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Keine Angst vor der Urwald-Klausur

Das erste Staatsexamen liegt viel zu weit zurück – das zweite naht mit viel zu großen Schritten. Diese Erkenntnis stellt sich gerade in den letzten paar Monaten vor den Assessorklausuren bei wohl jedem Referendar ein. Wie gelegen kommt da eine Einladung zu einem Tagesseminar zum materiellen Zivilrecht und seinen häufigsten Klausurkonstellationen. Und dann auch noch unter der Leitung des bekannten Repetitors und ehemaligen Clifford-Chance-Anwalts Torsten Kaiser von Kaiserseminare aus Lübeck. Die ReferendarAcademy von Clifford Chance bot nicht nur fachlichen Inhalt und Examenstipps, sondern auch Gelegenheit, die Referendare und einige Anwälte von Clifford Chance kennen zu lernen. Insgesamt ein wertvoller und bereichernder Tag, der auch zu einem früheren Zeitpunkt in der Referendarsausbildung nur zu empfehlen ist!
 

Fachliche Inhalte examensgerecht verpackt
 Annette Maaßen, Leiterin der Abteilung Human Resources und Marketing bei Clifford Chance, der wir die Öffnung der ReferendarAcademy für e-fellows zu verdanken haben, begrüßte die Teilnehmer und wies darauf hin, dass gerade die Examensvorbereitung der mit Kanzleiarbeit meist gut versorgten Referendare ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung bei Clifford Chance sei. Daher bietet die Kanzlei in der ReferendarAcademy dreimal pro Jahr in Zusammenarbeit mit Torsten Kaiser Kurse zur Vorbereitung auf das Assessorexamen an: "Die Zivilgerichtsklausur (Technik, Taktik, Formulierungshilfen)", "Die zivilrechtliche Rechtsanwaltsklausur" sowie "Häufige Problemkonstellationen des materiellen Zivilrechts".
 

Zusammenhänge neu erkennen
 Torsten Kaiser legte den Schwerpunkt des Kurses auf die Förderung des bei vielen Kandidaten verlorenen Blicks für die Grundzüge und Zusammenhänge, der gerade im zweiten Examen (über)lebenswichtig ist. Nach einer Einführung in Klausurtaktik und in die wichtigsten Tricks für den Erfolg in den Klausuren stellte Torsten den Ansatz seiner Methode dar. Er konzentriert sich auf die klassischen Examensprobleme der Assessorklausuren und die neuesten Tendenzen von Rechtsprechung und Prüfungsämtern. In der Klausur müsse man in der Regel beweisen, dass ein meistens nur mittelschwerer Fall innerhalb von fünf Stunden in der vorgeschriebenen prozessualen Form einer vertretbaren und praxistauglichen Lösung zugeführt werden kann. Zum Beispiel Urteil, Beschluss, Gutachten, Schriftsatz, Anklage oder Strafbefehl. Das müsse jedoch auch bei der Vorbereitung auf das Examen berücksichtigt werden.
 

Besondere und gemische Vertragstypen
 Dass die Selbsteinschätzung der Referendare manchmal trügt, zeigte uns unser Repetitor bereits in den ersten Minuten – förderte damit aber zugleich unser Problembewusstsein und sicherte sich unsere ungeteilte Aufmerksamkeit für die folgenden Stunden. Diese waren dann gefüllt mit dem Basiswissen zu Vertragsschluss, Einwendungen und Einreden sowie zu den wichtigsten Examensproblemen aus den Bereichen Leistungsstörungsrecht, EBV, Deliktsrecht und ungerechtfertigte Bereicherung. Einen Schwerpunkt legte Torsten Kaiser insbesondere auf den Umgang mit besonderen und gemischten Vertragstypen.
 

Angst vor der "Urwald-Klausur"
 Im Laufe des Tages schärfte Torsten unseren Blick dafür, was im Assessorexamen wirklich wichtig sei und was wir auch vernachlässigen können. Er gab Tipps zu der Frage, wie wir taktisch sinnvoll an eine Klausur herangehen sollten und wie wir eine materiell richtige Lösung in der vorhandenen Zeit prozessual zutreffend und punkteträchtig in die Klausur einbauen können. Der Umgang mit "Urwald-Klausuren" aus völlig abgelegenen Rechtsgebieten war dabei ebenso Gegenstand wie die Notfall-Lösung, wenn einem rein gar nichts einfällt und man zu verzweifeln droht.
 

Vitaminreiches Ambiente
 Der Empfang durch Annette Maaßen und Herbert Weiß war ausgesprochen herzlich. Und während die üblichen Examenscrashkurse kommerzieller Repetitoren meist in mehr oder minder überfüllten, jedenfalls nie sonderlich gemütlichen Räumen durchgeführt werden, bot der mit Getränken und vitaminreichem Obst gut bestückte Konferenzraum ein wahrlich angenehmes Umfeld. Die Pausen und das Mittagessen boten Gelegenheit zu Motivationsgesprächen mit Torsten Kaiser, aber auch zum Kennenlernen der Referendarskollegen von Clifford Chance.
 

Hoher Lerneffekt
 Der Lerneffekt des äußerst informativen Seminars war sehr hoch und motivierte für die anstehenden Wochen bis zu den Klausuren. Insbesondere das knapp 200-seitige Skript, das jeder Teilnehmer zur Nachbereitung und Vertiefung erhielt, bietet dabei nicht nur reichlich Lesestoff, sondern vor allem viele Erkenntnisse auf dem Weg zum (hoffentlich) erfolgreichen Examen aller Teilnehmer.

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