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Karrieren, die früh begannen

Ob Softwareunternehmer, Wissenschaftler, Geiger, Musikmanager oder Zauberer - erfolgreiche Karrieren begannen häufig in der Jugend:

Bill Gates

Bereits mit 13 programmierte Gates im Schulkurs einen Stundenplan - und kassierte einen Tadel, weil das Computerterminal abstürzte. Mit 14 gründete er eine Firma, die Software für Verkehrszählungen verkaufte. Schon im ersten Geschäftsjahr nahm er damit 20.000 Dollar ein.

Steve Jobs

In einem Nebenjob bei Hewlett-Packard lernte Jobs Steve Wozniak kennen. 1974 entwickelte er zunächst Videospiele, das Honorar nutzte er für eine Reise. Zurück in den USA, bastelte er mit Wozniak einen Computer für den Privatgebrauch. So entstand 1976 Apple Computer.

Oliver Samwer

Mit 23 verbrachte er ein Auslandssemester in Chile, wo er aus Bolivien indianische Pantoffeln exportierte. 1999 gründete er mit seinen Brüdern Marc und Alexander das Online-Auktionshaus Alando, das wenige Monate später für 50 Millionen Euro von Ebay gekauft wurde.

Peter Ruzicka

Bereits im Alter von 15 Jahren wurde der heutige Intendant der Münchener Biennale an einem Konservatorium in Klavier, Oboe und Komposition ausgebildet. Nach dem Abitur studierte er Jura in Berlin, sein Geld verdiente er sich als Komponist, Dirigent und Schriftsteller.

Lars Windhorst

Mit 14 führte Windhorst einen Handel mit Computerteilen, der damals noch auf seinen Vater lief. Zwei Jahre später verließ er die Schule, seine 100 Angestellten setzten damals 80 Millionen Mark um. Nach mehreren Insolvenzen ist Windhorst heute als Finanzinvestor tätig.

Andreas Schleicher

Sein Grundschullehrer fand, dass Schleicher für das Gymnasium ungeeignet sei. Von wegen: Für eine Arbeit über computerisierte Spracherkennung gewann er "Jugend forscht", das Abitur machte er mit 1,0. 1995 konzipierte der Bildungsforscher den berühmten Pisa-Test.

Andreas Langenscheidt

Der Verlegersohn bewies schon als Schüler unternehmerisches Geschick, als er eine Firma zur Vermietung von Licht- und Tontechnik gründete. Diese Erfahrungen konnte er brauchen, als sein Vater ihn nach dem Studium in die USA schickte, um das Verlagsgeschäft aufzubauen.

Shai Agassi

Als Schüler belegte er Kurse an der Universität von Tel Aviv, mit 22 Jahren gründete er IT-Unternehmen. Eines verkaufte Agassi für 400 Millionen US-Dollar an SAP, woraufhin er als 34-Jähriger 2002 in den Vorstand einzog. Heute produziert er Batteriewechselstationen für Elektroautos.

David Garrett

Der Geiger bestreitet bereits seine zweite Karriere. Seine erste begann im Alter von 13, als er die ersten CDs einspielte und einen Plattenvertrag bekam. Mit 19 verschwand er von der Bildfläche. Mühsam spielte er sich über kleine Auftritte wieder zurück ins Rampenlicht.

David Copperfield

Unter dem Namen "Davino, der Zauberjunge" verdiente sich das Kind russischer Einwanderer als Elfjähriger sein Taschengeld. Ein Jahr später wurde er bereits in die Gesellschaft amerikanischer Magier aufgenommen. Als Student bekam er die Hauptrolle in einem Musical in Chicago.

Tim Renner

Als Gymnasiast organisierte Renner Tourneen und verlegte ein Magazin. Bei der Plattenfirma Polydor machte er als 21-Jähriger ein Praktikum - und blieb. Im Alter von 25 leitete er dort eine Abteilung, mit 36 wurde er Deutschland-Chef von Universal Music und 800 Mitarbeitern.

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Kommentar (1)

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  1. Anonym

    Abiturnote

    ist das "valideste" Einzelindiz. Keiner hätte das vermutet. Was soll es den sonst sein ? Das Abitur muss man ja zwangsläufig machen, sprich es gibt sonst keine andere Bewertung, die so viele potenzielle Studenten durchlaufen müssen. Ansonsten kann man sich die Beispiele dafür im Text glatt sparen. Es gibt auch genügend Gegenbeispiele. Ansonsten kann man dazu auch nur sagen, dass die Abiturnote die Beste der schlechtesten Indize für den Studienerfolg ist.

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