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Ohne Ehrenamt kein Stipendium

Wir fördern niemanden ausschließlich wegen seines Ehrenamtes, aber auch niemanden ohne Ehrenamt. Überdurchschnittliche Leistungen und Engagement gehören für uns zur Begabung.

Stefan Burgdörfer

Nicht nur beim e-fellows.net-Stipendium ist außeruniversitäres Engagement ein wichtiges Auswahlkriterium. Noch stärker als bei e-fellows.net zählen bei den Begabtenförderungswerken Dinge wie gesellschaftspolitisches Engagement, soziale Kompetenz und Verantwortung in der Gesellschaft. "Wir nehmen nur Bewerber auf, die beides mitbringen", sagt Stefan Burgdörfer von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). "Wir fördern Begabung, und dazu gehört, in der Gesellschaft aktiv mitzuwirken."

Sehr gute Noten allein machen noch nicht begabt

Die Mischung macht's also – so lautet die Maxime aller Begabtenförderungswerke. "Man kann manchmal den einen Bereich mit dem anderen etwas ausgleichen", sagt Stefan Burgdörfer von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). "Man muss aber auf alle Fälle zeigen, dass man Begabung hat – sowohl auf der Seite der Noten, als auch beim Engagement. Das Gesamtbild der Person gibt den Ausschlag."

Wir achten darauf, dass das soziale Engagement kein Funke ist, der schnell erlischt.

Dr. Arndt Schnöring

Im Ehrenamt für die Führungsposition üben

Begabtenförderungswerke achten darauf, dass die Studenten, die sie unterstützen, nicht nur an der eigenen Karriere basteln. "Wir wollen die Führungskräfte von morgen fördern", sagt Dr. Arndt Schnöring, stellvertretender Generalsekretär der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). "Da ist es auch wichtig, dass unsere Stipendiaten ihre beruflichen Ziele verwirklichen. Aber als Führungsperson muss ich auch Verantwortung für andere übernehmen." Als Chef trägt man für seine Mitarbeiter Verantwortung. Das kann man im Kleinen schon im Ehrenamt für den späteren Job üben. Ein weiterer Grund, warum die Stiftungen Wert auf die soziale Ader ihrer Stipendiaten legen? Sie fördern mit öffentlichen Geldern. "Deswegen soll die Gesellschaft auch wieder etwas zurückbekommen", ergänzt Katrin Dapp, Referentin für Ideelle Förderung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Wir unterstützen mit öffentlichen Geldern, deswegen soll die Gesellschaft auch etwas von unseren Stipendiaten zurückbekommen.

Katrin Dapp

"Welches Ehrenamt die Bewerber mitbringen, ist egal", sagt Schnöring (sdw). "Es ist wichtig, dass sie aktiv sind und das gerne machen. Das kann in einem Verein, einer Partei, einem karitativen Verband oder an der Hochschule sein." Wichtig ist den Stiftungen, dass du Verantwortung übernimmst. "Das Engagement muss deutlich mehr sein als ein Hobby", erklärt Burgdörfer. "Es reicht nicht, im Turnverein zu sein. Wenn man dort aber ehrenamtlich eine Gruppe trainiert, dann engagiert man sich."

Mit anpacken – egal ob im Kleinen oder Großen

"Wenn man sich in der Nachbarschaftshilfe engagiert, bei der Hausaufgabenbetreuung in einer Schule hilft oder für Kinder mit Migrationshintergrund Deutschunterricht gibt – das alles zählt genauso wie ein Amt bei größeren Organisationen", erklärt Dapp (FES).

Auf kontinuierliches Engagement kommt es an

Aber du solltest das auf alle Fälle regelmäßig tun. Die Begabtenförderungswerke wollen Einsatz sehen. Wenn man erst einmal Stipendiat ist, steht man in intensivem Kontakt mit den Betreuern der Stiftungen. Sie behalten auch die ehrenamtliche Aktivität ihrer Schützlinge im Auge. Wenn das Engagement nachlässt, fragen die Betreuer kritisch nach und machen Vorschläge, wie man wieder aktiver werden kann.

Viele kleine Ehrenämter führen auch zum Ziel

Du musst nicht Mutter Teresa Konkurrenz machen, damit du in die Förderung aufgenommen wirst. Vielmehr sind es mehrere kleine Aufgaben, wie Schülersprecher oder ein Vorstandsposten in einem Verein mit denen du zeigst, dass du Verantwortung tragen kannst. Vielleicht erscheinen dir diese Dinge selbstverständlich. Menschen, die wirklich in ihrem Ehrenamt aufgehen, sehen dieses nicht als Arbeit und heben das in ihrem Lebenslauf nicht unbedingt hervor. Bevor du dich für ein Stipendium bewirbst, solltest du also überlegen, was du unentgeltlich für andere machst. Das gehört dann in den Lebenslauf.

Schaumschläger gehen unter

Aber Vorsicht: "Man sollte sein Engagement auf keinen Fall künstlich aufblasen. Denn dieser Ballon platzt sehr schnell", warnt Stefan Burgdörfer. Und damit auch der Traum vom Stipendium. Wer nur ein Ehrenamt übernimmt, um an eine Förderung zu kommen, fliegt meistens auf. Die erfahrenen Jurys der Begabtenförderungswerke durchschauen Schaumschläger recht schnell. "In den persönlichen Gesprächen fallen die Masken", sagt Katrin Dapp. "Wer nicht mit vollem Einsatz dabei ist, der kann nicht überzeugend erklären, was ihm an seinem Engagement Spaß macht." 

Ehrenamt ein Leben lang

Die Stipendiaten der Werke sind gut vernetzt. Sie bringen auch gemeinsam neue Projekte auf den Weg. Und das tun sie meist auch noch, wenn sie aus der Förderung ausscheiden. Fast jede Stiftung hat ein Netzwerk an Ehemaligen. Und durch ihr Engagement bekommen die Begabtenförderungswerke auch etwas zurück. Trotz der hochrangigen Jobs, die viele haben, veranstalten sie Seminare für Stipendiaten oder machen bei Mentorenprogrammen mit. Und daran erkennen die Stiftungen, dass sie die Richtigen ausgewählt haben und ihnen etwas Wichtiges mitgeben konnten: Geben ist genauso wichtig wie nehmen.

Zwar zählt beim e-fellows.net-Stipendium immer das "Gesamtpaket" des Bewerbers. Dabei musst du mit deinen Zeugnissen vor allem deine überdurchschnittlichen Leistungen unter Beweis stellen. Aber auch dein Engagement außerhalb der Uni schaut sich die Stipendiatenbetreuung von e-fellows.net genau an.

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