Partner von:

German Autobahn und Niagara Falls

Krankheit, Nadel, Hand, Blut [Quelle: freeimages.com, Autor: foobean01]

Quelle: freeimages.com, foobean01

Montag, 30. April 2007
 Der erste Tagebucheintrag fällt ungefähr mit der Halbzeit meines Praktikums zusammen. Ich arbeite seit mittlerweile zwei Monaten in Indianapolis im Engineering Department des Bereiches Diabetes Care. Mein Team ist für die Validierung und Inbetriebnahme einer Reihe von Anlagen verantwortlich, die bei der Produktion von Blutzuckerteststreifen zum Einsatz kommen. Die Anlagenvalidierung befindt sich zurzeit bei einer der Maschinen im vorletzten Stadium. Dabei unterziehen wir alle Teststreifen einer genauen Prüfung.
 
 Momentan betreue ich zusammen mit einem Kollegen die Inspektion. Dazu zählt zum Beispiel, sich mit den Schichtleitern (supervisors) abzusprechen, das Inspektionspersonal (inspectors) zu schulen und für Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Außerdem habe ich für eine bereits abgeschlossene Inspektion die gefundenen Defekte mit unseren Kriterien abgeglichen und den Report dem Quality Engineering für die weitere Beurteilung zur Verfügung gestellt.
 
 Nach der Arbeit verbringe ich mal wieder Stunden in einem lokalen Supermarkt, um alles zu finden, was ich brauche. Amerikanische Supermärkte sind sehr groß, deshalb dauert es oft lange, wenn man etwas vergessen hat, was ganz am Anfang steht. Die riesige Auswahl macht die ganze Sache nicht leichter. Nach zwei Monaten entdecke ich immer noch Neues.
 

Dienstag, 1. Mai 2007
 Anders als in Deutschland ist heute ein ganz normaler Arbeitstag (der amerikanische Labour Day ist immer der erste Montag im September). Der Tag beginnt wieder früh, damit eine Übergabe mit der dritten Schicht der Inspektion stattfinden kann. An diesem Tag arbeite ich an einem kleinen Projekt, das ich in meinem vorherigen Praktikum bei Roche Diagnostics Mannheim begonnen habe. Es handelt sich um eine Literaturrecherche. Nachdem ich nun einiges gelesen habe, versuche ich, die Informationen in geordnete Bahnen zu bringen. Abends habe ich noch einen Englischkurs. Ich bekomme Einzelunterricht, deshalb können wir über jedes Thema sprechen, das mich interessiert. Beim letzten Mal haben wir angefangen, die US-amerikanische Geschichte aufzurollen, angefangen bei George Washington. Es ist sehr interessant, alles aus der US-amerikanischen Sichtweise zu erfahren.
 

Mittwoch, 2. Mai 2007
 Am Vormittag bin ich weiterhin mit meinem Report für Mannheim beschäftigt. Die Inspektion benötigt ihre Zeit und die ersten Ergebnisse werden erst am Nachmittag vorliegen. Zum Mittagessen treffe ich heute alle deutschen und schweizerischen Internationals (Trainees, Praktikanten, Expatriates), die noch mehr oder minder neu sind in Indy (Indianapolis). Es gibt drei Neuzugänge, alles Expats. Sie leben dauerhaft im Ausland. Es sind Mitarbeiter von Roche, die für eine bestimmte Zeit den Standort wechseln. (siehe hierzu auch Partner im Profil.)
 
 Nachmittags sichten mein Kollege und ich zusammen mit dem zuständigen Qualitätsingenieur bisher gefundene, mögliche Defekte und beurteilen sie nach den Validierungskriterien. Da Roche im Medizin- und Pharmabereich tätig ist, unterliegt die Firma strengen Qualitätsrichtlinien der amerikanischen Regierungsbehörde (FDA, Food and Drug Administration). Nach der Arbeit steht dann eine neue Runde der Roche Soccer League an. Das ist eine so genannte "Employee Recreational Activity". Jeder Angestellte von Roche kann in einem der insgesamt acht gemischten Teams mitspielen. Wir haben jeweils ein Spiel pro Woche. Gespielt wird im Roche Park und die einzige Teilnahmevoraussetzung sind Schienbeinschützer.
 

Donnerstag, 5. Mai 2007
 Nachdem der Testlauf an der Maschine abgeschlossen ist, muss ich noch die Inspektion beenden. Sie verläuft wie geplant. Eine weitere Maschine dieser Bauart ist noch nicht in der Validierungsphase. Aber es sollen einige Tests auf ihr gefahren werden, weshalb die Kollegen aus der Instandhaltung einige Änderungen vornehmen.
 
 Manchmal halte ich mich einfach gerne in der Produktionshalle auf, schaue zu, wenn an der Maschine gearbeitet wird, unterhalte mich mit den Maschinenbedienern und den Leuten von der Instandhaltung. Ich lerne viel über die Anlage – und natürlich auch viel über Land und Leute. Generell sind die Leute hier sehr freundlich zu mir. Sie wollen wissen, was mir an den USA gefällt und wie es in Deutschland ist - die "German Autobahn" ist natürlich immer eines der ersten Gesprächsthemen. Sie sind auch immer sehr bemüht, mir Anregungen zu geben, was ich noch alles sehen muss, während ich hier bin. Woher ich die Zeit dafür nehmen soll, weiß ich nicht.
 

Freitag, 4.Mai 2007
 Heute habe ich frei! Zusammen mit einer Mitpraktikantin von Roche fahre ich nach Toronto (Kanada) und zu den Niagarafällen auf der kanadischen Seite. Darüber berichte ich dann in der nächsten Woche.

nach oben

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.