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Argentinische Herausforderungen

Lina koordinierte für Roche ein Projekt in sechs südamerikanischen Ländern [Quelle: unsplash.com, Autor: Marvin Meyer]

Quelle: unsplash.com, Marvin Meyer

Ein Projekt in sechs südamerikanischen Ländern koordinieren und nebenher die Landessprache lernen: Lina Schneider verbrachte für Roche drei aufregende Monate in Buenos Aires.

Frau Schneider, Sie waren für Roche in Buenos Aires – wie wurde der Standort für Ihren Auslandsaufenthalt ausgewählt?

Die Trainees sollen möglichst viele verschiedene Bereiche und Märkte kennenlernen. Wohin es konkret geht, hängt natürlich auch davon ab, welche Projekte es an welchen Standorten gibt. Aber wenn es möglich ist, wird darauf geachtet, dass das Projekt inhaltlich gut zur bisherigen Laufbahn des Trainees passt: Wo kann er am meisten mitnehmen? Was lernt er im Ausland, was er in Deutschland nicht lernen kann? Wie kann sich der Trainee einbringen? In meinem Fall kam eine Anfrage aus Argentinien, die mir meine Vorgesetzte und meine Mentorin dann vorgeschlagen haben. Argentinien ist als Schwellenmarkt spannend und ganz anders als der entwickelte Markt Deutschland, insofern passte das für mich als Marketing-Trainee sehr gut.

Welches Projekt haben Sie im Ausland bearbeitet?

In Argentinien habe ich an der Neueinführung eines Produkts in sechs lateinamerikanischen Ländern mitgearbeitet und dabei die Leitung für einen Teil des Projektes übernommen. Wir überlegten uns, welche Vorbereitungen man für den Produktstart treffen muss, sowohl operativ und logistisch als auch strategisch. Zu diesem Zweck hatte ich in jedem der sechs Länder einen Ansprechpartner. Zu Beginn hatten wir alle zusammen ein Meeting in Buenos Aires, danach haben wir sehr viel virtuell gearbeitet, online oder über Telefonkonferenzen.

Ich habe ganz klassische Projektmanagement-Aufgaben übernommen, zum Beispiel habe ich den Workshop zum Projektstart organisiert. Außerdem habe ich das Setup erstellt, mir also überlegt, welche Themen für uns im Projekt wichtig sind. Zusätzlich habe ich den Team-Mitgliedern verschiedene Tools und Templates an die Hand gegeben, damit sie ihre Aufgaben umsetzen können, und ich habe die Umsetzung der Meilensteine überprüft.

Wie verlief die Einarbeitung?

Als ich kam, hatte gerade der Leiter für das gesamte Projekt gewechselt und die Verantwortlichkeiten änderten sich. Trotzdem war ich nicht auf mich alleingestellt – dank vorhandener Dokumentationen und vieler Kollegen, die mir bei Fragen weitergeholfen haben. Die Arbeit war herausfordernd und spannend, weil ich viel Verantwortung bekam und die Kollegen darauf vertrauten, dass ich es gut hinbekomme. Deshalb hat mir die Station sehr viel Spaß gemacht.

Welche Unterschiede im Arbeitsleben haben Sie festgestellt im Vergleich zu Deutschland?

Generell liegen die Büros in Buenos Aires näher zusammen als in Deutschland. Daraus ergeben sich Unterschiede im Arbeitsalltag: Die Wege sind kürzer, die Atmosphäre familiärer, die Abstimmung untereinander läuft schneller. Außerdem pflegen die Kollegen in Argentinien viele persönliche Beziehungen – anders als das vielleicht in Deutschland üblich ist. Morgens begrüßen sich alle persönlich, und dafür nimmt man sich richtig Zeit.

Konnten Sie Spanisch, bevor Sie nach Argentinien gegangen sind?

Nein, ich habe erst in Buenos Aires angefangen, Spanisch zu lernen, weil sich der Einsatz in Argentinien relativ kurzfristig ergeben hat. Die Arbeitssprache im Projekt war Englisch, die Kommunikation hat bis auf einige kleine Sprachbarrieren gut funktioniert. Nachdem ich etwas Spanisch gelernt hatte, wurde es dann aber noch einfacher, weil ich mehr mitbekam und mich selbst auf Spanisch verständlich machen konnte. Insofern würde ich empfehlen, wenn möglich vorher die Sprache des Landes zu lernen.

Was war die größte Herausforderung?

Eindeutig die ersten Wochen. Man ist nur drei Monate im Land, bearbeitet ein großes und komplexes Projekt, bei dem nicht alle vor Ort sind. Da war es schon eine Herausforderung, sich schnell einzuarbeiten, sich einen Überblick zu verschaffen und dann die richtigen Meilensteine im Projekt zu setzen.

Was haben Sie im Ausland in Ihrer Freizeit unternommen?

Ich habe mir viel Zeit für Reisen genommen und versucht, Südamerika und speziell Argentinien besser kennenzulernen. Ich war bei den Iguazú-Wasserfällen im Norden, in Patagonien, in den Anden, in Uruguay und in Chile. Argentinien ist beeindruckend, die Landschaft ist toll! In Buenos Aires kann man sehr viel unternehmen: in Restaurants und Bars gehen, Wochenendmärkte besuchen, Ballettaufführungen anschauen. Außerdem sieht man auf den Straßen immer wieder Tangotänzer. Ich habe auch viel mit meinen Kollegen unternommen. Viele Argentinier sind sehr stolz auf ihr Land, ihre Kultur, ihr Essen – all das möchten sie einem gerne näher bringen.

Welche Erkenntnisse haben Sie mit nach Hause gebracht?

Ich habe gesehen, dass Schwellenmärkte ganz andere Herausforderungen bereithalten als entwickelte Märkte. Da ist zum einen die Inflation in Argentinien. Auch logistisch gibt es manchmal Probleme: Argentinien ist ein sehr großes Land und viele Strecken sind noch nicht so gut ausgebaut. Aber es war spannend und schön zu sehen, wie flexibel und lebensfroh die argentinischen Kollegen mit diesen Herausforderungen umgehen. Es war wirklich ein toller Aufenthalt und ich kann meine Kollegen vor Ort nun viel besser verstehen.

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