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Aufenthaltsbewilligung

Der Arbeitsvertrag für deine Traumstelle ist unterschrieben, es geht also in die Schweiz. Zur Einreise benötigst du als EU-Bürger lediglich einen gültigen Pass; ein Visum musst du zum Arbeiten in der Schweiz nicht beantragen. Die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für Staatsbürger aus Nicht-EU-Ländern hängen vom Abkommen zwischen der Schweiz und dem jeweiligen Land ab. Oft genügt ein Visum, in manchen Fällen musst du noch zusätzliche Dokumente vorlegen, damit Einreise und Aufenthalt gewährt werden. Welche Regelungen für Nicht-EU-Bürger im Einzelnen gelten, kannst du auf der Homepage des Schweizer Staatssekretariats für Migration nachlesen.

Einreisende müssen sich innerhalb von 14 Tagen (aber noch vor Antritt der Arbeitsstelle) bei ihrer Schweizer Wohngemeinde anmelden und dort eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Diese dokumentiert nicht nur, dass du dich legal im Land aufhältst, sondern beeinflusst auch, wann du wie viele Steuern zahlen musst.

Die Art und Dauer deiner Aufenthaltsbewilligung hängt von deiner Arbeitsstelle ab:

  • Arbeitsverhältnis < drei Monate: keine Aufenthaltsbewilligung nötig
  • Arbeitsverhältnis < ein Jahr: Kurzaufenthalter, Bewilligung für die Dauer des Arbeitsvertrages
  • Arbeitsverhältnis > ein Jahr: Aufenthalter, Bewilligung für fünf Jahre
  • Die Aufenthaltsbewilligung kann verlängert werden, indem du einen neuen Arbeitsvertrag vorlegst.
  • Eine unbefristete Niederlassungsbewilligung (Bewilligung C) kann nach fünf Jahren Aufenthalt in der Schweiz beantragt werden.

Wenn du mindestens zwölf Jahre in der Schweiz gelebt hast, kannst du ein Einbürgerungsgesuch einreichen, um die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erhalten. Du musst auch hier besonders auf die Bestimmungen deines Kantons und deiner Gemeinde achten. Vom Bund bekommst du nach Prüfung deines Antrags nur das generelle "grüne Licht" zum Erwerb des Bürgerrechts. Kantone und Gemeinden haben jeweils ihre eigenen Wohnsitz- und Eignungsvoraussetzungen. Im Kanton St. Gallen musst du zum Beispiel mindestens acht Jahre im Kanton gewohnt haben, im Kanton Zürich hingegen reichen zwei Jahre ununterbrochener Wohnsitz in der Einbürgerungsgemeinde.

Das erwartet dich in der Schweiz

Arbeiten in der Schweiz, wohnen in Deutschland

Es ist möglich, in der Schweiz zu arbeiten, aber seinen Wohnsitz in Deutschland zu behalten. Für Grenzgänger gibt es gesonderte Regelungen:

  • Als Bürger eines EU-25-Landes darfst du in der Schweiz arbeiten.
  • Du musst mindestens einmal in der Woche an deinen Wohnort außerhalb der Schweiz zurückkehren.
  • Arbeitest du länger als drei Monate in der Schweiz, musst du einen Antrag auf Grenzgängerbewilligung bei der Migrationsbehörde deines Arbeitsorts stellen.
  • Gilt dein Arbeitsvertrag für mindestens ein Jahr, erhältst du eine Grenzgängerbewilligung für fünf Jahre. Die Bewilligung kann jeweils um fünf Jahre verlängert werden, solange du die entsprechenden Voraussetzungen erfüllst.
  • Du kannst für deine Arbeitstätigkeit in der Schweiz eine Zweitwohnung erwerben.
  • Wenn du unter der Woche in der Schweiz wohnst, musst du dich bei deiner Wohngemeinde anmelden.
  • Solltest du arbeitslos werden, beziehst du dein Arbeitslosengeld vom Land deines Wohnortes und nach den dortigen Regelungen.
  • Steuern bezahlst du nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und dem Land deines Wohnortes. Genaue Informationen findest du auf der Hompage der Eidgenössischen Steuerverwaltung.
  • Sofern du deine Erwerbstätigkeit in der Schweiz als Ausländer ohne Bewilligung C ausübst, wird dir auch als Grenzgänger monatlich die Quellensteuer vom Lohn abgezogen.
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In unserer Buchreihe erscheinen jedes Jahr Karriere- und Studienratgeber, zum Beispiel zum LL.M., Einstieg ins Consulting, Trainee oder Jobeinstieg als Jurist. Stipendiaten erhalten die Print-Ausgaben frei Haus.

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