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Juniorberater von Mozart


Die Anzeige für das Passion Wanted Event in Wien zeigte ein Klavier auf dunkelrotem Grund. Auf den ersten Blick war mir nicht klar, was eine Unternehmensberatung und Mozart miteinander zu tun haben könnten. Also forschte ich auf der McKinsey Website nach. Das musikalische Genie Mozart plagten ständige Geldsorgen. Mozart hätte Juniorberater gebrauchen können, die ihm den Weg aus der finanziellen Misere weisen.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich bewarb mich online für das Event, weil ich auf diese konkrete, ungewöhnliche Fallstudie neugierig war. Außerdem wollte ich wissen, was sich hinter dem Markennamen McKinsey verbirgt. Wenige Tage vor meiner ersten mündlichen Examensprüfung bekam ich per E-mail die Zusage. Kurz vor meiner letzten Prüfung flog ich nach Wien. Die zur Gewissensberuhigung eingepackten Lernunterlagen packte ich drei Tage später unangetastet wieder aus.

Bunt gemischte Teilnehmer
Im Hotel in Wien angekommen, hatten die Teilnehmer gleich beim Mittagessen die Gelegenheit, einander etwas kennen zu lernen. Die Mehrheit der Leute war sehr nett und unkompliziert. Allerdings war ich überrascht, wie unterschiedlich die Hintergründe der Teilnehmer waren. Musiker, Juristen, Philosophen und Philologen waren mindestens so stark vertreten wie Wirtschaftswissenschaftler.

Wie das Event abgelaufen ist
Die Frage, die es in Teams zu lösen galt, war, wie Mozart ab dem Jahre 1791 ohne Aufnahme neuer Kredite seinen ausschweifenden Lebenswandel finanzieren konnte. Ein Team bestand aus sechs Teilnehmern. Die Stimmung in meinem Team war fast immer sachlich-fröhlich. Die Arbeit war daher sehr angenehm. Die Fallstudie war mit viel Liebe zum Detail vorbereitet und ausgearbeitet worden. Beispielsweise erhielten wir ein handschriftlich verfasstes Kassabuch der Familie Mozart. Darin war jede Flasche Wein und jede Spielschuld die im Jahre 1790 angefallen war aufgelistet. Außerdem konnten wir einige von Mozarts Freunden und Geschäftspartnern über den Musiker befragen. Die zu diesem Zweck engagierten Schauspieler haben uns viel zum Lachen gebracht.

Gut beraten
Die McKinsey Berater, die den einzelnen Gruppen zur Seite standen, hielten sich die meiste Zeit sehr zurück. Sie griffen nur ein, wenn wir in die komplett falsche Richtung dachten. Während des Abendessens oder auf den Spaziergängen vom Hotel zu unseren Arbeitsräumen gab es jedoch ausreichend Gelegenheit, sich länger mit ihnen zu unterhalten und Fragen zu Firma oder Bewerbungsmöglichkeiten zu stellen. Am Ende des Workshops bekam jeder auf Wunsch ein persönliches Feedback.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Das Freizeitprogramm war bemerkenswert. Nach getaner Arbeit wurden wir hinter die Kulissen des Theaters an der Wien geführt. Dort bekamen wir auch einen Walzer Tanzkurs. Der Höhepunkt des gesamten Events folgte am Abend. Wir waren ins Mozart-Requiem in der Wiener Staatsoper eingeladen. Später konnten wir zum Tanzen und Gin Tonics trinken in einen Club gehen.

Mein persönliches Fazit
Naturgemäß liegen Recruiting und Berufsalltag weit auseinander. McKinsey hat es trotzdem geschafft, einen ersten Eindruck von der Beratertätigkeit zu vermitteln. Der Workshop bot Gelegenheit, mehr über die Firma und den Bewerbungsprozess zu erfahren. Ich kann jedem, der sich für Unternehmensberatung interessiert nur empfehlen, sich für ein "Passion Wanted"-Event zu bewerben!

 

 

 

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