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Kreative Forscher gesucht

Forscher, Roche, Wissenschaftler, Face-to-Face, Basel (Quelle:e-fellows.net)

Forscher, Roche, Wissenschaftler, Face-to-Face, Basel (Quelle:e-fellows.net)

Titel und Thema der Veranstaltung

 Face-to-Face mit Roche in Basel: Berufschancen und Einstiegsmöglichkeiten für Studenten und Doktoranden der Life Sciences
 

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

 Das Event fand am 29. Januar in der Konzernzentrale von Roche in Basel statt und dauerte von 13.30 bis 18 Uhr.
 

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

 An der Veranstaltung nahmen 24 Studenten und Doktoranden der Chemie, Biochemie und Biologie teil. Cristina Troiani, Leiterin Besucherservice Basel, Dr. Matthias Nettekoven, Gruppenleiter im Bereich Forschung Chemie, Hendrik Humpal aus dem Personalmarketing und Hugo Grun aus der Pharmaproduktion stellten Roche vor. Gesprächspartner waren außerdem Dr. Roger Clerc, Gruppenleiter im Bereich Forschung Biologie, Dr. Michael Hennig, Gruppenleiter im Bereich Protein-Kristallographie, Dr. Marius Höner, Labor- und Projektleiter im Bereich ZNS-Forschung und Dr. Christian Lerner, Laborleiter im Bereich Chemie.
 

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe

 Durch das Mentorenprogramm von Roche hatte ich bereits die Division Diagnostics kennengelernt. In dieser Veranstaltung wollte ich mich über Roche Pharma und den Standort Basel informieren. Einige grundlegende Fragen stand dabei für mich - und für die meisten anderen e-fellows - im Mittelpunkt: Wo können Absolventen der Life Sciences in die Forschung einsteigen? Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es? Was erwartet das Unternehmen von den Absolventen und wie sieht es vor Ort aus?
 

Forscher im Dienst der Gesundheit

 Im Konferenzraum im Herzen der Konzernzentrale stellte Cristina Troiani den e-fellows das Unternehmen vor. Wir erfuhren, dass Roche der weltweite Marktführer in Onkologie und Diagnostik ist und dass Millionen von Patienten mit Medikamenten von Roche behandelt werden. Aber vor der Behandlung steht die Forschung.
 

Der lange Weg zum Medikament

 Genau an diesem Punkt knüpfte der Vortrag von Dr. Matthias Nettekoven an. Er erklärte uns anschaulich, wie viel Aufwand und Kapital man für die Entwicklung eines Medikaments braucht. Von der ersten Idee über den Wirkstoff bis zum endgültigen Produkt gibt es unzählige Tests und Prüfungen. Im besten Fall steht am Ende ein Produkt, das den Patienten hilft und bei dem sich die Investition auszahlt. Herr Nettekoven betonte die Rolle des Forschers in diesem Prozess und die Unterschiede und Berührungspunkte zur Forschung an der Uni.
 

Roche als engagiertes Großunternehmen

 Hendrik Humpal aus dem Personalmarketing informierte uns anschließend über die Mitarbeiterstruktur, Werte und Bewerbungsanforderungen bei Roche. Für eine leitende Position in der Pharma-Forschung ist zum Beispiel Post-Doc-Erfahrung Voraussetzung, am besten im Ausland. Mich beeindruckte, wie wichtig Roche die Work-Life Balance nimmt. Das zeigt sich an flexiblen Arbeitszeitmodellen, Kinderbetreuung und Freizeitaktivitäten, für die das Unternehmen sorgt.
 

Saubermänner in der Produktion

 Danach zeigte uns Hugo Grun aus der Pharma-Produktion bei einem Rundgang, wie aufwendig es ist, ein Medikament abzufüllen. Besonders faszinierend waren die extreme Reinheit - keine Keime sollten in der Luft sein - und die exakte Qualitätskontrolle von Hand. Ich konnte sehen, wie praktische Forschung in der Industrie abläuft. Bei einer spontanen Führung von Dr. Michael Hennig, Gruppenleiter in der Protein-Kristallographie, wurde mir klar, wie klein doch der Unterschied zwischen Forschung an der Uni und in der Industrie ist. Obwohl sich Ziel und Bearbeitungszeit eines Projekts erheblich unterscheiden, sind die Methoden doch fast identisch.
 

Kreativität und Ausdauer zahlen sich aus

 Ich fand es bemerkenswert, dass Forscher in der Industrie neue Projekte auch selbstständig bearbeiten und sich nicht immer nur an Vorgaben halten müssen. Ein schönes Beispiel für diese Unternehmenskultur sahen wir beim abschließenden Treffen mit leitenden Mitarbeitern aus der Forschung. Dr. Roger Clerc hatte stolz seinen "Roche Pharma CEO-Award" dabei, den er gerade bei der Management-Versammlung des gesamten Konzerns bekommen hatte. Diese interne Auszeichnung für Innovation und hervorragende Ergebnisse bekam seine Gruppe, weil sie in der entscheidenden Phase der Entwicklung einen fast schon aufgegebenen Wirkstoff "gerettet" hatten. Und wieder wurde deutlich: In der Forschung, sei es in der Industrie oder an der Hochschule, braucht man Kreativität und Durchhaltevermögen.
 

Mein persönliches Fazit

 Ich kann die Veranstaltung jedem empfehlen, der mit dem Gedanken spielt, später in der Pharma-Industrie zu arbeiten. Mir hat es am besten gefallen, mit Unternehmensvertretern aus der Forschung zu sprechen. Alles in allem also ein gelungenes Event, für das ich mich wieder bewerben würde.

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