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Technisch anspruchsvolle Aufgaben – und ein bisschen Gemütlichkeit

Praktikum in Kopenhagen für Bosch Rexroth

Quelle: pixabay.com, Witizia

Bosch Rexroth hat sein Leben hyggeliger gemacht und sein Studium bezuschusst - kein Wunder, dass Salih Tetik zum Berufseinstieg gerne wiederkam. Im Junior Managers Program bekommt er nun die Gelegenheit, verschiedene Abteilungen kennenzulernen und auch mal ein Werk von innen zu sehen.

Herr Tetik, Sie haben das Deutschlandstipendium von Bosch Rexroth erhalten – welche Möglichkeiten hatten Sie dadurch?

Das Stipendium hat mir finanziellen Spielraum gegeben – ich musste dadurch neben dem Studium weniger jobben. Die Zeit habe ich genutzt, um mich in einem Jugendverein sozial zu engagieren. Neben dem finanziellen Aspekt war für mich aber der Kontakt zu Bosch Rexroth wichtiger, der sich dadurch ergeben hat. Ich wurde von einer HR-Mitarbeiterin betreut, die mich regelmäßig angerufen und gefragt hat, was meine Karrierewünsche sind. Darauf abgestimmt hat sie mir dann Praktika angeboten. Außerdem konnte ich an Veranstaltungen teilnehmen, zum Beispiel an Werksbesuchen und an einem Basketballspiel.

Außerdem waren Sie für ein Praktikum bei Bosch Rexroth in Dänemark – wie hat sich das ergeben?

Das kam durch den Kontakt über das Deutschlandstipendium zustande. Ich wollte unbedingt ins Ausland während des Studiums, deshalb habe ich meine Ansprechpartnerin bei Bosch Rexroth nach einem Auslandspraktikum gefragt. Sie hat mir dann verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Ich wollte im Projektmanagement arbeiten und konnte mir das passende Praktikum aussuchen. Auch bei den Vorbereitungen für den Aufenthalt in Dänemark bekam ich Unterstützung: Bosch Rexroth hat mir bei den Formalitäten geholfen, eine Wohnung für mich organisiert und sogar einen Teil der Kosten dafür übernommen.

Welche Erfahrungen haben Sie in Dänemark gemacht, sowohl beruflich als auch kulturell?

Ich habe im Büro in Kopenhagen gearbeitet, wie gewünscht im Projektmanagement. Die Arbeitssprache war Englisch. Unsere Kunden haben unter anderem Zementfabriken hergestellt, für die sie Förderanlagen benötigten. Diese hydraulischen Antriebsanlagen mussten jeweils für den speziellen Einsatz beim Kunden dimensioniert und berechnet werden – das habe ich übernommen. Darüber hinaus habe ich Informationen über eine europäische Druckgeräte-Richtlinie recherchiert und interne Standards dazu entworfen. Damit konnten meine Kollegen beurteilen, ob diese Richtlinie ihre Arbeit betrifft und sie Anpassungen vornehmen müssen.

Dänemark hat mir sehr gut gefallen, die gemütliche Lebensweise – hyggelig heißt das dort – ist sehr angenehm. Auch in der Arbeit ging es immer wieder hyggelig zu: Freitags haben wir uns alle zur gemeinsamen Frühstücksrunde getroffen. Außerdem haben wir einmal die Woche zusammen Badminton gespielt. Die Dänen sind sehr sportlich und fahren viel Fahrrad, die Radwege sind dort teilweise breiter als die Straßen für die Autos. Ich habe mir natürlich auch die Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen angesehen: die kleine Meerjungfrau, Nyhavn, den Vergnügungspark Tivoli und die Museen.

Zum Berufseinstieg haben Sie sich dann für das Junior Managers Program von Bosch Rexroth entschieden – warum?

Einerseits haben mich die positiven Erfahrungen aus meinem Praktikum bestärkt, andererseits auch die gute Betreuung während des Deutschlandstipendiums. Kurz vor dem Ende meines Praktikums habe ich mich noch einmal mit meiner Betreuerin unterhalten – sie fragte mich, ob das Junior Managers Program nicht etwas für mich wäre. Das ist vor allem geeignet für Bewerber, die eine Führungslaufbahn einschlagen möchten. Ich habe den normalen Bewerbungsprozess durchlaufen: Telefoninterview, danach Assessment Center. Dort habe ich dann direkt die Zusage bekommen und bin schließlich bei "Mobilelektronik und Systementwicklung" im Bereich "Hydraulik" eingestiegen.

Welche Stationen haben Sie durchlaufen? Konnten Sie mitbestimmen, wo Sie eingesetzt werden?

Das Junior Managers Program dauert 18 bis 24 Monate, in denen man 4 bis 6 Stationen absolviert. Ein Pflichtbestandteil ist der Fertigungsaufenthalt, also die Arbeit in einem Werk. Außerdem findet eine Station im Ausland statt und eine außerhalb des eigenen Bereichs – so ist man breit aufgestellt und lernt Bosch Rexroth gut kennen. Ob man selbst mitbestimmen darf bei den Einsätzen, hängt vom Mentor ab. Meiner bezieht mich in die Planung mit ein.

Meine erste Station war in der Systementwicklung und Simulation – dort habe ich mich erst mal in das Thema Hydraulik eingearbeitet und mich um Simulationsaufgaben für eine neue Hydraulikventil-Generation gekümmert. Anschließend hatte ich meinen Fertigungsaufenthalt und danach habe ich im Produktmanagement gearbeitet. Momentan absolviere ich meinen Auslandsaufenthalt in Italien im Engineering und profitiere hier von dem Vorwissen aus meinem vorherigen Einsatz. Ich bin Ansprechpartner für meine italienischen Kollegen und gebe mein Wissen aus der deutschen Abteilung weiter. Zu diesem Zweck organisiere ich Workshops und Meetings.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit bei Bosch Rexroth?

Das Junior Managers Program ist eine einmalige Gelegenheit, viele verschiedene Bereiche kennenzulernen und die Zusammenhänge zwischen den Abteilungen zu verstehen – das gefällt mir sehr. Außerdem ist die Atmosphäre bei Bosch Rexroth sehr angenehm, der Umgangston freundlich. Sehr gut gefällt mir auch, dass ich gefordert bin und technisch anspruchsvolle Aufgaben bekomme. Außerdem nehme ich als Trainee an verschiedenen Veranstaltungen teil und habe auch ein Seminarbudget, das ich für Trainings nutzen kann.

Was raten Sie Studenten, die gerne Ihr Kollege werden möchten?

Es ist hilfreich, wenn man sehr viel Praxiserfahrung sammelt, dabei sollte man alles mitnehmen, was geht: Praktikum, Hiwi-Stellen, Werkstudenten-Tätigkeit. Lieber ein Praktikum mehr absolvieren als in der Regelstudienzeit bleiben. Außerdem sollte man die Initiative ergreifen und zum Beispiel direkt nach Praktika fragen.

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