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Im Prüfungsrausch

Eine freudige Überraschung

Letztes Jahr nahm ich hochschwanger an einer mündlichen Prüfung teil. Der Geburtstermin war noch ungefähr zwei Wochen entfernt. Ich war fit, dementsprechend verlief auch die Prüfung gut.

Während die Prüfer sich wegen der Note besprachen, bekam ich plötzlich einen heftigen Bauchkrampf und merkte, wie ich nasse Beine bekam – die Fruchtblase war geplatzt! Ich schrie in der Aufregung einfach nach den Prüfern. Sie kamen aus dem Besprechungszimmer und der jüngere von beiden lief sofort zurück zum Telefon, um den Notarzt anzurufen.

Der ältere Prüfer blieb bei mir und versuchte mich zu beruhigen. Er hatte die Geburt seiner beiden Kinder miterlebt und blieb daher ganz entspannt. Als der jüngere zu uns kam, sah er mich nur kurz an und drehte sich schnell wieder weg. Den Geräuschen nach zu urteilen, übergab er sich.

Das darauffolgende Geräusch konnte ich nicht deuten. Ich hörte nur, wie meine Kommilitonen, die ja noch auf ihre Prüfung warteten, nach dem älteren Prüfer riefen. Sein jüngerer Kollege war ohnmächtig geworden.

Eine befreundete Kommilitonin erzählte mir später, dass die restlichen Prüfungstermine an dem Tag abgesagt wurden. Der Zweitprüfer hatte sich nicht so schnell wieder erholt und es gab keinen Ersatz für ihn. Ich hatte die Prüfung übrigens bestanden.

Schriftlich = Mündlich

Es klingt, wie in einem schlechten Highschool-Film: In einer wichtigen Klausur hatte ich die letzte Seite der Prüfungsaufgaben übersehen und die Aufgaben dementsprechend nicht bearbeitet. Das ist mir aber natürlich erst nach dem Ende der Klausur aufgefallen, als sich meine Kommilitonen über Aufgaben unterhielten, die ich nicht kannte. Verdammt!

Sofort schrieb ich dem Prüfer eine E-Mail, in der ich mich tausendmal entschuldigte und fragte, was ich denn noch tun könnte. Die Aufgaben auf den ersten drei Seiten hatte ich größtenteils richtig beantwortet. Zum Bestehen der Klausur fehlten mir aber die Punkte der vierten Seite.

Der Dozent machte netterweise eine Ausnahme und prüfte mich mündlich über den fehlenden Teil – mit exakt denselben Fragen, die er in der Klausur gestellt hatte. Dank meiner Kommilitonen hatte ich die richtigen Antworten darauf natürlich parat. Ergebnis: 1,7. Das nenne ich mal Glück im Unglück.

Im Prüfungsrausch

Ich gehörte zu dem Typ Student, der gerne feiern geht – auch am Tag vor Klausuren.

Am Abend vor einer Mathe-Klausur hatte ein Kommilitone Geburtstag und natürlich habe ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Vorbereitet war ich, also musste ich es einfach nur rechtzeitig in die Klausur schaffen. Es wurde ein feuchtfröhlicher Abend. Besser gesagt: eine feuchtfröhliche Nacht.

Ich ging also mit guter Stimmung und einem ordentlichen Alkoholpegel zur Klausur. Die Aufgaben konnte ich natürlich eher schlecht als recht bearbeiten.

Irgendwann hat dann mein Bauch angefangen zu rumoren und ich musste aufstoßen. Leider nicht nur Luft. Die ganze Nacht fand sich nun auf meinem Prüfungstisch wieder.

Andere wären jetzt wahrscheinlich vor Scham gestorben. Ich aber fragte nur: "Soll ich auf diesem Blatt weiterschreiben oder bekomme ich ein neues?"

Bis vor Gericht

In einer meiner letzten Klausuren wurde mir ein Täuschungsversuch unterstellt (angeblich unzulässige Anmerkungen im Gesetzestext vorgenommen). Gesetzestext wurde eingezogen und ich erhielt eine 5,0. Das Verwaltungsgericht hat dann den Notenbescheid komplett auseinandergenommen und die Sache war erledigt. Musste dann nochmal schreiben.

Gefangen durch falsche Tür

Wir haben in einem Chemie-Vorlesungssaal geschrieben. Ein Student war wohl zu aufgeregt und wollte nochmal rausgehen, hat aber nicht die richtige Tür, sondern die Notfalltür aufgemacht. Das führte zu einer lauten Sirene, die mindestens 30min anhielt. Wir sollten uns nicht wegbewegen, mussten also den Lärm ertragen. Die Klausur wurde nicht begonnen, bis die Technikerin kam. Ich hatte den ganzen Tag noch Tinitus.

Zu tief ins Glas geschaut

Ein Kommilitone war vom Glühwein am Vorabend noch verkatert und musste sich während der Prüfung einfach mal übergeben – herrlich.

Die Blase war stärker

Beim Deutsch-Abi habe ich auf dem Weg zur Toilette die Klausur bei der Aufsicht hinterlegt. Beim Rückweg vergaß ich, diese wieder mitzunehmen und bin in Panik geraten.
Bei der Klausur um 8:00 Uhr hatte ich weniger als vier Stunden Schlaf gehabt und musst daher mit Unmengen an Kaffee nachhelfen. Das führte zu einem starken Drang, aufs Klo zu gehen, was aber nicht gestattet war. Folglich musste ich die Prüfung (nicht ganz fertig) abgeben, weil mir fast die Blase geplatzt ist. Wegen des extrem schlechten Abschneidens einiger Kandidaten (Ferien-Blockkurs) wurde diese aber so nach oben korrigiert, dass ich die volle Punktzahl bekam. 

Zwischen Fremdscham und Freude

Ein Kumpel von mir hat am Ende des Ersten Semesters das Studium geschmissen und zur Feier ist er in die letzte Klausur im Bademantel erschienen. Er schrieb ein paar obszöne Dinge aufs Blatt und hat bei der Abgabe den Mantel fallen lassen und im String Tanga abgegeben. Die 250 anderen Leute im Saal waren etwas gespalten, ob sie sich fremdschämen oder es feiern sollten.

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Ist dir auch schon einmal etwas Peinliches bei einer Prüfung passiert?

Wenn ja, dann erzähl es uns doch in den Kommentaren – am besten anonym!

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