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Kick-off-Meeting Mentoren bei Roche in Mannheim II

Mentor, Mentee – was genau verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Und wie soll eine Mentorenbeziehung konkret aussehen? Als ich zum Einführungsworkshop am Werkstor von Roche stand, hatte ich davon nur eine eher vage Vorstellung. Wissen weitergeben, Austausch, Kontakte vermitteln, ja sicher – aber wie würde das ablaufen? Und was erwartete wohl mein Mentor von mir?

Neben dieser Unsicherheit war ich aber auch gespannt auf die Begegnung mit Dr. Uwe-Michael Juhl, meinem Mentor: Ich promoviere in Wirtschaftswissenschaften über einen deutsch-japanischen Vergleich der Organisation von Forschungskooperationen. Und Uwe-Michael Juhl hat viel Japan-Erfahrung. Ich wusste auch, dass die Roche-Gruppe starke Präsenz in Japan zeigt. Das Treffen würde damit also doppelt interessant für mich werden.

Das große Kennenlernen

Mein Mentor erwartete mich auch bereits an besagtem Werkstor. Auf dem Weg über das Werksgelände erzählte er mir einiges über die Geschichte der Roche Diagnostics und seinen eigenen Werdegang zum Key Account Management bei Roche Applied Sciences. Ich erfuhr auch, dass strategische Kundenbetreuung viel Reisetätigkeit mit sich bringt, die ihn oft nach Ostasien und Australien führt.
Im Sitzungsraum angekommen, begann auch schon bald der Workshop. Auch unsere zweite Mentorin war anwesend: Dr. Dr. Ildiko Amann-Zalan ist promovierte Pharmazeutin und Medizinerin. Bei Roche beschäftigt sie sich mit neuen Wegen der Vermarktung von Indikationstechnologien. Ulrike von Faber aus dem Personalmarketing und federführende Verantwortliche für das Mentorenprogramm hatte den Workshop geplant und leitete die Sitzung.

Studien- und Berufsfeldvergleich

Auf Mentee-Seite waren wir zu viert. Die drei Mentees von Dr. Dr. Amann-Zalan decken zusammen ein weites Spektrum der Naturwissenschaft ab: Stefanie Deucker studiert Medizin, Jens Frauenfeld Biochemie und Florian Wartha Molekularmedizin.
Nach dieser kurzen Vorstellung stellten die Mentoren ihre Arbeitsfelder vor. Amann-Zalan schilderte die Chancen und Problemfelder des Indikationsmarketings. Dabei ging sie besonders auf die Vermarktung von Systemen zur Substanzanalyse klinischer Proben ein. Und sprach auch über Therapieevaluation im Rahmen von Gesundheitsmanagementsystemen. Mich interessierte bei ihren Ausführungen besonders, wie in diesem dynamischen Umfeld komplexer Systemlösungen Geschäftschancen genutzt werden können. Ebenfalls spannend fand ich den von Dr. Juhl geschilderten Aufgabenbereich des Key Account Managements.

Key Account Management bei Roche

Das Besondere am Key Account Management im Roche-Konzern macht sein Kundenkreis aus: Dieser setzt sich fast ausschließlich aus Konkurrenten von Roche zusammen. Deshalb besteht die Hauptaufgabe der Key Account Management-Abteilung im Aufbau eines Vertrauensverhältnisses – trotz der deutlichen Interessensgegensätze.

Der Ernst im Spiel

Nach dieser Vorstellungsrunde stand ein Spiel auf dem Plan. Gemeinsam sollte ein Konstrukt aus Nägeln gebaut werden, was zu einem lebhaften Brainstorming führte. Am Ende dieser Übung reflektierten wir sowohl Entscheidungsstruktur und Gruppenprozess.
Als zentralen Punkt des Workshops definierte ich für mich das sich anschließende Gespräch mit unserem Mentor. Wir Mentees klärten Erwartungen und Spielregeln mit unserem Mentor, planten gemeinsam die nächsten Schritte des Spiels und präsentierten unsere Ergebnisse schließlich der gesamten Gruppe. Es stellte sich heraus, dass der grundlegende Anspruch beider Seiten an die Mentorbeziehung Ehrlichkeit und der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses herausgestellt.

... was vom Spiel übrig blieb

Damit hatte sich die spielerische Herangehensweise als hervorragender Einstieg herausgestellt. Wir Mentees lernten uns untereinander kennen. Und nicht zuletzt kamen wir mit unserem Mentor über die Diskussion unseres Spielzuges in Kontakt.
Nachdem wir die Erwartungsbasis an einander definiert hatten, konnten wir auch die weitere Vorgehensweise besprechen. Wir einigten uns auf halbjährliche Treffen und regelmäßigen E-Mail- und Telefon-Kontakt.

Und wie soll’s weitergehen?

Wie sich im Dialog ergab, bestand von Mentee-Seite großes Interesse an der Vermittlung von drei Aspekten des Praxiswissens: Anforderungen (einstellungsrelevante Qualifikationsprofile), Problemstellungen (etwa als Forschungsthema für Abschlussarbeiten oder Dissertationen) und Möglichkeiten (Karrierepfade, Information über Stellenangebote, Praktika...). Die Mentoren machten zu allen diesen Aspekten großzügige Angebote. Wir merkten, dass unsere Mentoren nicht nur Unternehmenspolitik vertreten, sondern auch eine gute Portion persönlichem Idealismus mit der Nachwuchsbetreuung verbinden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen bildete ein persönliches Gespräch mit dem Mentor den Abschluss dieses von großer Freundlichkeit geprägten Workshops. Und den Anfang einer spannenden Partnerschaft.

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