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Mehr Geld, weniger Schnickschnack

Smiley, glücklich, zufrieden, happy (© lculig - Fotolia.com)

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Betriebssport? Kostenloses Mineralwasser? Viele Arbeitgeber glauben, mit solcherlei Schnickschnack punkten zu können. Weit gefehlt! Bessere Arbeitszeiten, mehr Freizeit und mehr Geld sind gewünscht - auch von der angeblich so wohlfühl-süchtigen Generation Y.

Der Arbeitnehmergeneration unter 30 sei ein hohes Gehalt nicht mehr so wichtig, so hört man überall. Statt dessen zählen für die so genannte Generation Y angeblich die weichen Kriterien - Wohlfühlfaktor über alles. Doch es gibt mittlerweile durchaus auch Studien, die gegen den Trend gehen. So zum Beispiel die neueste, bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Direktversicherers Hannoversche, deren Ergebnisse FAZ.NET vorab vorliegen: 45 Prozent der 18 bis 29 Jahre alten Befragten wünschen sich demnach ein überdurchschnittliches Gehalt von ihrem Arbeitgeber, um sich wirklich wohl zu fühlen; über alle Altersgruppen hinweg sagen das nur 41 Prozent. Insgesamt steht das Gehalt für die deutschen Arbeitnehmer an dritter Stelle auf der Prioritätenliste, hinter flexiblen Arbeitszeiten und der guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Anspruch und Wirklichkeit

Die Arbeitgeber in Deutschland hinken diesen Ansprüchen aber weit hinterher. So wünschen sich 44 Prozent der berufstätigen Erwachsenen eine gute Work-Life-Balance – aber nur 31 Prozent geben an, dass ihr Arbeitgeber diese wirklich bietet. Ähnlich verhält es sich mit den anderen beiden wichtigen Punkten, den flexiblen Arbeitszeiten und dem überdurchschnittlichen Gehalt: 53 Prozent wollen flexible Arbeitszeiten, nur 46 Prozent sagen, dass ihr Arbeitgeber ihnen die nötige Flexibilität gewährt. Am weitesten klaffen Wunsch und Wirklichkeit beim Thema Gehalt auseinander: 41 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich ein höheres als das branchenübliche Gehalt wünschen, doch nur 16 Prozent geben an, eine solch überdurchschnittliche Bezahlung tatsächlich zu bekommen.

Gehalt vor Gesundheit

Da verwundert es schon fast, dass die meisten Arbeitnehmer im Großen und Ganzen ihren Unternehmen unter dem Strich noch ein gutes Zeugnis ausstellen: 83 Prozent aller Befragten gaben an, sich wohl oder sogar sehr wohl zu fühlen. Denn nicht nur bei den Top-Prioritäten der Arbeitnehmer klaffen Wunsch und Wirklichkeit auseinander; die Arbeitgeber gewähren zudem auch noch allerlei Extras, die nur wenige ihrer Beschäftigten wirklich haben wollen. Gesundes Essen in der Kantine, kostenloses Mineralwasser oder Betriebssport sind solche Beispiele; offensichtlich legen die Arbeitnehmer auf die Gesundheit dann doch nicht einen solch hohen Wert, wie manche Chefetage annehmen mag.

Besonders auffällig ist der Abstand beim Betriebssport: Er wird 13 Prozent der Berufstätigen angeboten – aber nur drei Prozent wissen ihn zu schätzen. Auch Fahrkostenzuschüsse werden häufiger angeboten als nachgefragt. Punkten könnten die Arbeitgeber mit etwas mehr Urlaub als bisher üblich: Den wünschen sich 22 Prozent der Arbeitenden, nur jeder Zehnte erhält ihn aber auch tatsächlich.

Die Wünsche der Deutschen an den Traum-Arbeitgeber

Angaben der Befragten in Prozent (Mehrfachnennungen waren möglich)

Arbeitnehmer-Zufriedenheit [Quelle: Hannoversche Leben]

© Hannoversche Leben

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