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Alltag zwischen Labor und Homeoffice

Frau am mobilen Arbeiten [Quelle: Roche]

Quelle: Roche

Wie hat sich der Arbeitsalltag bei Roche verändert? Und können Laborstudien im Homeoffice überhaupt funktionieren? Wir haben bei Alexander, Customer Service Coordinator Foundation Medicine, und Sven, Praktikant im Bereich Pharmakologie, Research & Early Development, nachgefragt. In unserem Gespräch verraten die beiden, vor welche Herausforderungen sie Corona in ihrer täglichen Arbeit gestellt hat und wie Roche die Krise meistert. 

Darum Roche

Alexander: Für mich war Roche nach der Uni der perfekte Einstieg, um einen Einblick in die freie Wirtschaft zu bekommen. Ich finde es spannend, wie nah wir bei Roche am Patienten arbeiten. Außerdem finde ich die Verknüpfung der Bereiche Roche Pharma, Roche Diagnostics und Foundation Medicine interessant.

Sven: Mir war es wichtig, neben meinem Studium auch zusätzlich Einblicke in die Abläufe in der Pharmaindustrie zu bekommen – sei es bezüglich experimenteller Planung oder der Forschungskoordination im Allgemeinen. Da wir hier am aktuellen Forschungsstand arbeiten, habe ich in meinem Praktikum die tolle Chance bekommen, im Rahmen explorativer Projekte eine Plattform für Einzelzell-Analysen zu etablieren. Was wir in der Pharmakologie erforschen, hat das Potential, in einigen Jahren tatsächlich auch in der Klinik evaluiert zu werden. In der universitären Forschung hingegen habe ich es leider schon öfters erlebt, dass einige Forschungsfragen aus Kostengründen nicht im gleichen Maße adressiert werden können.

Was wir bei Roche machen

Alexander: Ich bin im Bereich "Roche Foundation Medicine" im Customer Experience Hub EMEA für die logistische Abwicklung der Services für derzeit über 60 Länder verantwortlich. Unsere Aufgabe ist es, Kliniken kleine Boxen, sogenannte Kits, zum Transport von Biopsien und Blutproben zur Verfügung zu stellen und anschließend die Abholung sowie den Transport in die beiden Labore der Roche Foundation Medicine in Cambridge und Penzberg sicherzustellen. Dabei habe ich alle länderspezifischen Anforderungen und Zoll-Beschränkungen im Blick. Unser Ziel in der Foundation Medicine ist es, personalisierte Medizin voranzubringen.

Sven: Da ich mein Praktikum in der Onkologie mache, arbeiten wir im Labor an der Erforschung immunologischer Fragestellungen anhand von Tumormodellen. In unserem Team schauen wir dann, wie sich die Medikament-Kandidaten auf das Immunsystem auswirken. Wir testen in diesem Zusammenhang neue Technologien und überprüfen, wie wir diese in bestehende Studiendesigns einbauen könnten. Langfristig sollen so neue Wege für die Therapie bislang schwer behandelbarer Krebsarten gefunden werden.

Funktioniert ein Labor-Praktikum im Homeoffice?

Sven: Bei meiner Einarbeitung vor Ort waren meine Vorgesetzten, die im Hintergrund unserer Studien an der Planung arbeiten, vor allem im Homeoffice anzutreffen. Meinen Vorgesetzten habe ich beispielsweise seit Dezember nur einmal im Labor angetroffen. Das war aber kein Problem, da wir das meiste über Online-Meetings klären können. Die praktische Einarbeitung erfolgt natürlich vor Ort. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, wegen Corona weniger gelernt zu haben.

Aktuell betreibe ich Labor-Support für präklinische Studien. Wenn eine größere Studie ansteht, bei der wir Organe aufarbeiten und Daten erheben müssen, bin ich im Labor. Für Auswertungen bin ich in der Regel zu Hause.

Auswirkungen von Corona auf den Arbeitsalltag bei Roche

Alexander: Zwar haben sich meine Aufgaben inhaltlich nicht verändert, dafür aber die Arbeitsform. Vor der Pandemie war ich viel auf Geschäftsreisen und habe Kolleg:innen auf der ganzen Welt getroffen. Das ist jetzt natürlich anders. Seit gut einem Jahr bin ich fast ausschließlich im Homeoffice. Wir hatten schon vorher eine globale Kooperation und Digitalisierung, aber es fehlt der Austausch mit Kolleg:innen und Patient:innen. Auch vor der Pandemie hatten wir die Möglichkeit, frei zu wählen, ein paar Tage in der Woche von zu Hause zu arbeiten. Dadurch waren wir schon sehr gut vorbereitet und es gab keine organisatorischen Hürden.

Ein Vorteil ist, dass wir uns schneller in Meetings zusammenfinden können. Wir sprechen uns spontaner ab und treffen uns schon 15 Minuten später für einen Call. Aber dem Kolleg:innen am Schreibtisch gegenüber etwas zurufen, geht natürlich immer noch am schnellsten. Ich hatte bisher auch nie den Eindruck, dass die momentane Situation unsere Arbeit negativ beeinträchtigt. Das zeigt, dass wir hier Vieles gut und richtiggemacht haben. Manchmal ist es allerdings herausfordernd, klare Grenzen zwischen Job und Privatleben zu ziehen. Besonders in Bezug auf die Zeitverschiebung in der Zusammenarbeit mit anderen Ländern.

Sven: Zusätzlich zu den wöchentlichen Teammeetings haben wir spannende Discovery-Seminare, in denen Kolleg:innen – auch aus anderen Ländern – interessante Daten vorstellen. Außerdem gibt es Journal- und Review-Clubs sowie Diskussionen, bei denen wir uns fachlich weiterbilden können. Für den persönlichen Austausch haben wir sogenannte Coffee Calls etabliert. Dabei werden wir mit Kolleg:innen zufällig zusammengewürfelt, man lernt sich kennen und tauscht sich aus. Jedes Mal stelle ich wieder fest, wie groß die Roche-Welt doch ist. Ich habe dadurch schon wertvolle Tipps auch aus anderen Teams und Abteilungen bekommen.

Bei all den Meetings muss man sich allerdings gut organisieren, um die Hauptaufgaben nicht aus den Augen zu verlieren. Wir haben meist viel im Labor zu tun, aber es gibt immer auch Zeiten, in denen es etwas ruhiger zugeht. Diese Zeiten können wir nutzen, um uns im Rahmen verschiedener Schulungsangebote weiterzubilden. Das Timing und eine gute Absprache im Team sind unheimlich wichtig, um die Vielzahl der Meetings gut mit der Laborarbeit vereinen zu können.

Die steigende Relevanz von Roche in der Krise

Sven: Vor Corona hat mein Immunologie-Studium auch in meinem privaten Umfeld schon eine Rolle gespielt. So habe ich mich schon zuvor mit Freunden und Familie über neue Entwicklungen, wie beispielsweise die Ebola-Impfung, unterhalten. Seit der Pandemie ist das Interesse an immunologischer Forschung weiter gestiegen. Mir schreiben sogar Freunde, mit denen ich seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, um mich um meine Einschätzungen zu bitten. Sie stellen Fragen zu kontrovers diskutierten Themen. Ich merke, dass sich die Sensitivität in der Bevölkerung für solche Themen erhöht hat. Spätestens seit Corona wurde klar, dass Wissenschaft eine zentrale Rolle in unser aller Leben spielt. Sie betrifft jeden von uns. Jeder könnte an Corona erkranken oder kennt jemanden, der einer Risikogruppe angehört.

Alexander: Auch mein Umfeld interessiert sich sehr für meine Arbeit und ich bekomme positives Feedback. Es war toll, dass Roche uns schon früh Schnelltests zugeschickt hat.

Sven: Die Verantwortung, die Roche für seine Mitarbeitenden und die Gesellschaft trägt, wird sehr ernst genommen. Bei uns im Werk gilt: Wenn man ins Büro oder Labor kommen muss, wird konsequent getestet. Roche macht auf jeden Fall das Beste aus der Situation.

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