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Der Siegeszug von Robotern, Drohnen und Smartphones.

Die großen Augen auf dem Bildschirm erinnern an ein Baby, der rundliche Körper darunter ähnelt einem Staubsauger: Der Roboter Buddy soll dem modernen Menschen das Leben im vernetzten Zuhause erleichtern. Mit seiner Kamera erkennt er Familienmitglieder, spricht mit ihnen und ermöglicht Videokonferenzen, mit seinen Sensoren entdeckt er Feuer und Rohrbrüche. Und weil er Räder hat, kann er morgens zum Bett kommen und seine Menschen wecken. Übrigens auch mit deutscher Sprachausgabe.

Der Roboter der Firma Blue Frog Robotics ist ab diesem Mittwoch auf der CES in Las Vegas zu sehen – und er steht stellvertretend für das, was die große Elektronikmesse ausmacht: die Vernetzung aller Lebensbereiche, aber auch einen unbekümmerten Technikoptimismus – jenseits von Bedenken hinsichtlich Datenschutz oder der Sicherheit der Informationstechnik (IT). Buddy zeigt zudem, dass neben Fernsehern und Musikanlagen Technologie aller Art in den Mittelpunkt rückt, von Robotern und Drohnen über Smartphones und Wearables bis hin zum Auto. Dass die Botschaft in aller Welt gehört wird, ist sicher: Mehr als 170 000 Besucher dürften kommen, davon 50 000 aus dem Ausland. Das Scheinwerferlicht fiel schon in den vergangenen Jahren nicht nur auf Displays von Smartphones und Fernsehern, sondern auch auf Motorhauben. Autohersteller und Zulieferer nutzen die Technikshow, um ihre Neuigkeiten in Sachen Elektromobilität und autonomes Fahren vorzuführen. So wird VW-Markenchef Herbert Diess in einem der viel beachteten Eröffnungsvorträge die Studie eines neuen Stromautos zeigen. Da auch BMW, Mercedes und Ford sowie Bosch und Continental kommen, ist die CES eine halbe Automesse. Ein großer Trend ist auch Virtual Reality.

Trotz dieser Entwicklung spielen Fernseher auf der CES immer noch eine große Rolle – schon weil die Vorführfilme überall an den Ständen flimmern. In diesem Jahr dürften die Hersteller versuchen, eine neue verkaufsfördernde Abkürzung zu etablieren: HDR, kurz für High Dynamic Range, soll mit stärkeren Kontrasten das Bild verbessern. Ähnlich wie beim neuen, besonders scharfen Format Ultra-HD dürfte es anfangs aber noch an geeigneten Filmen mangeln. Ein neuer Standard, zu dem führende Hersteller Details nennen wollen, könnte die Entwicklung beschleunigen. Samsung will den Fernseher zudem als Zentrale für das vernetzte Zuhause etablieren – mithilfe der zugekauften Technik von Smart-Things sollen sich beispielsweise Überwachungskameras steuern lassen. Der Bildschirm im Wohnzimmer ist schließlich das meistgenutzte stationäre Elektronikgerät. Der koreanische Konzern wird außerdem einen Kühlschrank mit riesigem Touchscreen vorstellen. Auch Bosch will sich im Smart Home unentbehrlich machen – der deutsche Konzern hat eigens eine Tochterfirma für dieses Zukunftsgeschäft gegründet.

Apple lässt Messen wie die CES aus. Der Konzern hat aber mit seiner AppleWatch im vergangenen Jahr tragbare Technologie – im Fachjargon Wearables – in die Schlagzeilen gebracht. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht: Fitbit, Marktführer bei Fitness-Messgeräten, wird ebenso neue Modelle zeigen wie der französische Konkurrent Withings. Die Hersteller dürften einerseits an neuen Funktionen arbeiten – etwa Sensoren, die Stress erkennen –, andererseits am Design. Alles, was man am Körper trägt, ist schließlich ein Accessoire. Die CES hat sich zu einem Who’s who wichtiger Branchen entwickelt: Technologie, Medien, Gesundheitswesen und Autoindustrie.

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