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Das ist auch wichtig!

Berufswahl, Studienwahl, Orientierung, Kompass [Quelle: unsplash.com, Autor: Kendall Lane]

Quelle: unsplash.com, Kendall Lane

Wenn du dich für einen Beruf oder eine Arbeitsstelle entscheiden musst, sind Gehalt und Aufgabe nicht alles. Diese Fragen sollte man sich ebenso stellen.

Wann muss ich ran?

Die meisten Bürojobs beginnen zwischen sieben und neun Uhr – mit Gleitzeit etwas früher oder später. Im Kreativbereich geht es eher gegen zehn Uhr los, dafür ist oft erst Schluss, wenn andere zu Hause schon die Füße hochlegen. Naht eine Deadline, schlägt man sich auch mal die Nacht um die Ohren. Als Arzt, Sozialarbeiter oder in der Kultur- und Tourismusbranche gibt es Schichtdienst – auch am Wochenende. Hat man Kollegen im Ausland, liegen Telefonkonferenzen mit ihnen auch mal in der Freizeit.

Wo arbeite ich?

Großraumbüro oder eigenes Reich, Betonburg oder Glaspalast – nicht nur, woran man arbeitet, auch wo man arbeitet, kann fürs Wohlfühlen wichtig sein. Ebenfalls wichtig: Wie sieht es draußen aus? Gibt es im Umkreis eine Auswahl an Restaurants, ist da nur ein einsamer Imbiss, oder bleibt allein die Kantine? Der Job beginnt eigentlich schon beim Losgehen. Bei langen oder umständlichen Anfahrtswegen sollte man deshalb von Anfang an ehrlich mit sich sein und sich fragen: Wird mir das bald zu viel?

Wie frei bin ich?

"Eigenständig" soll der akademische Nachwuchs sein und "proaktiv", so die Prosa der Stellenanzeigen, dafür versprechen die Unternehmen Raum zur "Entfaltung Ihrer Talente". Im Alltag kann das trotz Hierarchieabbau und Projektarbeit sehr unterschiedlich aussehen. Manche Chefs erkundigen sich nur kurz nach dem aktuellen Projektfortschritt, andere geben jeden Schritt vor. Manchmal ist der persönliche Entscheidungsspielraum deshalb groß, während anderswo selbst kleine Entscheidungen für Monate in komplizierten Genehmigungsprozessen versacken. Auf die zeitliche Freiheit sollte man ebenfalls achten: Muss man jeden Gang zum Bäcker erklären, oder zählt vor allem das Ergebnis?

Wie viele sind wir?

Große Konzerne sind klar strukturiert, bieten Weiterbildungen und Seminare an und haben große Personalabteilungen, die sich um die Mitarbeiter kümmern. Bei kleineren Unternehmen bekommt man häufig in kürzerer Zeit ein größeres Aufgabengebiet und mehr Verantwortung übertragen. Was einem eher liegt, ist eine Typfrage. Die Unternehmensgröße hat auch einen Einfluss aufs Gehalt. Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern zahlen Einsteigern laut Gehalt.de im Schnitt rund 57.000 Euro, Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern nur 42.000 Euro.

Komm ich mal raus?

Manche hoffen darauf, andere fürchten sie: Dienstreisen. Nicht nur große Konzerne agieren international, auch viele Mittelständler exportieren weltweit und produzieren teilweise im Ausland. Wie oft und wohin man als Mitarbeiter unterwegs wäre, kann man aber schon im Vorfeld herausfinden: Auf der Firmenwebseite steht, welche Standorte es im In- und Ausland gibt, im Vorstellungsgespräch kann man nach den Dienstreisen fragen. Wem ein Auslandseinsatz wichtig ist, der sollte es deutlich signalisieren.

© ZEIT Online (Zur Original-Version des Artikels)

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