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Wie der Mentor bei der Berufswahl hilft

Medizinisches Equipment [Quelle: freeimages.com, Autor: autodidact]

Quelle: freeimages.com, autodidact

Wie findet man eigentlich heraus, in welchem Beruf man später arbeiten möchte? Franziska lernte dank Roche-Mentor Robert Bühn die Unternehmenskultur und verschiedene Abteilungen von Roche kennen. Und fand so einen Job, der prima zu ihr passt - eine Postdoc-Stelle in der Gerinnungsdiagnostik.

Als ich mich 2006 kurz vor meinem Master-Abschluss in Molekularer Biotechnologie noch nicht zu einer Promotion entschlossen hatte, beschäftigte ich mich zum ersten Mal mit dem Thema Berufseinstieg. Dabei haben sich für mich viele Unklarheiten aufgetan: Welcher Job wird mir nach dem Studium eigentlich Spaß machen? Es gibt als Naturwissenschaftlerin ja so viele Möglichkeiten. Welche konkrete Tätigkeit wird mich in der Industrie erwarten? Und vor allem: Für welches Unternehmen möchte ich arbeiten und wie finde ich das heraus?

Als ich mich letztlich für die Promotion entschied, begann ich trotzdem, mich mit all diesen Fragen zu beschäftigen, um am Ende der Doktorarbeit gezielt in das Berufsleben starten zu können. Das Mentorenprogramm von Roche hat mir entscheidend geholfen, mich beruflich zu orientieren und am Ende in meiner Wunschposition bei einem Top-Arbeitgeber einzusteigen.

Mein Einstieg über das Mentoren-Programm von Roche

Aus der heutigen Perspektive betrachtet, hat mein Weg zu Roche Diagnostics bereits eineinhalb Jahre vor meinem eigentlichen Einstieg als Postdoc begonnen, nämlich mit meiner Aufnahme in das Roche-Mentorenprogramm.

Beim Workshop "BWL für Naturwissenschaftler", zu dem Roche Diagnostics im Februar 2009 rund 20 e-fellows nach Mannheim einlud, lernte ich einige Mentees kennen. Deren interessante Erfahrungsberichte haben mich damals sofort begeistert, sodass ich mich gleich nach dem Workshop an meine Mentee-Bewerbung machte. Besonders attraktiv erschien mir die Möglichkeit, durch das Mentorenprogramm das Unternehmen Roche Diagnostics besser kennenzulernen. Zudem wollte ich herausfinden, in welchem Arbeitsbereich ich mir nach meiner Promotion einen Einstieg vorstellen könnte.

Meine Mentee-Bewerbung richtete ich an Robert Bühn, den Leiter Marketing Services Vertrieb Deutschland. Ein paar Tage nachdem ich die Bewerbung an e-fellows.net gesendet hatte, kontaktierte mich seine Sekretärin, um einen Termin für ein Telefoninterview in der darauffolgenden Woche zu vereinbaren. Das Interview machte seinem Namen alle Ehre, denn knapp eine Stunde lang führte Robert Bühn mit mir ein Vorstellungsgespräch am Telefon. Auch wenn mich einige Fragen beinahe ins Schwitzen gebracht haben, war dies für uns beide eine prima Gelegenheit, uns kennenzulernen und einzuschätzen, ob wir als Mentor-Mentee-Team zusammen arbeiten möchten. Ich hatte gleich ein sehr gutes Gefühl und freute mich deshalb umso mehr über die positive Rückmeldung, dass ich in das Mentoren-Programm aufgenommen wurde.

Der Einstieg hätte kaum besser passen können, denn gut sechs Wochen später fand in Mannheim das Mentoren-Mentee-Treffen mit rund 100 Teilnehmern statt und bereitete mir gleich einen tollen Auftakt: Beim Kick-Off-Workshop traf ich meinen Mentor Robert Bühn zum ersten Mal und während der zweitägigen Veranstaltung hatten wir die Gelegenheit, uns persönlich besser kennenzulernen. Außerdem knüpfte ich Kontakte zu anderen Mentees, mit denen ich mich auch heute noch austausche, und lernte dort auch Beate Brandl, Human Ressource Expert, kennen, die sich mir sogleich als Kontaktperson für das Biotechnologie-Zentrum Penzberg anbot.

Im Gespräch mit meinem Mentor vereinbarten wir im Anschluss an den Workshop Ziele, die wir uns für unsere Zusammenarbeit als Mentor und Mentee bis zum Ende meiner Promotion setzen wollten: Ich wollte zum Beispiel die Unternehmenskultur von Roche erleben und außerdem in verschiedenen Abteilungen hospitieren. Robert Bühn war seinerseits als Betriebswirtschaftler sehr neugierig darauf, meine molekularbiologische Laborarbeit bei einer Hospitation an meiner Promotionsstelle kennenzulernen.

Meine berufliche Orientierung durch Hospitationen und "Shadowings"

Im Laufe eines Jahres hospitierte ich in verschiedenen Abteilungen, zum Beispiel in Marketing & Vertrieb, Clinical Trials sowie in Forschung und Entwicklung (R&D). Beim "Shadowing" war ich mehrere Tage der "Schatten" einer Führungskraft und begleitete diese durch ihren Alltag, zum Beispiel bei Besprechungen oder persönlichen Gesprächen mit ihren Kollegen oder Mitarbeitern.

Dabei erlebte ich die Roche-Unternehmenskultur hautnah: Besonders positiv nahm ich den offenen und respektvollen Umgang miteinander wahr. Außerdem erkannte ich, welche breiten Gestaltungsmöglichkeiten und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten das Unternehmen seinen Mitarbeitern bietet. Beim "Shadowing" hatte ich jedes Mal die Möglichkeit, durch Beobachten und im Gespräch herauszufinden, welche Aufgaben und Tätigkeiten einen Naturwissenschaftler in einer solchen Position erwarten würden.

Dabei hat sich schnell abgezeichnet, dass ich mir einen Einstieg am besten in der Forschung und Entwicklung (R&D) vorstellen kann. Besonders spannend finde ich die vielfältigen Aufgaben, welche die Projektarbeit zum Beispiel zur Entwicklung eines Tests für den klinischen Einsatz mit sich bringt: Denn während man mit einem Fuß für die Testentwicklung im Labor steht, arbeitet man gleichzeitig an einer der Schnittstellen zu den Projektpartnern, wie dem Marketing, der Qualitätskontrolle, der Patentabteilung, der klinischen Prüfabteilung und der Zulassung. Zum erfolgreichen Projektmanagement ist hier neben guter fachlicher Arbeit viel Organisationstalent und Gefühl für die richtige Kommunikation gefragt. Und als ich vergangenen Frühling nach einem spannenden "Shadowing" eben in der Testentwicklung bei Roche Professional Diagnostics am Abend das Werkgelände in Penzberg verließ, war für mich klar: Das möchte ich machen!

Meine Bewerbung als Postdoc

Aufgrund meiner Erfahrungen aus dem Mentoren-Programm war Roche Diagnostics für mich meine erste Wahl für den Berufseinstieg. Deshalb hatte ich mich schon während der Promotion im Online-Bewerbungsportal von Roche, dem "Roche-Talent-Pool", registriert und mein Profil angelegt. Das kann dann von Vertretern der Personalabteilung, aber auch des Fachbereichs eingesehen werden.

Parallel dazu begann ich, auf der Roche-Website nach einer passenden Stellenausschreibung Ausschau zu halten. Und siehe da, knapp zwei Monate nach Abgabe meiner Doktorarbeit stieß ich auf die Ausschreibung, auf die ich gewartet hatte, nämlich die meiner späteren Position als Postdoc in der Gerinnungsdiagnostik. Ich machte mich gleich an das Bewerbungsschreiben und sendete es über den Talent-Pool an Roche. Gleichzeitig informierte ich meinen Mentor über meine Bewerbung.

Die Einladung zum Bewerbertag erhielt ich knapp drei Wochen später und freute mich schon einmal sehr, denn damit war der erste Schritt geschafft. Natürlich war ich nervös, als ich mich ein paar Wochen darauf zum Bewerbertag nach Penzberg aufmachte. Nacheinander hielt jeder von uns sieben Bewerbern einen wissenschaftlichen Vortrag über sein Promotionsthema. Anschließend wurden die Fragen der Zuhörer diskutiert. Sein Promotionsthema anderen nahe zu bringen und bei Fragen Rede und Antwort zu stehen, hatte ja jeder von uns schon während der Doktorarbeit gelernt - ein guter Einstieg also in den Bewerbertag.

Danach führten wir Einzelgespräche mit Vertretern aus der Personal- und der Fachabteilung. Die Atmosphäre war die ganze Zeit über sehr angenehm. Mit einem sehr guten Bauchgefühl verließ ich am frühen Nachmittag das Werkgelände. Aber ich musste gespannt über das Wochenende warten, bis nach einer zweiten Gesprächsrunde in der darauffolgenden Woche endlich die ersehnte Zusage kam. Und das nur ein paar Tage vor meinem Rigorosum. Einen schöneren Abschluss der Promotion hätte es für mich kaum geben können!

Im zweiten Teil ihres Tagebuchs wird Franziska von ihren ersten 100 Tagen bei Roche berichten und erklären, worum es bei der Blutgerinnungsdiagnostik geht.

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