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Extrem dekadent, aber supergenial

Limousine, KPMG, Praktikum, New York, Quelle: sxc.hu, Autor: idesign-er

Limousine, KPMG, Praktikum, New York, Quelle: sxc.hu, Autor: idesign-er

Teil 3: Von A bis M stellt Brenda ihr Leben in New York und im Gastland USA vor. Dabei weiß sie gar nicht, ob sie das Feuerwerk-Wunder, die Museen, den chinesischen Bubble-Tea oder eine Limo-Fahrt am besten finden soll.

Durch das Praktikum bei der German Practice New York erhalte ich in fachlicher Hinsicht ohne Zweifel eine exzellente Ausbildung. Doch das ist nicht alles. Vielmehr ist dieser Auslandsaufenthalt auch ein kultureller Austausch mit dem Gastland USA. Um euch an meinen Eindrücken im täglichen Leben teilhaben zu lassen, möchte ich in diesem und im nächsten Monat von meinen kulturellen Highlights erzählen - von A bis Z:
 

A wie atemberaubendes Aben(d)teuerland. Ich liebe die lauen New Yorker Sommerabende. Um halb 9 Uhr geht in New York die Sonne unter. Die Stadt verwandelt sich dann in ein einziges Lichtermeer, und die Hektik, die während des Tages in allen Straßen herrscht, löst sich allmählich auf. Das New Yorker Abendpublikum wirkt auf mich viel entspannter, die Abendatmosphäre chilliger. Das alles wird unterstützt von unzähligen Abend-Outdoor-Veranstaltungen. Meine bisher schönsten Momente hatte ich beim Open-Air-Kino am Hudson River Pier 54 mit dem Film "Sex and the City", bei der "Opera on the Pier" im Winter Garden am World Financial Center mit Verdi, Strawinsky und Rossini oder auch beim MOMA Summer Garden Jazz-Konzert vor atemberaubender Abendkulisse. Und wie unglaublich: All diese Veranstaltungen waren kostenlos!
 

B wie Bubble Tea. Dieses Getränk kann man wohl als chinesisches Pendant zum europäischen Milchkaffee ansehen. Statt Kaffee gibt es grünen Tee mit Milch im Take-Away-Becher mit Strohhalm. Der Clou sind die Bubbles. Sie schmecken wie runde, glitschige Gummitierchen und werden durch den Strohhalm mitgeschlürft. Die besten Bubbles gibt es für mich bei Ten Ren Tea Shop in Chinatown - der chinesischen Antwort auf Starbucks.
 

C wie City Drivers. Die Autofahrer des Big Apple sind tatsächlich "fast and (really) furious". Die New Yorker Zeitung Metro schrieb am 17. Juni 2009: "NY has overtaken Miami - and 23 other cities - as the national capital of aggressive, enraged driving."
 

D wie Dresscode. Was ich bisher feststellen konnte, ist, dass die Amerikaner sich in der Business-Welt legerer kleiden. Zum Beispiel gibt es keine Krawattenpflicht bei Männern oder keine Strumpfhosenpflicht bei Frauen. Abgesehen davon weiß ich nun - im Kontrast zu dem weiten Anzugshosenstil der Amerikaner - die Attraktivität deutscher Männeranzüge zu schätzen.
 

E wie Englisch. Keine Frage, das wohl wertvollste kulturelle Bonbon für mich ist die Verbesserung meiner Englischkenntnisse, vor allem meiner englischen Fachsprache. Ich lerne jeden Tag Dutzende neuer Vokabeln und genieße es sehr, den ganzen Tag Englisch zu sprechen.
 

F wie fanatisches Feiertags-Shoppen. Bisher habe ich schon drei amerikanische Feiertage miterleben dürfen: Ostern, Memorial Day und Independence Day. An jedem dieser Wochenenden strömten Menschenmassen auf den Broadway und die 5th Avenue, um sich bei utopischen Feiertags-Schlussverkäufen einer fanatischen Schnäppchenjagd hinzugeben. An diesen Tagen ist kein Durchkommen auf den Straßen. Solltet ihr je einen Wochenendtrip nach New York planen, mein Tipp: Meidet Feiertage, wenn ihr (gemütlich) bummeln gehen wollt.
 

G wie Grillen. Kein Deutscher kann wohl ohne seinen Grillspaß leben. Auch ich nicht. Dementsprechend gespannt hatte ich mich auf das erste amerikanische Barbecue meines Lebens gefreut, zu dem uns eine Arbeitskollegin einlud. Es war eines der lustigsten Erlebnisse während meines Praktikums. Ich habe festgestellt, dass ich gegrillte Hot Dogs total super finde, und dass Maiskolben zu essen eine kleine Sauerei anrichten kann.
 

H wie Hochschul-Ranking. Das Skurrilste, was ich bisher über die amerikanische Uni-Landschaft erfahren habe, fand ich auf collegetips.com. Hier entdeckte ich das ultimative Top-10-College-Party-Ranking. Unglaublich, aber wahr: Für In-Spe-Studenten kann dieser Guide bei der Wahl der Uni mit den besten "drinking games, tailgating, doing keg stands and all out partying" Hilfe leisten.
 

I wie Independence Day. Anstelle von Silvester feuern die Amerikaner ihr großes Feuerwerk am 4. Juli ab. Dieses gigantische Spektakel wurde vom New Yorker Department Store "Macy's" ausgerichtet. In Gedenken an den vierhundertsten Jahrestag von Henry Hudsons Einreise nach New York ereignete sich das Feuerwerk am Hudson River. Das bedeutete für meine Freunde und mich, nach New Jersey rüberzufahren, um von dort aus - etwas höher gelegen - das überwältigende Feuerwerk vor der Skyline von New York zu genießen. An sechs Stellen entlang des Hudson River zwischen der 24. und 50. Straße leisteten Pyrotechniker ein wahres Wunderwerk.
 

J wie Joghurt-Eis. Ich meine zu glauben, dass Joghurt-Eis hier in New York voll "in" ist. Mich hat diese Mode ebenfalls total gepackt. Einmal probiert und sofort süchtig. Mein Verlangen stille ich in regelmäßigen (doch kürzer werdenden) Abständen in einer der unzähligen New Yorker Joghurt-Eis-Ketten. Was für ein bemerkenswert erfolgreiches Geschäftsmodell!
 

K wie Kunst. New York bietet schon allerhand, will man sein Kunstwissen ausbauen und seine Kunstbegeisterung anfüttern. Nicht nur die großen Museen wie MOMA, Guggenheim oder Neue Galerie bieten Zufluchtsorte für beschauliche Nachmittage. Auch ein Besuch von Galerien macht unglaublich Spaß und bereichert den Alltag. Ich gönne mir dann meist die Audio-Tour gegen einen kleinen Aufpreis, um die Kunst zu mir im wahrsten Sinne des Wortes sprechen zu lassen. In dieser Hinsicht bin ich dankbar, dass es an New Yorker Wochenenden auch hin und wieder regnet, um den Tag drinnen noch mehr genießen zu können.
 

L wie Limousine. Einen Abend erhielt ich diese vorzügliche Gelegenheit, in den Genuss einer Limousinenfahrt zu kommen. Gemeinsam mit einer Horde von Freundinnen wurden wir von einer Geburtagsfete abgeholt, um zum Club gefahren zu werden. Die Champagnerkorken knallten, und wir fühlten uns sicherlich alle ein wenig wie superangesagte Party-Königinnen. Extrem dekadent, aber ein supergeniales Gefühl. Ein weiterer unvergesslicher Abend für mich in dieser Stadt.
 

M wie Mit-Praktikanten. Was wäre mein Aufenthalt hier ohne sie? Wir fünf verbringen viel Zeit miteinander. Alle sind ganz wunderbare Menschen und stets für einen da. Danke ihr vier da draußen! Danke für die vielen schönen gemeinsamen Stunden! Ich freue mich riesig auf die nächsten drei Monate mit euch.
 
 N bis Z folgen nächste Woche!

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