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"Team Germany" auf Erfolgskurs

Team Germany bei der European Case Competition 2005 in Prag

Team Germany bei der European Case Competition 2005 in Prag

Flughafen Prag, 6. April 2004. "Team Germany" formiert sich, nachdem die Flugzeuge aus Köln, München und Nürnberg eingetroffen sind. Qualifiziert für die Endrunde der "KPMG European Case Competition" sollten wir nun gegen Teams aus Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, Italien, Tschechien und Südafrika antreten, um den inoffiziellen "Case Europameister" zu küren.
 

Die Vorrunde
 Alles fing im Dezember 2004 an, als mich der Newsletter von e-fellows.net auf die nationale Vorausscheidung der KPMG Case Competition in Berlin aufmerksam machte. Da mich Fallstudienwettbewerbe schon immer fasziniert hatten, meldete ich mich an. Ich hatte das Glück, ausgewählt zu werden und bildete zusammen mit drei anderen ein Team. Nach der Lösung und Präsentation einer Fallstudie über Real Madrid und einem interessanten Wochenende in Berlin, wurde unser Team zum Sieger gekürt. Jetzt ging es also darum, Deutschland im Europafinale in Prag zu vertreten.
 

Verhandlungsspiel zum Aufwärmen
 Nachdem wir am Mittwoch im Hotel eingecheckt hatten, ging es zum Kennenlernen der Veranstalter und der anderen Teams ins gegenübergelegene KPMG Büro. Die Teams stellten sich vor und ein Verhandlungsspiel diente dazu, das Eis zwischen den Teilnehmern zu brechen. Zum Abschluss des ersten Abends lud KPMG in ein mittelalterliches Restaurant ein, wo der Abend mit tschechischen Spezialitäten wie zum Beispiel Bier ausklang.
 

Drei Stunden für eine Aufgabe
 Mehr oder weniger ausgeschlafen ging es am Donnerstagmorgen um acht Uhr in die erste Wettbewerbsrunde. Unsere Betreuerin aus Südafrika überreichte uns die Fallstudie und ließ uns die nächsten drei Stunden in einem Konferenzraum im Hotel an der Lösung tüfteln. In dem Fall ging es darum, für Toyota ein Konzept zu entwickeln, um den Weltmarktanteil verkaufter Autos auf 15 Prozent zu steigern. Schnell lasen wir den Text und erarbeiteten am Flip Chart mögliche Lösungskonzepte, wie ein stärkeres Engagement auf dem chinesischen Markt. Danach mussten wir noch hektisch einige Overhead-Folien erstellen. Drei Stunden können sehr schnell vergehen. Auch die Rollen für die Präsentation verteilten wir. Mit leicht feuchten Händen wurden wir in einen Konferenzsaal geführt, in dem zwei KPMG Partner aus der Jury bereits auf uns warteten. Die Präsentation verlief glatt und wir konnten auch die kritischen Fragen der Jury zufriedenstellend beantworten.
 

Ronald McDonald lässt grüßen
 Nach getaner Arbeit gab es zunächst Mittagessen und anschließend ein erstes Feedback von der Jury. Alles in allem waren die KPMG Partner zufrieden, vor allem mit unserem quantitativen Lösungsansatz. Dennoch bekamen wir noch einige wertvolle Tipps. Wir sollten zum Beispiel das Flip-Chart noch stärker einbinden. Nach kurzer Verschnaufpause, ging es für uns weiter mit der Lösung der zweiten Fallstudie. Nachdem wir vorher schon spekuliert hatten, welches Unternehmen wohl als nächstes kommen würde, war die Überraschung groß als tatsächlich eine Fallstudie über McDonald's auf dem Tisch lag.
 

Fast-Food für Ernährungsbewusste
 Diesmal mussten wir eine Strategie ausarbeiten, wie das Fast-Food Restaurant auf die gesündere Ernährung seiner Kunden reagieren sollte. In den nächsten drei Stunden entwickelte unser Team ein Konzept zur Gründung eines Tochterunternehmens, das sich auf gesundes Essen spezialisiert ("Long Life"). Unsere Lösung veranschaulichten wir diesmal am Flip-Chart durch ein Strategie-Portfolio. Unsere zweite Präsentation lief leider nicht ganz so rund wie die erste, auch wenn wir versuchten, das Feedback zur ersten Präsentation umzusetzen. Im Kreuzverhör der Jury kamen einige Schwachstellen unseres Konzeptes ans Tageslicht.
 

And the finalists are...
 So waren wir glücklich und erleichtert, dass wir alles hinter uns hatten und fuhren mit einem Bus in ein Restaurant, das nicht zu unrecht den Titel des "romantischsten Restaurants Prags" gewonnen hat. Nach dem Essen erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Die Jury verkündete, welche der zehn Teams ins Finale einziehen würden. Nach der letzten Fallstudie, die nicht optimal gelaufen war, und angesichts der starken Konkurrenz war uns klar, dass es sehr schwer werden würde. "And the teams in the final are: Sweden, United Kingdom, Czech Republic and ... Germany!" Große Überraschung und Freude war in unseren Gesichtern abzulesen, jetzt waren wir also im Finale. Der Bierkonsum wurde ganz plötzlich zurückgeschraubt und die Vorfreude auf den Finaltag wuchs.
 

In letzter Minute auf Folie
 Glücklicherweise mussten wir als letztes der vier Finalteams präsentieren und konnten morgens noch die letzten Feinheiten im Hotelpool besprechen. Dann wurde es jedoch ernst. Die Final Fallstudie hatte einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad als die Fallstudien der Vorrunden. Wir sollten eine Wachstumsstrategie für das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone erarbeiten. Da die Zeit sehr begrenzt war und die Fallstudie uns mit Informationen nur so überhäufte, fiel es zunächst schwer, Prioritäten zu setzen. Wieder einmal in der sprichwörtlichen letzten Minute, konnten wir jedoch unser Lösungskonzept auf die Overheadfolien bekommen.
 

Schauspielerische Einlage
 Die Finalpräsentation fand vor deutlich größerem Publikum statt, was das Adrenalin noch einmal zusätzlich in die Höhe schießen ließ. Wir mussten versuchen, die sechsköpfige KPMG Jury von unserer Strategie zu überzeugen. Den Einstieg in die Präsentation wagten wir mit einer kleinen schauspielerischen Einlage. Sie sah so auch, dass meine Mutter mich dank Vodafone auf meinem Handy auch in Tschechien anrufen und mir viel Glück fürs Finale wünschen konnte. Wir schilderten danach in aller Ausführlichkeit unsere Ideen, verloren dabei jedoch die Zeit aus den Augen. Nach 20 Minuten ertönte eine Sirene, die das Ende unserer Redezeit markierte. Die letzte Folie hatten wir jedoch noch nicht vorgestellt! Zunächst sehr enttäuscht heiterte uns die erste Frage des französischen Partners wieder auf. "Could you show us the impact of your suggestions on our profitability?" Et voilà! Wir nahmen diese Steilvorlage mit Vergnügen auf und legten unsere fehlende Folie auf, die eben dieses Thema ansprach.
 

And the winner is...
 Im Anschluss an unsere Präsentation bewegten wir uns auf den Höhepunkt der Veranstaltung zu: das feierliche Abschlussbankett in einem Schloss in der Innenstadt. Nachdem wir in einem königlichen Ambiente mit Untermalung eines Streichquartetts zu Abend gegessen hatten, fand die finale Siegerehrung statt. Das tschechische Team konnte seinen Heimvorteil nutzen und gewann den ersten Preis, einen Reisegutschein im Wert von 500 Euro pro Person. Zweiter wurde das Team aus Großbritannien. Wir gewannen die Bronzemedaille, mit der wir hochzufrieden waren und vorher niemals gerechnet hatten. Jetzt schalteten wir endgültig in den Feiermodus um und alle Teilnehmer tanzten noch bis in die frühen Morgenstunden in der Disko "Double Trouble" in der Prager Innenstadt.
 

Ein großartiges Team
 Mein Fazit zur KPMG European Case Competition: ein großer Erfolg. In einem internationalen Umfeld fand eine perfekte Verbindung von Wettbewerb und Spaß statt, so dass ich diese Veranstaltung sehr empfehlen kann. Ein großes Dankeschön an unsere Betreuer von KPMG und meine Teammitglieder. Ihr wart ein großartiges Team!

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