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Produktionsanlagen ganz neu bauen

Bosch Tools, Handwerker [Quelle: freeimages, Autor: forwardcom]

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Eine große Bandbreite an Aufgaben, viele verschiedene Einsatzorte und spannende Maschinen - das bietet Roche Ingenieuren. Zwei von ihnen verraten im Interview, warum sie sich bei Roche in Penzberg so wohlfühlen - und wieso sie ein Healthcare-Unternehmen einem Automobilhersteller vorgezogen haben.

Wieso haben Sie als Ingenieurin sich für Roche entschieden?

Ich habe Verfahrenstechnik studiert, da man hier ein sehr weites Arbeitsfeld hat. Bevor ich bei Roche angefangen habe, habe ich bei einem Unternehmen gearbeitet, das als Lieferant von Apparaten für Pharma-Unternehmen tätig ist. Dadurch habe ich schon Einblick in die Pharma-Branche bekommen. Schließlich ist bei mir der Wunsch entstanden, auf die Auftraggeberseite zu wechseln, weil dort die Arbeit noch vielfältiger ist.

In welcher Hinsicht?

Roche stellt in unterschiedlichen Verfahren Einsatzstoffe für Diagnostik und Pharma her. Mein Team und ich sind für den Neu- oder Umbau von Produktionsanlagen zuständig. Umbauten werden zum Beispiel nötig, wenn wir mehr Kapazitäten benötigen für ein bestehendes Produkt, oder wenn wir ein neues Produkt herstellen möchten. Ich begleite ein Projekt durch alle Phasen von der Idee, zum Beispiel für eine neue Anlage, über das Konzept, das grundlegende Design, die Detail-Design-Phasen bis hin zum Bau der Anlage, der Montage und der Inbetriebnahme und Qualifizierung.

Zu Beginn schreibe ich zusammen mit dem Kollegen, der die Anlage später betreiben wird, die Spezifikationen. Der Betreiber kennt die Herstellungsvorschriften für sein Produkt, und ich überprüfe aus Ingenieurssicht, wie man das in einer Anlage umsetzen kann. Danach geht es in die Feinabstimmung und später zur Montage der Anlage. In der Qualifizierungsphase testen wir final, ob die Anlage den Anforderungen entspricht, das ist natürlich gerade in der Pharma-Branche besonders wichtig.

Was ist das Besondere an der Arbeit als Ingenieurin in der Healtcare-Branche?

In einem Healthcare-Unternehmen wie Roche steht für uns Ingenieure im Vordergrund, dass die Anlagen ein sehr hygienisches Design haben müssen. Es darf zum Beispiel keine Toträume geben, in denen sich Reste festsetzen können. Das Material muss dafür die richtigen Voraussetzungen mitbringen, die Dichtungen müssen entsprechend angeordnet sein und alles muss leicht zu reinigen sein.

An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

Ich arbeite gerade an einem sehr großen Projekt für den Bereich Diagnostik. In Penzberg stellen wir unter anderem Einsatzstoffe für diagnostische Systeme her, mit denen Krankheiten frühzeitig erkannt werden können. Dafür werden nun die Kapazitäten mit einem neuen Produktionsgebäude vergrößert. Ich bin für einige dieser neuen Anlagen verantwortlich. Dafür arbeite ich mit einer Planungsfirma zusammen. Sie unterstützt uns dabei, Pläne und Dokumente zu erstellen und die Ausschreibungen für die Anlagen zu machen. Anschließend werden die Anlagen von Lieferanten gebaut, geliefert, montiert und aufgestellt. Dabei muss man neben prozesstechnischen Funktionalitäten auch auf Details achten: Sind die Gänge breit genug? Können die Böden die Anlagen tragen? Ist  der Luftwechsel ausreichend? Die Zusammenarbeit mit einer Planungsfirma ist praktisch für uns, weil das Projektaufkommen nicht immer gleich ist und wir uns so flexibel Unterstützung holen können.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit?

Ich finde es gut, dass ich bei Roche eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten kann. Ich mag auch die Vielfalt meiner Arbeit und die Tatsache, dass ich viel in unterschiedlichen projektspezifischen Teams arbeite. Das macht Spaß, denn so lerne ich unterschiedliche Bereiche und Funktionen kennen. Und es ist toll, ein Projekt vom Beginn bis zum Ende zu betreuen und das Ergebnis zu sehen: Hat alles so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe? Außerdem finde ich das Arbeitsklima bei Roche wirklich toll.

Wie gefällt es Ihnen in Penzberg?

Sehr gut, die Gegend hat einen enorm großen Freizeitwert. Penzberg ist eine nette lebenswerte Kleinstadt, die alles hat, was man braucht. Außerdem ist man sehr schnell in München. Meine Kollegen kommen aus den unterschiedlichsten Regionen und aus dem Ausland, dadurch herrscht in Penzberg eine sehr offene Atmosphäre.

Was hätten Sie gerne schon im Studium über das Arbeitsleben gewusst?

Ich habe damals in der FH sehr viel Detailwissen gelernt. Im Nachhinein hätte ich es gut gefunden, wenn Projektmanagement und noch mehr praktisches Wissen gelehrt worden wäre. Zum Beispiel Tipps dazu, wie man kreativ und effizient Aufgaben und Projekte umsetzen kann.

Was macht ein Ingenieur im Healthcare-Unternehmen?

Ich bin Betriebsingenieur, das ist ein sehr vielfältiges Gebiet. Bei Roche stelle ich die Anlagenverfügbarkeit sicher und organisiere Wartungen, Reparaturen und gegebenenfalls Neuanschaffungen von Anlagen, auf denen Roche seine Produkte herstellt. Dabei bin ich Bindeglied zwischen den Betreibern, die direkt vor Ort produzieren, zwischen Werkstätten, dem Roche-Einkauf und externen Zulieferern. Bei unserer Arbeit werden wir auch von externen Firmen unterstützt, deren Mitarbeiter koordiniere ich im Projekt dann auch mit. Wir sind auch an der Budgetplanung und -kontrolle beteiligt. Für bestimmte Gebäude und Bereiche haben wir ein Jahresbudget, das wir mit der Finanzplanung besprechen und auch mal ausweiten müssen. Mein Job hat also auch viel mit BWL zu tun, was mir gut gefällt.

Was müssen Sie tun, wenn Sie ein neues Projekt übernehmen?

Es kann zum Beispiel sein, dass eine Maschine ausgetauscht wird. Zuerst stelle ich einen Zeitplan auf, dann muss ich einen geeigneten Lieferanten finden und dafür sorgen, dass die Lieferung und Installation der neuen Maschine korrekt ablaufen und am Ende alles funktioniert.

Um welche Maschinen handelt es sich dabei?

Zum Beispiel um Anlagen zur Reinstwassererzeugung, um Abfüllanlagen für Medikamente, Reagenzien oder um Lüftungsanlagen. Letztere sind bei einem Hersteller von Pharmazeutika besonders wichtig, weil an die Luftreinheit hohe Anforderungen gestellt werden. Gerade in Reinräumen muss die Partikel- und Keimanzahl niedrig gehalten und regelmäßig kontrolliert werden. Bei Roche findet ja der komplette Produktionsablauf von der frühen Forschung über die Prozessentwicklung bis zur Abfüllung und Etikettierung statt, deswegen haben wir es auch mit einer so hohen Anlagenvielfalt zu tun.

Wie sind Sie darauf gekommen, dass Roche ein interessanter Arbeitgeber für Sie als Ingenieur sein könnte?

Roche war bei mir auf dem Radar, weil viele meiner Bekannten Naturwissenschaftler sind. Mir war deshalb schon immer klar, dass es bei Roche spannende Stellen für Ingenieure gibt, da so viele verschiedene Produkte entwickelt und produziert werden. Die Arbeit in einem Healthcare-Unternehmen unterscheidet sich von der klassischen chemischen Industrie, weil bei uns spezielle Qualitätsvorschriften herrschen.

Wie sieht eine Arbeitswoche bei Ihnen aus?

Ich stelle mir am Anfang der Woche einen Wochenplan auf und priorisiere dann: Wenn zum Beispiel eine Anlage ausfällt, dann besprechen wir im Projektteam, wie wir das Problem schnell lösen können. Schaffen wir es intern, sollten wir jemand von außerhalb hinzuziehen oder schon parallel eine Neuanschaffung anstoßen? Außerdem überwachen wir ständig den Energieverbrauch unserer Maschinen. Wenn eine Anlage plötzlich mehr Energie als üblich verbraucht, dann überprüfen wir, woran das liegt und was man dagegen machen kann.

Auch bei den Projekten kontrollieren wir laufend: Befinden wir uns im Zeitplan? Wie stehen wir mit den Kosten da? Ich kommuniziere auch viel mit den verschiedenen Abteilungen, da ich eine Schnittstellenfunktion habe. Der Austausch ist enorm wichtig, ich verbringe viel Zeit in Besprechungen. Man darf nicht nur seinen eigenen Fachbereich sehen, sondern muss über den Tellerrand schauen. Ich bin auch sehr viel vor Ort bei den Anlagen und begutachte sie. Außerdem stehe ich viel in Kontakt mit externen Gerätelieferanten. Wenn wir ein neues Gerät brauchen, dann holen wir Angebote ein und informieren uns auf Fachmessen.

Gab es Überraschungen bei Ihrem Einstieg?

Ja, ich war am Anfang über die Komplexität überrascht. Die Bandbreite der Produkte und demzufolge der Maschinen ist bei Roche sehr groß. Das gefällt mir aber gut, ich erfahre viel über andere Bereiche. Es ist wichtig, dass man Interesse an anderen Abteilungen zeigt und sich selbstständig weiterbildet.  

Sie arbeiten in der Nähe von München - wie kann man sich den Roche-Standort Penzberg vorstellen?

Am Anfang habe ich mir schon die Frage gestellt, ob ich in Penzberg arbeiten will. Penzberg ist toll gelegen, mitten in der Natur, man ist schnell in den Bergen. Aber man hat eben auch die Nähe zu München, ich selbst wohne dort und pendle jeden Tag mit meiner Fahrgemeinschaft. Das dauert nur 30 Minuten - das geht, finde ich. Außerdem investiert Roche viel Geld in den Standort Penzberg, wir haben gerade ein Projekt für ein neues Produktionsgebäude in Penzberg gestartet, es werden 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Man sieht, dass es an dem Standort vorangeht: Die Mitarbeiterzahl in Penzberg hat sich in den letzten zehn Jahren auf fast 5.000 verdoppelt.

Was bietet Roche, was andere Unternehmen Ihnen so nicht bieten können?

Ich hatte schon im Vorstellungsgespräch das Gefühl, dass Roche mir entgegenkommt. Mir wurde gleich eine Betriebswohnung angeboten, die man nutzen kann, bis man eine eigene Wohnung gefunden hat. Außerdem finde ich das Schulungsangebot von Roche gut. Mein Vorgesetzter hat mich auch immer darin bestärkt, dieses Angebot zu nutzen. Roche ist nicht geizig bei der Weiterbildung - das zeigt Vertrauen in die Mitarbeiter. Außerdem schätze ich die Arbeitsplatzsicherheit, das gute Essen in der Kantine und die Betriebssportgruppen. Wir haben am Standort sogar ein Fitness-Studio. Mir ist wichtig, dass der Ruf des Unternehmens, in dem ich arbeite, gut ist - mit den Produkten kann ich mich gut identifizieren. Und ich finde es prima, dass Roche so ein internationales Unternehmen ist.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?

Bei meinen Praktika in anderen Unternehmen war meine Arbeit immer sehr auf den Schreibtisch beschränkt. Jetzt habe ich durch meine Schnittstellenfunktion Kontakt mit vielen Menschen und arbeite auch direkt vor Ort an den Maschinen. Außerdem kann ich mein Wissen aus dem Studium gut einbringen - ich habe Wirtschaftsingenieurwesen im Rahmen eines Aufbaustudiums studiert und kann es nun zum Beispiel beim Projektmanagement und in der Budgetplanung anwenden. Und ich kann mir meinen Tag selbstständig einteilen.

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