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Als Unparteiischer im Golfer-Mekka

Tagebuch, Nidal, Roche, Golf, Trainee-Programm, USA, Quelle: sxc.hu, Autor: krysek

Tagebuch, Nidal, Roche, Golf, Trainee-Programm, USA, Quelle: sxc.hu, Autor: krysek

Seit eineinhalb Jahren bin ich Teilnehmer des Management Start Up-Programms für Support und Infrastruktur bei Roche. Ich habe in dieser Zeit drei verschiedene Stationen durchlaufen. Zum Beispiel war ich verantwortlich für die Einführung einer Software, mit der wir Anlagen analysieren, um deren Verfügbarkeit zu erhöhen. Außerdem habe ich im Projektcontrolling eines großen Investitionsprojekts gearbeitet. In der letzten Station habe ich mich um die Umrüstung und Instandhaltung einer Anlage gekümmert, mit der wir unter anderem Krebsmedikamente herstellen.
 
 Die aktuelle, vierte Station ist mein Auslandseinsatz. Ich bin für drei Monate an unserem Standort in Florence, South Carolina, USA. Nachdem ich in den ersten drei Wochen meines Aufenthalts alle formalen und thematischen Einführungen bekommen habe, geht es nun so richtig los mit der eigentlichen Arbeit.
 
 Ich habe zum einen die Aufgabe, für die Produktionsoptimierung eines Brustkrebsmittels verschiedene Prozessvarianten zu analysieren. Resultat soll eine Handlungsempfehlung sein, die zeigt, welche Variante am besten geeignet ist. Zum anderen kann ich meine Kenntnisse in MS Project & Excel einbringen, da die Abteilung sich ein Reporting-Tool für ihren Projektplan wünscht. Und sicher kommen noch weitere Aufgaben auf mich zu.
 

Montag, 22. Februar

 Um die verschiedenen Prozessvarianten besser zu verstehen, nehme ich mir heute Vormittag Zeit, mich in die Prozesse einzudenken. Um mehr über Produktausbeuten zu erfahren, spreche ich anschließend mit einem unserer Chemiker. Die Informationsbeschaffung ist schwieriger als gedacht. Nach dem Mittagessen mit meinen Kollegen wende ich mich dem Reporting-Tool zu. Ich erkläre einem unserer Programmierer, dass ich eine kleine Excel-Programmierung für einen Datenimport benötige. Wir finden gute Lösungsansätze. Morgen soll ein erster Entwurf vorliegen.
 

Dienstag, 23. Februar

 Da das wöchentliche Abteilungsmeeting heute entfällt, schlägt mein Chef vor, dass ich heute Vormittag in der Produktion arbeite. Ich finde diese Abwechslung toll. Ich lerne dort den Ablauf einzelner Operationen kennen. Da die Produktionsanlagen hoch automatisiert sind, findet die meiste Arbeit im Kontrollraum statt - ein Raum mit mindestens 20 Bildschirmen. Ich verstehe nun auch das Automatisierungskonzept besser, das mir zuvor erklärt wurde. Am Nachmittag teste ich den Datenimport, den mein Kollege programmiert hat. Super, er funktioniert. Es gibt nur noch kleine Verbesserungen, die wir gemeinsam vornehmen.
 

Mittwoch, 24. Februar

 Auch heute Vormittag arbeite ich in der Produktion. Ich begleite die Mitarbeiter bei einigen Tätigkeiten und kann viele Fragen zu stellen. Am Nachmittag erörtere ich mit meinem Chef, welche Aspekte in die Handlungsempfehlung einfließen sollen. Ich frage noch kurz, woher ich Informationen über Ausbeuten bekommen kann. Ein guter Anlaufpunkt sei das Labor, das die Testversuche gemacht hat. Ich versuche es dort. Nach der Arbeit gehe ich mit Kollegen auf ein Feierabendbier in eine Bar.
 

Donnerstag, 25. Februar

 Tatsächlich habe ich erste wertvolle Informationen erhalten. Nicht ganz vollständig, aber ein guter Anfang. Ich frage weiter und bekomme noch mehr Informationen, studiere die Arbeiten, die hier und dort gemacht worden sind, und ergänze meine Sammlung. Inzwischen habe ich auch verstanden, weshalb gerade ich für diese Arbeit ausgesucht wurde. Es gibt verschiedene Varianten und jede einzelne wird von verschiedenen Personen bevorzugt. Ich trage alle Informationen zusammen und kann ganz "unparteiisch" eine Empfehlung abgeben. Da ich nun bereits ein gutes Verständnis habe über die verschiedenen Prozesse, erstelle ich ein Fließbild zur besseren Visualisierung. Das Wetter heute ist gut. Mein Chef schlägt vor, mit mir nach Feierabend eine Stunde zu golfen. Tolle Idee, denn die Region ist ein wahres Mekka für Golfer und Golf ist hier Volkssport Nummer 1.
 

Freitag, 25. Februar

 Ich schaue mir heute den Projektplan an, für den ich ein Reporting-Tool erstellen soll. Die Struktur ist recht schwierig, also entwerfe ich eine passende Projektplanstruktur. Ich stelle meinem Chef drei verschiedene Varianten vor. Er findet sie gut und bittet mich, diese kommende Woche im Abteilungsmeeting vorzustellen. So versteht jeder, weshalb die Änderungen gemacht werden müssen. Später arbeite ich weiter an der Handlungsempfehlung. Ich freue mich bereits auf das Wochenende. Ich werde zusammen mit meiner Freundin, die hier ein wenig Urlaub macht, die Stadt Charleston besuchen.

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