Partner von:

Auch ein Praktikum kann im Homeoffice funktionieren

Wohnzimmer Gemütlich Frau Boden Sitzend Arbeitend Laptop [Quelle: Pexels.com, Autor: Vlada Karpovich]

Quelle: Pexels.com, Vlada Karpovich

Wer in den vergangenen Krisen-Monaten trotz der widrigen Umstände ein Praktikum ergattert hat, war oft zufrieden damit. Sehr viel häufiger als früher gibt es nun Praktikumsmöglichkeiten vom heimischen Schreibtisch aus.

Kontakte reduzieren, im Homeoffice bleiben, wann immer möglich – die Zeiten für junge Menschen, die ein berufliches Praktikum machen möchten, sind denkbar schlecht. Umso interessanter sind die Ergebnisse der alljährlichen Praktikanten-Studie namens "Future Talents Report" der Unternehmensberatung Clevis. In den ersten Monaten der Pandemie hätten sie vielfach von Unternehmen gehört, dass Praktika leider gestrichen werden mussten, schreiben die Autorinnen. Tatsächlich haben letztlich auch 30 Prozent weniger Praktikanten an der zum elften Mal durchgeführten Befragung teilgenommen als in der vorherigen Studie.

Wer in den vergangenen Monaten – die Befragung fand von Juli bis Dezember 2020 statt – trotz aller widrigen Umstände ein Praktikum ergattert und angetreten hatte, konnte dem Einblick ins jeweilige Berufsfeld aber auch unter den besonderen Bedingungen offenbar einiges abgewinnen: Den Ergebnissen zufolge waren 84 Prozent der Befragten mit ihrem Praktikum zufrieden und 82 Prozent würden es weiterempfehlen. Befragt wurden in Zusammenarbeit mit dem Stellenportal Kununu insgesamt 3199 Personen, wovon 23 Prozent aus Bayern stammten. Das Durchschnittsalter betrug 25 Jahre, die Dauer der Praktika im Schnitt fünf Monate – wobei 58 Prozent Pflichtpraktika waren und 42 Prozent freiwillige. Gut 78 Prozent der Unternehmen hätten mehr als 2000 Mitarbeiter gehabt, heißt es in der Studie.

Verteilung der Praktikantinnen und Praktikanten nach Branchen

Verteilung der Praktikantinnen und Praktikanten nach Branchen [Quelle: Clevis Future Talents Report, Autor: e-fellows.net]

Tätig waren die meisten Studenten in einem Betrieb aus der IT-Branche, knapp gefolgt vom Konsumgüter-Bereich und Unternehmen aus der Maschinenbau- oder Autobranche.

Das passt zum Profil der Studenten: So studierte der Großteil der Befragten BWL oder ein Fach mit technischem Fokus. Sozial- oder Geisteswissenschaften findet man unter den sieben am meisten verbreiteten Fächern der Befragten nicht.

Studienfächer der Praktikantinnen und Praktikanten*

Studienfächer der Praktikantinnen und Praktikanten [Quelle: Clevis Future Talents Report, Autor: e-fellows.net]

Wenig verwunderlich ist, dass der Anteil derer, die aus dem Homeoffice arbeiten konnten im Jahr 2020 deutlich gestiegen ist: 63 Prozent gaben an, diese Möglichkeit gehabt zu haben (2019 waren es nur 27 Prozent gewesen). Vor allem in der öffentlichen Verwaltung oder der Baubranche sei dies indes auch 2020 kaum möglich gewesen.

Kommunikation leicht besser bewertet

Der monatliche Brutto-Verdienst lag derweil bei im Durchschnitt 1067,59 Euro – Frauen bekommen – branchenunabhängig wie die Autorinnen betonen – im Schnitt gut 1039 Euro und damit 60 Euro weniger als Männer. Im Vergleich zu 2019 sei die Zufriedenheit mit der Bezahlung von 4,5 bei einem Maximalwert von 5 ("stimme voll zu") auf 3,9 gesunken. Insgesamt wurden 92 Prozent der Praktika bezahlt, wie sich aus den Angaben der Studienteilnehmer ergab.

Alle Rechte vorbehalten. Copyright Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv.

nach oben

Du hast eine zündende Idee für einen Artikel auf e-fellows.net? Schreib für uns als Gastautor. Wir freuen uns auf deine Beiträge!

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.