Partner von:

Was Studis in Corona-Zeiten erwarten

Frau Laptop SItzend Nachdenkend [Quelle: Unsplash.com, Autor: Magnet.me]

Quelle: Unsplash.com, Magnet.me

Keine Berufschancen wegen Corona? Viele Studenten müssen gerade ihre Karrierepläne ändern – so das Ergebnis einer Umfrage. Eine Fachgruppe blickt jedoch optimistisch in die Zukunft.

Corona und der erneute Lockdown (light) sorgen weiterhin für trübe Stimmung – auch unter Akademikern. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfung Ernst & Young unter 2.000 Studenten hat ein Viertel die Berufspläne geändert. Ein Fünftel der befragten Studenten verschiebt sogar den Einstieg ins Berufsleben.  

Die Folge der Pandemie: Studenten legen mehr Wert auf Sicherheit als zuvor. Fünf Prozent der Befragten planen nicht mehr, sich nach dem Abschluss selbstständig zu machen. Statt jetzt in den Jobmarkt zu drängen, wollen viele Studenten lieber länger zu studieren oder die Zeit anderweitig überbrücken. 

Eine Fachgruppe blickt jedoch optimistisch in die Zukunft: Vor allem Medizinstudenten sehen die Pandemie als berufliche Chance. Die Hälfte der befragten Mediziner beurteilt die eigene Situation positiver als vor Corona. 67 Prozent gehen davon aus, nach ihrem Abschluss zügig eine Anstellung zu finden. Während der Pandemie sind medizinische Arbeitskräfte besonders gefragt.

Corona verändert auch die Ansprüche der Studenten an zukünftige Arbeitgeber. 67 Prozent geben Jobsicherheit als wichtigstes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl an. Auf Platz zwei und drei folgen ein gutes Gehalt und die Vereinbarkeit von Job und Familie.

Umfrage Kriterien bei Arbeitgeberwahl Säulendiagramm [Quelle: EY-Umfrage, Autor: e-fellows.net]

Wie wirkt sich Corona auf die Gehaltsvorstellungen der Studenten aus? Medizinstudenten rechnen am großzügigsten, sie erwarten ein Einstiegsgehalt von 54.700 Euro brutto. Mit einigem Abstand folgen Juristen (45.200 Euro brutto) sowie Ingenieure und Informatiker (43.300 Euro). Das Schlusslicht bilden Kultur- und Geisteswissenschaftler mit einem erwarteten Einstiegsgehalt rund 31.000 Euro.

Diagramm Statistik Zufriedenheit von Studenten [Quelle: EY Umfrage, Autor: e-fellows.net]

Kaum verwunderlich, dass sich Corona auch auf die allgemeine Zufriedenheit auswirkt. Im Vergleich zu 2018 und 2019 fällt das Ergebnis in diesem Jahr deutlich negativer aus. Waren 2019 noch 34 Prozent sehr zufrieden mit ihrer Situation, sind es jetzt lediglich 18 Prozent. Unzufrieden sind im Corona-Jahr 2020 dagegen 20 Prozent der Befragten.

Eine weiteres Ergebnis der Umfrage: Für die Befragten zählen zunehmend andere Werte. An Stelle des Gehalts wird für viele das private Wohlempfinden wichtiger. Nur noch rund 33 Prozent legen den Fokus auf einen hoher Lebensstandard und ein hohes Gehalt. 70 Prozent messen hingegen der Familie die höchste Bedeutung bei, 62 Prozent nennen Freunde und das soziale Umfeld. Gut möglich, dass sich dieser Trend verstärkt, wenn sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessert.

nach oben

Du hast eine zündende Idee für einen Artikel auf e-fellows.net? Schreib für uns als Gastautor. Wir freuen uns auf deine Beiträge!

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren