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Was gehört in den Lebenslauf?

Schreiben Bewerbung unterschreiben Unterschrift (Quelle: freeimages.com, kristja)

Quelle: freeimages.com, kristja

Was man erwähnen sollte und was lieber nicht

Muss rein

Überschriften: Um den Lebenslauf zu gliedern, bildet man am besten Themenblöcke. Als Rubriken bieten sich an: "Persönliche Daten", "Ausbildung", "Praxiserfahrung" und "Engagement".

Persönliche Daten: Vor allem Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Bei Studiengängen im Ausland die Telefonnummer immer mit der deutschen Vorwahl +49 angeben.

Korrekte Zeitangaben: Für die Zeit am Gymnasium reicht die Angabe in Jahren, also zum Beispiel "2003 bis 2012". Geht es um kürzere Zeitspannen wie etwa bei Praktika, wird der Monat in Zahlenform notiert, also "02/2015 bis 04/2015".

Studienleistungen: Diese sind für die Masterbewerbung am wichtigsten, also die Bachelorergebnisse ausführlich präsentieren. Studienschwerpunkte mit Spiegelstrichen auflisten und die bisherige Durchschnittsnote nennen.

Praktikum: Wichtig ist nicht nur, wo man war und wie lange, sondern auch, was man dort gemacht hat. Deshalb bei jedem Praktikum die drei wichtigsten Leistungen aufzählen.

Engagement: Unter dieser Überschrift kann man sportliche oder künstlerische Erfolge aufzählen, aber auch Stipendien, die Arbeit in der Fachschaft oder Ehrenämter.

Fremdsprachen: Auf jeden Fall alle Kenntnisse nennen und auch, wie gut diese sind. Verweise auf Sprachtests sind ideal. Ansonsten schreiben: Grundkenntnisse, gute oder sehr gute Kenntnisse. Nicht übertreiben, aber auch nicht untertreiben.

Unterschrift: Den Lebenslauf muss man immer unterschreiben, den Namen aber nicht noch einmal unter die Unterschrift drucken.

Kann rein

Foto: Ein Bild muss man nicht beilegen, besser ist es trotzdem. Beim Fototermin sollte man gepflegt aussehen und sich in seiner Kleidung wohlfühlen. Es lohnt sich, das Bild von einem guten Fotografen machen zu lassen. Wer sparen will oder muss, sollte trotzdem keine Passbilder aus dem Automaten nehmen, sondern sich von einem Freund mit Spiegelreflexkamera vor einem neutralen Hintergrund fotografieren lassen. Formatvorschriften gibt es nicht. Das Passfotoformat ist klassisch, querformatige Bilder sind moderner. Wichtig ist es, bei Bewerbungen per Post das Foto auf der Rückseite mit Namen zu beschriften, falls es sich versehentlich vom Lebenslauf löst.

Gefettete Textstellen: Rubriken-Titel und sehr wichtige Passagen wie die Bachelorabschlussnote kann man fetten, mehr aber nicht. Wer unbedingt mag, kann statt Fettdruck auch farblich markieren, allerdings besser mit einer matten, nicht mit einer knalligen Farbe.

Abitur-Note: Sollte man nennen, wenn sie aber schlechter war als 2,5, kann man sie weglassen und nur "Abitur am Reismann-Gymnasium in Paderborn" schreiben.

Hobbys: Eine Zeit lang hielt man Hobbys bewusst aus dem Lebenslauf heraus oder führte sie nur auf, wenn sie zum Studiengang passten. Mittlerweile ist es wieder üblich, wenn man sich als Bewerber auch persönlich vorstellt, weil viele Bewerbungen inhaltlich ähnlich klingen und Hobbys einen von den anderen Bewerbern unterscheiden können – sofern sie interessant sind. Das gilt zum Beispiel für Curling, Kontrabass im Orchester spielen oder Kurzfilme drehen. "Musik, Lesen, Fußball" kann man auslassen.

Weglassen

Vorlagen: Vordrucke aus dem Netz ignorieren, selbst gestalten ist schöner und individueller.

Ganze Sätze: Nie ausformulierte Sätze schreiben, immer Stichpunkte.

Verschnörkelte Schriftarten: Die Standardschriften Times New Roman und Arial sind in Ordnung, wirken aber etwas abgenutzt. Cambria und Calibri sind eine bessere Wahl: modern, seriös und gut zu lesen. Die Schriftgröße sollte nicht kleiner als 10 Punkt und nicht größer als 12 Punkt sein.

Extravagantes Layout: Keine Spielereien im Layout wie farbige Rahmen, Unterstreichungen oder gar Grafiken. Das wirkt schnell selbstverliebt oder so, als wolle man vom Inhalt ablenken.

Grundschulzeit: Sie interessiert nur noch, wenn man sie beispielsweise in Südafrika erlebt hat. Ansonsten kann man sie weglassen. Auch die Religionszugehörigkeit sollte man nur dann angeben, wenn sie etwas mit dem Studium zu tun hat.

Lücken: Nicht vertuschen, lieber selbstbewusst dazu stehen, was man gemacht hat. Wer ehrlich ist und schreibt, dass er nach dem Auslandssemester noch drei Monate mit dem Rucksack durch Australien gezogen ist und auf einer Avocado-Farm gearbeitet hat, kann sogar positiv auffallen.

Reisen: Kürzere Urlaubsreisen gehören nicht in den Lebenslauf. Einzig wenn der Masterstudiengang im Ausland oder fremdsprachig ist, kann man passende Reisen auflisten.

Lustige E-Mail-Adresse: Jeder sollte eine seriöse Mailadresse mit seinem Vor- und Nachnamen angeben. dreizweieinsheinz@supermail.com oder Ähnliches gehört in keinen Lebenslauf.

© ZEIT ONLINE ( Zur Orginal-Version des Artikels)

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