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Wenn der Forscher zum Manager wird

Manager with chart (Quelle: freeimages.com,Autor:  ilco)

Quelle: freeimages.com, ilco

BWL ist nichts für Naturwissenschaftler? Von wegen – Chemiker Julian war beim Planspiel von Roche drei Tage lang Vorstand einer Firma. Dabei musste er mit seinem Team die Strategien der Konkurrenz schlagen. 'BWL-Werkzeug' kam dabei vom Chef persönlich. Eine Fahrrad-Tour durch den Standort Penzberg und eine Kletter-Partie gab's für die Neu-BWLer oben drauf.

Titel der Veranstaltung

BWL für Natur- und Ingenieurwissenschaftler - Unternehmensplanspiel mit Roche

Datum und Ort

Roche Diagnostics in Penzberg, 7. - 9. September

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

  • 19 Studenten
  • Erika Dillmann, Expertin für HR Marketing aus der Abteilung Personalmarketing
  • Martin Karger, Geschäftsführer des Instituts für Management-Entwicklung
  • Dr. Stefan Schorling, International Business Leader
  • Claus Haberda, Werkleiter Standort Penzberg

Durch den Workshop wollte ich Roche und den Standort Penzberg kennenlernen. Das Thema „BWL für Natur- und Ingenieurwissenschaftler“ hätte treffender nicht sein können. Denn es beschreibt genau meine spätere Wunschkarriere als Chemiker: Arbeitsfelder in der Naturwissenschaft jenseits der Forschung.

Eine Radtour durch den Standort Penzberg

Die Teilnehmer des Workshops kamen aus unterschiedlichen Fachrichtungen: Biochemiker, Chemiker, Biotechnologen, Ingenieure und Informatiker im Studium oder bereits in der Promotion hatten ihren Weg nach Penzberg gefunden. Keiner von ihnen hatte Fachkenntnisse in BWL. Die Organisatorin Erika Dillmann präsentierte uns Roche als forschungsorientiertes Gesundheitsunternehmen mit den Geschäftsbereichen Pharma und Diagnostics. Den Standort Penzberg über 4.800 Mitarbeitern in Forschung, Entwicklung und Produktion für Pharma und Diagnostics erkundeten wir im Anschluss auf Fahrrädern. Am Nachmittag zeigte uns Dr. Schorling (International Business Leader) in einem Vortrag, wie groß der Anteil von BWL und Naturwissenschaft in vielen Aufgaben bei Roche ist.

Von der Marketing-Strategie bis zur Rohstoff-Planung

Anschließend erhielten wir von Martin Karger eine Einführung in das Planspiel: Vier Gruppen mit je fünf Studenten übernahmen für vier Geschäftsjahre die Rolle des Vorstandes eines Klimageräte-Herstellers. Gewinner war das Team mit dem höchsten Aktienindex am Ende der vier Jahre. Hierzu galt es, sich bestmöglich am Markt zu positionieren und die internen Abläufe zu optimieren. Wie viel Rohstoff brauchen wir, um die geplante Stückzahl zu produzieren? Haben wir genügend Fertigungsanlagen zur Produktion? Benötigen wir weitere Mitarbeiter? Wollen wir unser Produkt weiterentwickeln? Brauchen wir dazu weitere Forscher? Welche Marketing-Strategie verfolgen wir? Welche Preispolitik verfolgen wir? Können wir uns das alles überhaupt leisten? Das waren nur einige der Fragen, die wir zu beantworten hatten.

Was macht die Konkurrenz?

Die Herausforderung bestand darin, dass sich alle Faktoren nicht vollständig in so kurzer Zeit erfassen ließen. Die schwierigste und spannendste Frage lautete aber: Was machen die anderen Teams? Da man drei unberechenbare Gegner hatte, konnten diese die beste Planung komplett umstoßen. Das abzuschätzen und darauf schnell zu reagieren war einer der größten Reize des Planspiels.

Mit den Unternehmensvertretern an die Hotelbar

Am Ende des Nachmittags durften wir den Werksleiter Claus Haberda persönlich kennenlernen und ihm Fragen stellen. Er schilderte uns seinen Werdegang und machte deutlich, dass sich bei Roche eine steile Karriere durchaus mit Familie und Freizeit vereinbaren lässt. Am Abend aßen wir mit weiteren Vertretern des Unternehmens aus Produktion und Personalwesen zu Abend. Wir verlagerten die offenen Gespräche im Anschluss an die Hotelbar und ließen den Abend dort ausklingen.

BWL-Werkzeug vom Chef und Kletter-Partien

Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit den ersten beiden Geschäftsjahren des Planspiels. Martin Karger gab uns zu Beginn jeder Runde neues BWL-Werkzeug mit auf den Weg. Das erlernte Wissen in Bilanzierung, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow konnten wir sofort in der Planung des nächsten Geschäftsjahres einsetzen. So wurden über die vier Runden Bauchentscheidungen immer mehr zu geplanten Aktionen. Der Tag wurde abgerundet durch einen Ausflug in die Kletterhalle von Bad Tölz. Hier war von Konkurrenz nichts mehr zu spüren, alle arbeiteten teamübergreifend zusammen.

And the winner is ...

Am dritten Tag standen die letzten beiden Geschäftsjahre des Planspiels auf dem Programm. Über die ersten beiden Runden hatten sich die einzelnen Teams unterschiedlich positioniert, jedoch war bis zur letzten Runde alles offen. Gerade in der letzten Runde des Planspiels galt es, die Rentabilität des eigenen Unternehmens bezüglich Umsatzrendite und Kapitalumschlag zu analysieren und zu optimieren. Der Workshop endete mit der Siegerehrung und Preisverleihung.

Jede Minute war perfekt

Meine Erwartungen für den Workshop wurden übertroffen. Die Organisation des Workshops war von der ersten bis zur letzten Minute perfekt. Das Planspiel ist ein großartiges Instrument, um betriebswirtschaftliche Sachverhalte zu lernen. Die interaktive Arbeit im Team und der Wettbewerb zwischen den Teams belebten den Workshop und förderten die Mitwirkung aller Teilnehmer.

Mein Fazit

Insgesamt habe ich in diesem Workshop zwei wichtige Dinge gelernt. Zum einen, welche konkreten Berufsbilder und Aufgabenfelder es für Naturwissenschaftler außerhalb der Forschung gibt. Zum anderen, dass mir diese Aufgaben Spaß machen und ich meine Karriere in diese Richtung lenken möchte.

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