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Undurchsichtige Parteiverhältnisse

e-fellow Elisabeth bei Freshfields Bruckhaus Deringer, Teil III

Montag, 16. Januar 2006
 Meine Woche beginnt mit einem vollen Postkorb in Outlook, der unter anderem einen Rechercheauftrag von Dr. Rolf Trittmann, einem der Partner in unserer Abteilung, enthält. Ich soll mich in Fragen des Standesrechts kundig machen, was nach einer umfangreichen Recherche schließlich mit einem Griff zum Altbewährten endet: Nach einem Anruf bei der Rechtsanwaltskammer weiß ich Bescheid und erhalte viel Dank für die Informationen. Im Übrigen bin ich vollauf beschäftigt mit der Vorbereitung des Schriftsatzes für Ramona, die heute krank ist. Wir haben einen Neuzugang im Referendarsbüro: Max, ein weiterer Schulpraktikant, macht das Trio komplett.
 

Dienstag, 17. Januar 2006
 Gleich morgens klingelt bei mir das Telefon, Ramona, die heute noch krank ist, erkundigt sich nach dem Stand meiner Arbeit und stellt erleichtert fest, das schon einiges passiert ist. Sie bittet mich, den Schriftsatz fertig zu machen und ein Gespräch mit dem Mandanten vorzubereiten, da die Zeit drängt. Kurz darauf kommt allerdings Dr. Christian Duve, der für mich zuständige Partner, herein und bittet uns, also mich und unsere zwei Schulpraktikanten, um einige dringende Recherchen. Durch die tatkräftige Mitarbeit der Jungs können wir ihm schon kurze Zeit später einige Ergebnisse präsentieren. Nach einem kurzen Mittagessen mit meiner Referendarskollegin Julia, die bei FBD einmal wöchentlich neben dem Referendariat jobbt, wende ich mich dann erst am Nachmittag dem Schriftsatz für Ramona zu. Ich bin ganz erstaunt, wie viel ich bis abends schaffe. Mein etwas stressanfälliger Computer wurde übrigens ausgetauscht. Dafür hat einmal Nachfragen bei der zuständigen IT-Sachbearbeiterin ausgereicht: klasse!
 

Mittwoch 18. Januar 2006
 Morgens habe ich eine weitere vierstündige Schulung. Nach dem Mittagessen erstelle ich eine Powerpoint-Übersicht für Ramona, damit wir den von mir bearbeiteten Fall besser überblicken können: Denn auch hier mangelt es mal wieder nicht an undurchsichtigen Parteiverhältnissen. Eine Recherche in Schiedsverfahrensfragen für Patrick beschäftigt mich am Nachmittag. Auch diese Aufgabe erfordert, wie hier so erfreulich häufig, unter anderem die Beantwortung klassischer Fragen des materiellen Rechts und des Prozessrechts. Im Hinblick auf das bevorstehende zweite Examen ist das natürlich sehr nützlich.
 

Donnerstag 19. Januar 2006
 Nach dem Practice Group Frühstück ist für mich heute noch mal Schulung angesagt. Um nicht zuviel Zeit zu verlieren, habe ich die Dame vom Empfang gebeten, für mich Salat vom Sandwichservice, der hier einmal täglich vorbeischaut, zu besorgen, damit ich die Mittagspause im Büro verbringen kann. Nachmittags schreibe ich auf Englisch eine Notiz für Patrick für das Schiedsverfahren. Patrick will sie am Freitag bearbeiten und unter unser beider Namen an den Mandaten schicken. Er bedauert, dass ich mir die Notiz vorher nicht noch mal anschauen kann. Dieser Teamgeist gefällt mir und ist eine tolle Motivation.

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