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In vier Tagen an die Spitze der Börse

Quelle: freeimages.com, ilco

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'Aldi-Strategie' oder Hochpreissegment? Welchen Weg schlägt ein Unternehmen ein? Als Ingenieurin empfand Marie die BWL immer als sehr trocken. Das Unternehmensplanspiel von Roche hat ihr das Gegenteil bewiesen und gezeigt, wie sie das fachfremde Wissen richtig anwendet: An drei ereignisreichen Tagen hat sie gleich vier Geschäftsjahre einer Firma durchlebt.

Titel und Thema der Veranstaltung

Unternehmensplanspiel: "BWL-Crashkurs für Ingenieure"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

6.-8. Februar 2013, Roche Diagnostics GmbH in Mannheim

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

Es waren 20 Studenten und Absolventen der Ingenieurwissenschaften dabei. Die Referenten: Erika Dillmann (HR Expert Marketing), Ulrike von Eicke (Kommunikation), Dr. Imke Ludwig (Gruppenleiterin Engineering) und Tim Niemann (Head of Automation Diagnostics).

BWL-Bezug? Ja, bitte!

Auch einem Ingenieur können BWL-Kenntnisse nicht schaden. Aus der Ferne erscheint uns Ingenieursstudenten dieses Fach allerdings meist sehr trocken, weshalb wir entsprechende Zusatzvorlesungen eher meiden. Auch ich habe mich in meinem gesamten Studium nur zu einer einzigen Wahlvorlesung mit BWL-Bezug durchgerungen.

Der Workshop "BWL-Crashkurs für Ingenieure" bot mir einen guten Einstieg in das Thema: Roche wollte uns spielend an die BWL heranführen. Da es sich bei dem Unternehmen zudem um einen potenziellen Arbeitgeber für mich handelt, habe ich mich für die Veranstaltung beworben.

Werksführung und die Lust auf den Einstieg

In der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, dass die Teilnehmer des Workshops aus allen Ecken Deutschlands kamen und ein Großteil das Unternehmen nur flüchtig über bekannte Produkte oder gar nicht kannte.

Nachdem wir unsere Wünsche und Vorstellungen für die folgenden Tage geäußert hatten, stellte Ulrike von Eicke uns das Unternehmen vor. Roche ist sehr forschungsorientiert und fokussiert sich auf Innovationen in Diagnostik und Pharma. Außerdem betonte sie die Internationalität des Unternehmens.

Nach dem Mittagessen konnten wir einen Einblick in die Produktion gewinnen. Dazu wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: die erste Gruppe bekam eine Führung durch die Reagenzien- und Teststreifenproduktion, während die zweite Gruppe den Apparatebau besichtigte. In der Werkshalle empfing uns ein Mitarbeiter, der schon seit über 30 Jahren bei Roche ist. Er stellte uns die gefertigten Produkte so lebhaft vor, dass man gleich Lust bekam, einzusteigen.

Anschließend wurden wir über Einstiegsmöglichkeiten und das Trainee-Programm informiert. Roche bietet zwei verschiedene Trainee-Programme an, wobei das eine eher auf eine Karriere im Management vorbereitet und das andere hilft, die Expertenlaufbahn einzuschlagen.

Es wird ernst: Das Planspiel

Nach einer kurzen Kaffeepause erfolgte die erste Einführung in das BWL-Planspiel durch Martin Karger, Trainer vom Institut für Management-Entwicklung, und wir wurden in vier Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe stellte den Vorstand einer Firma dar. Alle Unternehmen besaßen das gleiche Ausgangskapital und produzierten Klimageräte für den deutschen Markt. Ziel des Planspiels war es, innerhalb von vier Geschäftsjahren ein möglichst gutes Wirtschaftsergebnis zu erarbeiten. Gewinnentscheidend war also der Börsenkurs der Firma.

Am Abend hatten wir bei einem italienischen Abendessen die Möglichkeit, mit Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen.

"Aldi-Strategie" oder Hochpreissegment?

Am nächsten Morgen ging es dann in die erste Runde unseres Planspiels. Wir sollten uns eine allgemeine Strategie überlegen, wie wir unsere selbst gesteckten Ziele innerhalb der nächsten vier Spielrunden erreichen. Soll unser Produkt lieber in hoher Anzahl und zu einem kleinen Preis verkauft werden ("Aldi-Strategie") oder achten wir eher auf Qualität und gliedern das Unternehmen im Hochpreissegment an? Investitionskosten, Mitarbeiterzahl und Marketingstrategien mussten festgelegt werden.

In der ersten Spielrunde fischten wir noch im Dunkeln, da noch nicht klar war, wie sich die Konkurrenz verhält, die Begriffe neu waren und die Zahlen noch nicht greifbar.

Ab dem zweiten Geschäftsjahr bekamen wir zur Unterstützung ein Computerprogramm gestellt, welches finanzielle Auswirkungen verschiedenster Positionen wie Maschineninvestitionen, Personalkosten und Werbung berechnete. So konnten wir Vorhersagen über die Jahresbilanz treffen und mit Geschäftszahlen jonglieren.

Alle waren von dem Planspiel gefesselt. Besonders spannend war das "jährliche" Zusammenkommen aller Firmen, um die Bilanzen zu betrachten. Martin Karger zeigte anhand von Diagrammen, wo die eigene Firma im Vergleich zu der Konkurrenz gerade stand und woran wir noch arbeiten mussten. Das feuerte die Gruppe weiter an, an ihrer Strategie zu feilen und eventuell doch eine riskante Investition zu tätigen. Zwischendurch bekamen wir von Martin Karger theoretische BWL-Inputs, die umgehend in das Planspiel eingebaut wurden.

Poleposition beim Planspiel und auf der Kartbahn

Am Abend ging es auf der Kartbahn sportlich weiter. Natürlich machte das Ganze mit einem kleinen Wettbewerb gleich doppelt so viel Spaß, weshalb ein Rennen mit Fahrerwechsel in der Boxengasse gestartet wurde. Die Gewinner wurden bei dem anschließenden Abendessen gefeiert.

Die wichtigere Frage von uns allen war aber: "Welche Gruppe wird wohl am nächsten Tag auf der Poleposition stehen?" Wir spielten noch zwei weitere Geschäftsjahre durch. Alle waren wieder mit Konzentration bei der Sache und bis zuletzt blieb es spannend. Am Nachmittag wurde dann schließlich die Gewinnergruppe verkündet und Preise verteilt. Nach einer kurzen Feedbackrunde traten alle ihren Heimweg an.

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Willst du mehr über unseren Partner Roche erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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