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30 Jobs in einem Jahr

Sie selbst haben sich dafür ein ganzes Jahr Zeit genommen und 30 verschiedene Jobs getestet. Nach welchen Kriterien haben Sie die Berufe ausgewählt?

Ich kannte damals meine Stärken tatsächlich noch nicht. Das sehe ich auch immer wieder in meiner Berufsberatung: Viele, die zu mir kommen, haben dieses Bewusstsein überhaupt noch nicht. Ist das vor der Testphase der Fall, kann man sich auch einfach in verschiedene Umgebungen begeben und schauen: Was liegt mir? Wo bekomme ich schnell positives Feedback für meine Arbeitsergebnisse? Das war mein Ansatz, weil ich mich damals noch nicht gut genug kannte. Zu Beginn habe ich daher überlegt: Was wollte ich als Kind werden? Was haben mir andere Menschen empfohlen? Und was interessiert mich einfach? So kam ich auf eine Liste mit 13 Jobs. Davon habe ich am Ende auch nicht alle gemacht, weil ich im Lauf meines Projekts freier wurde. Und so habe ich dann von Tischlerin über Pastorin, Politikerin und Opernagentin bis zur Hebamme sehr viele verschiedene Berufe ausprobiert.

Was war die wichtigste Erkenntnis, die Sie im Lauf des Projekts gewonnen haben?

Das Kennenlernen meiner Stärken war eine wichtige, aber nicht die wichtigste Erkenntnis für mich. Für mich war es am meisten die Tatsache, dass es den Traumjob nicht gibt. Es gibt Tätigkeiten, die mich erfüllen können, aber für mich gibt es nicht den einen Traumjob. Vor meinem Experiment hatte ich das wirklich angenommen. Mein Ziel war es ursprünglich, dass ich hinterher weiß: Ok, ich möchte Architektin oder Lehrerin werden. Ich habe aber festgestellt, dass es zwar zufällig klappen kann, dass eine Kombination von Tätigkeiten in einem Beruf zu einer Persönlichkeit passt. In meinem Fall habe ich herausgefunden, was mir liegt und Spaß macht. Das sind aber verschiedene Tätigkeiten, die nicht von einem bestimmten Job abgedeckt werden. Jetzt glaube ich daher an Berufe, die erfüllen können – die können sich im Lauf des Lebens aber auch ändern. Daher kann ich zum Beispiel mehrere Dinge parallel machen, im Portfolio arbeiten, oder zuerst den einen Job machen und dann später den anderen.

Sind Sie denn mit Ihren jetzigen Aufgaben als Coach, Autorin und Bloggerin zufrieden?

Ich bin gerade sehr zufrieden – so stelle ich mir erfülltes Arbeiten vor. Ich bin also an meinem Ziel angekommen, obwohl es ursprünglich ganz anders aussah. Meine Persönlichkeit ist einfach so, dass ich viel Abwechslung brauche: Das musste ich mir auch erst einmal erlauben. Ich liebe es, zu lernen. Daher werde ich meine berufliche Situation auch in Zukunft immer weiterentwickeln. Für andere mag es den einen Job geben, in dem sie glücklich werden. Aber mir persönlich habe ich erlaubt, mich immer weiterzuentwickeln.

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