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Investitionen auf dem Prüfstand

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Lucia im International Internship Programme bei KPMG in Stockholm, Teil 2

Montag, 4.12.2006
 Um acht Uhr beginne ich meine Arbeitswoche. Zusammen mit meinem Projektmanager aus dem Corporate Finance und einem weiteren Teamkollegen, der Mitte der Woche noch dazustoßen wird, sollen wir in zwei Wochen eine Aussage über die Qualität der Unternehmensbewertungen von über 20 Investitionen in mehreren Fonds einer Private Equity Gruppe treffen. Das Projekt ist international, neben KPMG Schweden sind auch andere KPMG Mitgliedsunternehmen wie KPMG Niederlande involviert. Die gesamte Arbeit, Dokumentation und Kommunikation erfolgt in Englisch.
 Bei unserem Review gilt es in erster Linie zu prüfen, ob die Bewertungen den "International Private Equity and Venture Capital Valuation Guidelines" der European Private Equity & Venture Capital Association entsprechen und alle vorhandenen Informationen in die Bewertungen eingeflossen sind. Dafür gleiche ich heute die Input-Variablen der Bewertungen mit entsprechenden Dokumenten ab, um zu prüfen, ob die zur Berechnung verwendeten Daten auch belegbar und begründet sind. Diese Aufgabe und ihre Dokumentation nehmen den ganzen Tag in Anspruch. Ich mache Überstunden und gehe um kurz nach 18.30 Uhr nach Hause.
 

Dienstag, 5.12.2006
 Mein Arbeitstag beginnt um 8.15 Uhr. Wir haben vom Mandanten weitere Bewertungskalkulationen bekommen. Wie am Vortag gleiche ich auch für diese Unternehmensbewertungen die Input-Variablen ab und dokumentiere das entsprechend. Im Anschluss daran beschäftige ich mich mit Investitionen, die dieses Jahr getätigt wurden. Sie sollen zu Kosten bewertet werden. Daher muss ich überprüfen, ob seit der Investition ein Impairment nötig geworden ist. Hierzu lese ich vor allem Berichte über das jeweilige Unternehmen durch. Ich notiere Auffälligkeiten und Risiken, mit denen ich dann zu einer Schlussfolgerung gelange. Um eine Übersicht über die Investitionen, die Bewertungsmethoden und ihre Bewertungen zu erhalten, erstelle ich noch eine entsprechende Zusammenfassung.
 

Mittwoch, 6.12.2006
 Ich beginne meinen Tag mit ein paar kleinen administrativen Aufgaben um kurz nach acht Uhr, bevor es wenig später mit dem Corporate Finance Projekt weiter geht. Um die Private Equity Investitionen zu bewerten, wurde in diesem Fall ein Median EV/EBITDA-Multiple herangezogen. Es basiert auf den EV/EBITDA-Multiples von mehreren vergleichbaren und an Börsen gelisteten Kapitalgesellschaften. Deshalb besteht meine Aufgabe darin, die für die Berechnung des Multiples herangezogen Kapitalgesellschaften hinsichtlich Geschäftsfeld, Größe und Profitabilität zu analysieren und anschließend zu beurteilen, ob man sie als so genannte "comparables" heranziehen kann. Bei über 20 Investments mit jeweils 6 bis 14 "comparables" bin ich mit dieser Aufgabe um 17:30 Uhr noch nicht fertig. Da wir momentan aber nicht unter Zeitdruck stehen, beenden wir unsere Arbeit für heute.
 

Donnerstag, 7.12.2006
 Wie bereits die vergangenen Tag auch, fange ich um kurz nach acht Uhr an zu arbeiten. Ich mache mich gleich daran, die Aufgabe des Vortags, also die Analyse der "comparables", fortzusetzen. Der Kollege, der gestern zu unserem Team hinzugestoßen ist, hilft mir heute dabei. In der Mittagspause gehen wir wie üblich in eines der umliegenden Restaurants zum Essen. Mittags kann man in Schweden generell sehr günstig Essen gehen, obwohl man neben Hauptgericht, Salat und Brot, auch noch einen Kaffee und Kekse oder ein kleines Stück Kuchen bekommt. Nach der Mittagspause arbeiten wir noch ein paar Stunden an den "comparables" und sind pünktlich zur Kaffeepause fertig. Die Kaffeepause oder "fika" wie man im Schwedischen dazu sagt, ist ein wichtiger Bestandteil des Alltags und somit natürlich auch des Arbeitslebens ins Schweden. Nach der Kaffeepause beschäftige ich mich bis zum Ende des Tages damit, an die jeweiligen Manager des Kunden E-Mails zu versenden um alle Fragen zu klären, die bisher während des Projekts aufgetaucht sind. Ich gehe pünktlich um kurz nach 17 Uhr nach Hause.
 

Freitag, 8.12.2006
 Nachdem sich mein Praktikum langsam dem Ende neigt, habe ich heute Morgen als erstes mein Beurteilungsgespräch mit meiner Managerin und meinem Mentor aus dem Bereich Audit. Wir tauschen uns konstruktiv über die bisherigen Projekte aus und das Gespräch verläuft sehr zur Zufriedenheit aller. Im Anschluss daran geht es mit dem Corporate Finance Projekt weiter. Wir haben einige Rückmeldungen auf unsere Fragen vom Vortag sowie weitere Dokumente erhalten. Die Änderungen und neuen Information für die jeweiligen Investitionen müssen wir in unsere Arbeitspapiere aufnehmen und anschließend beurteilen. Das nimmt, in Anbetracht der Anzahl an Investitionen, wieder einige Zeit in Anspruch. Generell liegen wir momentan sehr gut im Zeitplan und können ganz entspannt in eines der umliegenden Restaurants zum Mittagessen gehen. Am Nachmittag arbeitet ein Teil des Teams weiterhin daran, die Änderungen und neuen Informationen zu analysieren und zu dokumentieren. Parallel dazu beginne ich schon mit dem ersten Entwurf für Teile des Ergebnisberichts unseres Reviews, den wir nächste Woche dienstags an KPMG in Amsterdam weiterleiten müssen.

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