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Mit der Hochseilbahn durch Kolumbien (2. Teil)

Kolumbien Flagge Bogota (Quelle: freeimages.com, coolza)

Quelle: freeimages.com, coolza

Fabian ist weiterhin auf Lateinamerika-Tour für das Projektmanagement von Roche. Mit der Hochseilbahn lernt er Kolumbien kennen. Außerdem ist Flexibilität angesagt: Es kann schon mal passieren, dass sein Team und er drei Stunden auf einen Termin warten müssen, der dann doch abgesagt wird.

Kaum war ich zurück in Montevideo, stieg mir schon der Geruch von verbranntem Eukalyptusholz in die Nase, das in Uruguay traditionell zum Grillen verwendet wird. Besonders am Abend und am Wochenende qualmt jeder Schornstein, wenn die Leibspeise der Uruguayos zubereitet wird. Wenn dann in der Nacht kein Wind weht, ist der Geruch noch am nächsten Morgen in der Luft. In der ersten Mittagspause zurück in Montevideo fiel mir dann auch der Grill bei Roche auf, der hin und wieder für Barbecues in der Firma genutzt wird.

Gemütliches Uruguay

Die Woche in Uruguay hatte nach den riesigen Städten Sao Paolo und Rio de Janeiro schon fast ländlichen Charakter. Das Fehlen des "Hochhaus-Dschungels" verstärkte dieses Gefühl noch, Montevideo ist einfach recht gemütlich. Außer man befindet sich im Auto auf dem Weg zu einem Kunden, da lautet das Motto "aus zwei Spuren mach drei, oder manchmal auch vier".

Calí, Kolumbien [Quelle: Roche]
Mit Zuckerrohr beladener Lastwagen in den Feldern um Calí

Eine Woche später machte ich mich dann an einem Feiertag auf in Richtung Kolumbien und Chile, wo ich je drei Wochen arbeitete. Nach etwa acht Stunden Flug landete ich abends in Bogotá, - aber leider ohne meinen Koffer. So musste ich am nächsten Tag in meinen Reiseklamotten zu einem Kunden fahren – das war schon etwas eigenartig. Dieser schmunzelte aber nur und meinte, dass solche Dinge hier nun mal passieren. Vier Tage und mehrere Anrufe bei der Fluggesellschaft und Fahrten zum Flughafen später stand der Koffer dann plötzlich in meinem Hotelzimmer.

Der Projektabschnitt in Kolumbien war sehr intensiv. Insgesamt fuhr ich zu 16 Kunden in vier Städten: Bogotá, Calí, Medellín und Bucaramanga. Vor Ort schulten wir unsere Vertreter in Workshops zum neuen Guide für die Blutzuckermessgeräte. Außerdem passten wir den Guide an die Bedürfnisse der Vetreter und der Kunden an und analysierten die laufenden und künftigen Kundenprojekte.

Krasse Unterschiede zwischen arm und reich

Was mir an Kolumbien besonders in Erinnerung geblieben ist, sind die krassen Unterschiede zwischen den Kunden und den verschiedenen Städten. Einerseits gibt es super ausgestattete Luxuskrankenhäuser im privaten Bereich, andererseits sind die öffentlichen Krankenhäuser teils stark in die Jahre gekommen. Die Umstände, unter denen unsere Roche-Kollegen hier im Außendienst arbeiten, sind schon sehr herausfordernd. Einer unserer Kunden hat sein Krankenhaus sogar in der Ciudad Bolivar, einem Stadtteil von Bogotá, in dem sich so mancher Krimineller ein kleines Häuschen gebaut hat. Dorthin haben wir dann auch ein Taxi genommen, das die ganze Zeit während unseres Meetings vor der Tür wartete, damit wir wieder sicher ins Hotel kamen. Dabei hatte ich schon ein etwas mulmiges Gefühl.

Mit der Hochseilbahn durch die Slums

In Medellín wurde ich von meinen Kollegen lustigerweise kurzerhand "entführt". Ihr Kommentar war nur: "Lass uns etwas zu Mittag essen gehen". So landete ich in einer  Hochseilbahn. Wir fuhren vorbei an der neuen Bibliothek, die mitten in einem Teil der Slums steht und kamen hinauf in ein Naturschutzgebiet in den Hügeln hinter Medellín. Schon irre, wie nahe ich bei dieser Fahrt der doch recht rauen Realität vieler Kolumbianer gekommen bin. Die Häuser unter der Hochseilbahn sind teils haarsträubend an Hängen gebaut, wobei das Wellblech auf dem Dach zum Trocknen von selbst angebautem Kaffee benutzt wird.

Medellín, Kolumbien [Quelle: Roche]
Blick über einen Teil der Slums am Stadtrand von Medellín

Die nächste Stadt, Bucaramanga, hielt dann eine ganz besondere Überraschung parat. Unser Termin mit einem Kunden kam nicht so ganz zustande, wie wir uns das erhofft hatten. Als nach drei Stunden Warten endlich die Tür für uns aufging, wurden wir auf einen Termin am nächsten Morgen um 6.30 Uhr vertröstet. Das war hart, aber wenigstens hatten wird am nächsten Tag ein gutes Meeting und sind in einem neuen Projekt ein gutes Stück vorangekommen. So ist das nun Mal in Kolumbien, Flexibilität wird hier groß geschrieben.

Insgesamt waren die drei Wochen in Kolumbien eine super Erfahrung, bei der ich intensiv mit den unterschiedlichsten Kunden zu tun hatte. Die Arbeit mit den kolumbianischen Kollegen war sehr angenehm und unheimlich agil. Es ist toll zu sehen, wie Roche-Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Winkeln der Welt doch irgendwie etwas gemeinsam haben. Als ich noch über unsere Gemeinsamkeiten nachdachte, saß ich schon im Flieger nach Santiago de Chile, um wenig später in  einer etwas anderen Welt zu landen.

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Willst du mehr über unseren Partner Roche erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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