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Mit Digitalisierung in die Zukunft

Herr Kalfhaus, seit Ihrem Einstieg bei Roche haben Sie viele weitere Stationen absolviert und sind jetzt Geschäftsführer von Roche Diabetes Care in Deutschland. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Kalfhaus: Alle reden immer von Karriereplan – ich hatte nie den Plan, irgendetwas zu werden. Das hört sich vielleicht seltsam an, aber ich wollte einfach meinen Job gut machen und bin jede neue Position so angegangen, als würde ich da bleiben. Und dann kam es meistens anders.

Glauben Sie, dass Ihre Karriere bei Roche anders verlaufen wäre, wenn Sie damals nicht das Start Up Programm gemacht hätten?

Kalfhaus: Ich schätze das Programm sehr. Diese zwei Jahre sind prägend und sehr wichtig, um den Markt und das Unternehmen kennenzulernen. Ich kenne aber auch genügend exzellente Kollegen, die das Programm nicht absolviert haben und ihren Weg im Unternehmen gemacht haben.

Was ist für Sie das Spannende an Diabetes Care?

Kalfhaus: Diabetes verlangt von den Betroffenen eine intensive Beschäftigung mit ihrer Erkrankung . Die Patienten benötigen nicht nur Medikamente, sie brauchen auch Technologien und müssen diese benutzen können, um damit ihren Diabetes bestmöglich zu steuern . Auch für das Gesundheitssystem ist Diabetes eine Riesenherausforderung, sowohl in Hinblick auf die Nachhaltigkeit, als auch in Hinblick auf die Kosten. Und: der Markt ist im Umbruch, nirgendwo kann man so viel gestalten, bündeln sich so viele Ansätze, aus denen sich Schritt für Schritt die Gesundheitsversorgung der Zukunft entwickelt.

Für mich als BWLer ist es außerdem spannend, dass unsere Arbeit so facettenreich ist. Wir arbeiten mit sehr unterschiedlichen Kundengruppen zusammen – Patienten, Ärzte, Krankenkassen, Apotheken oder Großhändler – sowohl Direct-to-Consumer als auch Business-to-Business. Das macht es komplex, aber auch wahnsinnig interessant.

Was ist Ihre Zukunftsvision für das Unternehmen und welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei?

Kalfhaus: Diabetes ist ja per se eine sehr datengetriebene Krankheit. Als Patient messe ich meinen Blutzucker und verabreiche mir abhängig von den Werten eine bestimmte Menge Insulin. Ich muss also in der Lage sein, mit den Daten umzugehen und die richtige Entscheidung zu treffen. Die Frage für uns ist nun: Kann man Systeme entwickeln, die mit Hilfe von Daten und Algorithmen, wie eine künstliche Bauchspeicheldrüse funktionieren und es mir erlauben, ohne weiteres Zutun eine normale Blutzuckereinstellung zu haben?

Auf der Makroebene geht es dann auch um Themen wie Population Management, um Risikostratifizierung, um Verbesserung der Allokation im Gesundheitssystem bezogen auf Über-, Fehl- und Unterversorgung. Das sind alles Fragen, für die wir durch Daten Lösungen entwickeln können, die über Produkte hinausgehen.

Und letztendlich ist Digitalisierung nicht nur etwas Technisches, sondern auch eine Chiffre für grundsätzliche Veränderungen in unserer Arbeitswelt: Wie entwickeln wir, wie kooperieren und kommunizieren wir miteinander, wie führen wir? Ich finde es spannend, das Unternehmen in diese neue Zeit hineinzuführen und in seinem Wesen und seiner Arbeitsweise ganz neu einzurichten und einzustellen.

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