Partner von:

Informatik - was ist das eigentlich?

Informatik ist die Wissenschaft, die sich mit Computern und ihrer Anwendung beschäftigt. Hierbei geht es insbesondere um die systematische, automatisierte Verarbeitung von Informationen. Die Informatik teilt sich in Disziplinen Theoretische Informatik, Praktische Informatik und Technische Informatik. Sie findet Anwendung in verschiedenen Fachbereichen, etwa Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik oder Medizininformatik.

Informatik studieren

Informatik kann man in Deutschland an Universitäten, Fachhochschulen und an der Dualen Hochschule studieren, die mehrere Standorte hat.

Der erste akademische Abschluss im Informatikstudium ist der Bachelor of Science. Er wird in der Regel nach sechs bis acht Semestern vergeben und berechtigt dazu, ein Masterstudium in Informatik oder einem anderen Studienfach zu absolvieren. Seit der Bologna-Reform gilt der Bachelor als Regelabschluss.

Aufbauend auf einen Bachelor-Abschluss kann man einen Master in Informatik machen. Dieser dauert in der Regel vier Semester, in seltenen Fällen auch zwei Semester.

Allerdings ist Master nicht gleich Master. Neben der Unterscheidung nach der Art des Master-Programms (auf den Bachelor aufbauend oder nicht) kann man noch zwischen theoretischen oder anwendungsorientierten Studiengängen entscheiden. Hier setzen die Hochschulen unterschiedliche Schwerpunkte.      

Wer sich in einem Teilgebiet der Informatik spezialisieren möchte und besonderes Interesse an der Forschung  hat, kann nach dem Masterabschluss in Informatik die Promotion anschließen.

Das Promotionsverfahren endet je nach Schwerpunkt mit einem Doktorgrad in Naturwissenschaften (Dr. rer. Nat.) oder einem Doktorgrad in Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.).

Die Promotion ist Voraussetzung für eine wissenschaftliche Karriere. Aber auch in der Wirtschaft kann sich der Doktortitel lohnen, zumal das Einstiegsgehalt oft deutlich höher ausfällt als ohne Doktortitel.

Kostenlose Datenbanken, Zeitungen und Zeitschriften wie DIE ZEIT, Tagesspiegel und Wirtschaftswoche, Events und Job-Angebote: Für Informatik-Studenten lohnt es sich, sich für das e-fellows.net-Stipendium zu bewerben. Hier findest du unsere Angebote für Informatiker im Überblick.

IT-Experten sind in nahezu allen Branchen gefragt. In unserer Jobbörse findest du Praktika und Job-Angebote für Informatiker.

Informatik-Studium und Beruf

Die Zahl der Informatik-Studenten nimmt zu. Im Jahr 2014 haben 34.300 Studenten ein Informatik-Studium begonnen. Das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Erstsemester um 1,9 Prozent gesunken. Nach Einschätzung der Gesellschaft für Informatik gibt es aber immer noch zu wenig IT-Nachwuchs. Die Unternehmen jedenfalls haben einen wachsenden Bedarf an Informatikern und Computerspezialisten. Die Job-Chancen für Informatiker sind also hervorragend. 

Bachelor, Master und Promotion in Informatik

Formal gesehen unterscheidet sich das Informatik-Studium nicht von anderen Studiengängen in Zeiten von Bologna. Auch hier gilt die „Dreigliedrigkeit“ von Bachelor, Master und Promotion. Der Bachelor dauert in der Regel sechs Semester. Mit Auslandsstationen oder längeren Praktika kann man auch acht Semester benötigen. Im Anschluss an den Bachelor kann man einen Master in Informatik studieren, der meist vier Semester dauert und die Möglichkeit zur weiteren Spezialisierung bietet. Der Master-Abschluss berechtigt schließlich zur Promotion.

Informatik studieren – Theoretisch oder mit viel Praxisbezug?

Obwohl sich die Studiendauer in Bachelor und Master kaum unterschiedet, ist Informatik-Studium nicht gleich Informatik-Studium. Die Unterschiede sind vor allem inhaltlicher Natur. Es gibt Informatik-Studiengänge, die ihren Schwerpunkt auf die Vermittlung fundierten theoretischen Wissens legen und solche, bei denen die Anwendung einen großen Stellenwert hat. Vereinfacht kann man sagen, dass das Informatik-Studium an der Universität theoretischer ausgelegt ist als an der Fachhochschule. Den größten Praxisbezug gibt es an der Berufsakademie beziehungsweise Dualen Hochschule. Hier findet die Ausbildung immer in Kooperation mit einem Unternehmen statt, sodass man das Gelernte in der praktischen Studienphase direkt im Unternehmen anwenden kann.

Weiterbildung und Fernstudium in Informatik

Die Informatik hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Längst sind es nicht mehr vor allem die Industrieunternehmen, in denen Informatiker ihren Platz finden. Einzelhandelskonzerne buhlen ebenso um Spezialisten wie größere oder kleine Internetunternehmen. Informatik, so scheint es, ist überall - in der Produktion, im Marketing, im Vertrieb.

Nicht zuletzt die neuen Technologien und ein verändertes Käuferverhalten erfordern ein grundlegendes Verständnis der Wirkungsweise von Computersystemen, Datenverarbeitung und der Aufbereitung von Informationen. Davon sind Mitarbeiter aus den verschiedenen Branchen und Fachabteilungen betroffen, deren Berufsbild sich im Wandel befindet. Da wundert es nicht, dass Angebote zur Weiterbildung in Informatik zunehmen – und gefragt sind. Das Spektrum reicht von Fortbildungskursen an Volkshochschulen und der Industrie- und Handelskammer (IHK) bis hin zu Seminaren privater Unternehmen, Inhouse Schulungen oder Aufbaustudiengängen in Voll- und Teilzeit. Welches Modell das richtige ist, bleibt eine persönliche Entscheidung und ist mitunter davon abhängig, welche Vorkenntnisse bestehen, wie die berufliche und familiäre Situation aussieht und welches Ziel durch die Weiterbildung, das Aufbaustudium oder Fernstudium in Informatik erreicht werden soll.  

Stipendien für das Informatik-Studium

Eine ganze Reihe von Verbänden, Organisationen und kirchlichen Trägern unterstützt die Ausbildung junger Menschen mit einem Stipendium. Hierzu gehören Geld- und Sachleistungen ebenso wie der Austausch mit Kommilitonen, Wissenschaftlern, Unternehmern und Politikern. In der e-fellows.net-Stipendiendatenbank finden Informatik-Studenten eine Vielzahl von Förderprogrammen für ihr Studium. Außerdem können sich leistungsstrake Abiturienten und Studenten für das e-fellows.net-Stipendium bewerben. Damit bekommen sie viele exklusive Leistungen und Informationen, können an Events teilnehmen, Kontakte zu attraktiven Arbeitgebern knüpfen und sich in der e-fellows.net-Community mit anderen Stipendiaten und Alumni von e-fellows.net austauschen.