnellen Start gibt es das SAP-Jump-Start-Programm von Accenture.

So läuft das SAP-Jump-Start-Programm ab

In zwei Monaten bekommst du ein SAP-Intensivtraining und arbeitest dich mit professioneller Unterstützung in SAP ein. Dabei kannst du dich auch entscheiden, auf welches Modul du dich spezialisieren möchtest: zum Beispiel Finanzen, Controlling, Sales, Human Resources oder Supply Chain Management.

SAP-Beratung bei Accenture

Accenture berät seine Kunden in allen Belangen zu SAP. Allein 28 der DAX-30-Unternehmen nutzen derzeit das Know-how des Dienstleisters – und haben ganz unterschiedliche Anforderungen. Es geht darum, das Personalmanagement zu optimieren, komplexe Systeme zusammenzuführen oder bestehende Module clever weiterzuentwickeln. Hier ist viel Grips gefragt.

Was sollte man für Ihren Job mitbringen?

Man muss sich gut auf Menschen und Situationen einstellen können, weil man bei jedem Projekt mit anderen Kunden zu tun hat. Mal ist der Umgangston förmlicher, mal total kumpelhaft, je nach Stadt oder Branche. Außerdem sollte man neugierig sein und sich schnell in noch unbekannte Themen einarbeiten können. Man sollte Freude daran haben, Lösungen zu finden und helfen zu können. Was das Studium angeht: Fächer wie Wirtschaft, Informatik und Naturwissenschaften sind eine gute Voraussetzung.

Sie sind mit dem SAP-Jump-Start-Programm bei Accenture eingestiegen - was ist das Besondere am Programm?

Im SAP-Jump-Start-Programm hat man zu Beginn vier Wochen Training in drei verschiedenen SAP-Modulen. Bei mir waren das "Business Warehouse", "Controlling" und "Finanzen". Ich habe mich also auf die Finanz- und Controlling-Module spezialisiert, zu denen ich jetzt auch berate. Man trainiert zu jedem Modul eine Woche und verbringt die letzte Woche des Jump Starts mit einer Case Study. Das Training war auch ein Grund, weshalb ich zu Accenture gegangen bin. Es ist wie eine Art Mini-Trainee-Programm. Vorher wusste ich wenig über SAP, aber genau dafür gibt es das Jump-Start-Programm. So kann jeder einsteigen.

Wie lief das Training ab?

Wir waren eine Gruppe von 12 Leuten, die meisten kamen frisch von der Uni. Für jedes Modul hatten wir einen anderen Lehrer, meistens erfahrene Accenture-Kollegen. Die Trainer haben uns erklärt, was man mit dem jeweiligen Modul im Tagesgeschäft macht, wofür die Kunden die Module verwenden und wie man die Module anpassen und richtig einstellen kann, also das Customizing. Der End-Anwender sieht das Customizing nicht, aber wir als Berater müssen darüber Bescheid wissen. Im Training haben wir vormittags die Theorie abgearbeitet und das Gelernte nachmittags eingeübt. In der Case Study haben wir dann den Fall einer Firmenintegration ins SAP-System durchgespielt, zum Beispiel Debitoren- und Kreditorenprozess SAP-gestützt abbilden, Kredit- und Risikomanagement sowie Zahlungen und Mahnungen automatisch in SAP abwickeln. Und ganz am Ende des Trainings sind wir noch mal für zwei Wochen ins Accenture-Trainingscenter nach Chicago geflogen.

Haben Sie heute noch Kontakt zu den Kollegen, die Sie im Training kennengelernt haben?

Ja, das Training war eine gute Gelegenheit, sich ein Netzwerk aufzubauen. Während des Trainings haben wir uns abends getroffen, um uns auszutauschen, kennenzulernen und Spaß zu haben. Auch jetzt halte ich noch Kontakt zu den Kollegen. Wir arbeiten zwar nicht unbedingt auf den gleichen Projekten, aber wir versuchen, uns bei Accenture-Meetings zu treffen oder privat, zum Beispiel zum Skifahren oder auf dem Oktoberfest. Dieses Netzwerk ist auch super, wenn man selbst ein neues Projekt sucht - dann kann man bei den Kollegen nachfragen, ob sie gerade Unterstützung brauchen. Oder wenn man selbst einen Kollegen sucht, der bei einem Projekt mitarbeiten möchte. Auch wenn ich Fragen habe, kontaktiere ich die Kollegen, die das gleiche Training wie ich gemacht haben.

Was war bisher Ihr spannendstes Projekt?

Was die Produkte angeht, war bisher mein Projekt bei einem Traktorhersteller im Allgäu am spannendsten. Es war witzig, riesige Traktoren vor der Halle zu sehen, wenn man in die Arbeit ging. Das Unternehmen hat Standorte in verschiedenen Ländern. Wir haben eine SAP-Vorlage entwickelt, die alle Länder nutzen sollten. Das bedeutete natürlich, dass sich alle Standorte auf einheitliche Prozesse einigen mussten. Ich habe mich darum gekümmert, das Controlling-Modul einzuführen. Dabei hatte ich mit Ansprechpartnern von allen Standorten Kontakt, um die Prozesse zu vereinheitlichen. Wir haben Workshops abgehalten, damit jeder seine Anforderungen an das SAP-Tool mitteilen konnte.

Was gefällt Ihnen an der Projektarbeit bei Accenture?

Unsere Projekte dauern meist ungefähr ein Jahr. Mir gefällt es, nach einer gewissen Zeit wieder etwas anderes kennenzulernen: eine andere Branche, einen anderen Kunden, andere Kollegen. Manchmal versuche ich auch, Kollegen oder Projektleitern zu folgen, weil wir besonders gut zusammengearbeitet haben. Ich finde es einfach klasse, auf diese Art Projekte in England, Deutschland, der Schweiz und vielleicht auch bald in anderen Ländern zu unterstützen

Sie sind auch Mentorin für die e-fellows - was erwarten Sie sich vom Mentoring?

Es gibt viele Studenten, die in die Beratung gehen möchten. Denen möchte ich vorab Informationen geben. In den Vorstellungsgesprächen sitzen manchmal Bewerber, die zum Beispiel überrascht sind, dass man als Berater viel reisen muss. Solche Dinge sollte man vorher wissen. Ich finde meinen Job total spannend und möchte ihn gerne anderen nahebringen. Gerade nach dem Studium finde ich die Arbeit als Berater eine super Sache, man lernt sehr schnell verschiedene Branchen kennen.

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