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Neue Mitarbeiterin im Labor

Alumnus Daniel bei Roche, Applied Sciences, Teil 3

Seit gut sechs Monaten bin ich nun als Ingenieur bei Roche Diagnostics im Bereich Applied Science beschäftigt. Zu unserer Arbeitsgruppe gehören außer meinem Chef noch zwei weitere technische Mitarbeiter, ein Post-Doc, ein Diplomand und eine Auszubildende. Sie arbeiten jeweils an verschiedenen Produktentwicklungen. Das Projekt, an dem ich seit Juli arbeite, umfasst die Entwicklung zweier neuer Produkte im Umfeld der quantitativen PCR (Polymerase Chain Reaction). Mit dieser Methode ist es möglich, gezielt Stücke der Erbsubstanz DNA millionenfach zu kopieren und diesen Prozess auch in Echtzeit zu verfolgen. Das erste Produkt sollen wir laut Planung bereits Anfang März einführen ("launchen").
 

Montag, 22.01.2007
 Im Anschluss an die obligatorische Mitarbeiterbesprechung steht heute das PCR-Workflow-Seminar an, bei dem die verschiedenen Gruppenleiter abwechselnd die neuen Projekte aus dem Bereich Applied Science vorstellen. Zu dieser regelmäßig stattfindenden, etwa einstündigen Veranstaltung sind alle wissenschaftlichen Mitarbeiter aus meinem Bereich eingeladen. So wissen sie zumindest teilweise über die Produktentwicklungen Bescheid. Anschließend hole ich mir noch kurz bei einer Kollegin aus der Nachbargruppe Rat und diskutiere mit ihr meine Ergebnisse der letzten Woche. Den Rest der Zeit bis zum Mittagessen verbringe ich mit organisatorischen Dingen.
 
 Am Nachmittag gebe ich unserer Auszubildenden eine erste Einführung in die quantitative PCR und erarbeite mit ihr gemeinsam ein Protokoll für ihr erstes PCR-Experiment. In der Zwischenzeit kommt ein IT-Techniker mit meinem neuen PC und macht sich an die Einrichtung des Rechners. Da neben den üblichen Installationen, noch weitere spezielle Anwendungssoftware nachinstalliert werden muss, benötigt das Ganze etwas mehr Zeit und einen zweiten Fachmann. Den Rest des heutigen Arbeitstags verbringe ich mit weiteren Versuchsauswertungen und der Betreuung der Auszubildenden. Um 16:30 Uhr mache ich mich dann mit einem Kollegen auf zum Fußball-Training der Betriebssportgruppe.
 

Dienstag, 23.01.2007
 Am Morgen nehme ich mir erst einmal Zeit für die gemeinsame Auswertung des Versuchs, den unsere Auszubildende gestern Nachmittag durchgeführt hat. Da alles geklappt hat, kann sie das Experiment im Detail auswerten und in ihrem Laborjournal dokumentieren. Währenddessen werte auch ich noch Experimente einer internen Evaluierung unseres Produkts aus. Später steht der Termin mit dem externen Techniker an, der die Wartung eines qPCR-Geräts durchführen soll. Danach erstelle und bespreche ich mit der Auszubildenden ein neues Versuchsprotokoll, mit dem sie sich den Nachmittag über beschäftigt ist. Nachdem ich selbst gerade meine Versuchsauswertung abgeschlossen habe, bekomme ich noch einen Anruf aus dem Marketing, da noch dringend Daten für ein Meeting des US-Außendiensts benötigt werden. Nachdem ich die entsprechenden Files herausgesucht und weitergeleitet habe, stehen auch schon die Abnahme des Serviceberichts und die daraus resultierende Pflege des Gerätebuchs an. Bevor ich mich schließlich auf den Heimweg mache, erstelle ich noch ein Versuchsprotokoll für die zwei Experimente, die ich für morgen geplant habe.
 

Mittwoch, 24.01.2007
 Heute bin ich fast den ganzen Tag mit der Durchführung und Auswertung der Experimente beschäftigt. Zwischendurch hole ich Informationen über benötigte Reagenzien im Leitstand des internen Rohstofflagers ein und freue mich dann auf den Roche-Stammtisch am Abend. Zu dem kommen, neben aktuellen Praktikanten und Diplomanden, auch viele junge Kollegen, die teilweise bis vor kurzem noch selbst Praktikanten waren.
 

Donnerstag, 25.01.2007
 Heute Morgen steht wieder eine Versuchsauswertung mit unserer Auszubildenden an, die nun mittlerweile schon relativ eigenständig die Ergebnisse ausarbeitet. So bleibt für mich nebenbei Zeit, mich um mein Laborjournal zu kümmern. Zwischendurch überprüfe ich noch eine angepasste Herstellvorschrift auf ihre Richtigkeit und bespreche die Ergebnisse vom Vortag mit dem Projektleiter. Am Nachmittag kümmere ich mich um die Auswertung und Zusammenfassung einer internen Evaluierung und setze mich dabei mit einem für mich bisher unbekannten Auswerteprogramm auseinander. Nachdem ich weitere organisatorische Dinge erledigt habe, mache ich mich heute etwas früher auf den Weg nach Hause.
 

Freitag, 26.01.2007
 Gleich zu Beginn wird der heutige Tagesplan durch meinen Chef durcheinander geworfen. Weitere Zusatzexperimente sind dringend notwendig geworden und ich muss sie baldmöglichst abarbeiten. Daher verschieben wir auch das für heute geplante Projektmeeting und ich mache mich an die Experimente. Da ich vergleichbare Experimente vorher noch nicht durchgeführt habe, fehlen mir einige Reagenzien, die ich mir aber nach Rücksprache von Kollegen organisieren kann. Nachdem die Experimente angesetzt sind, kümmere ich mich um eine Reagenzienbestellung vom Lager. Nach Abschluss der Laborarbeit mache ich mich an die Auswertung der Versuche, die beide auf Anhieb geklappt haben. Nachdem ich die Ergebnisse mit meinem Gruppenleiter besprochen habe und weitere Experimente, die nun nächste Woche anstehen, vorbereitet habe, steht auch für mich das wohlverdiente Wochenende an.

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