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Spinne, Spinnennetz, Netz (Sxc.hu, TouTouke)

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Titel und Thema der Veranstaltung

 Power Breakfast: Stipendiatinnen treffen Juristinnen zum Frühstück, um über Studien- und Karriereplanung zu sprechen.
 

Zeit und Ort der Veranstaltung

 26. Oktober 2009 im Kölner Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer.
 

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

 Teilnehmerzahl: 20
 Unternehmensvertreter/Referenten: Dr. Juliane Hilf, Partnerin im Kölner Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer; Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. und Vorstandmitglied der UNICEF-Stiftung; Christine Guha aus der Freshfields HR-Abteilung, Viviane Fröhling, Rechtanwältin im Knowledge Management (Unternehmenskauf, Gesellschaftsrecht) und Nina Kaulmann, Rechtsanwältin im Gewerblichen Rechtsschutz und Wettbewerbsrecht. Die zwei letztgenannten kamen alle von Freshfields Bruckhaus Deringer in Köln.
 

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe

 Während des Studiums habe ich mich zugegebenermaßen noch nicht wirklich mit der Frage beschäftigt, wie ich später einmal Karriere und Familie unter einen Hut bringen will. Nach dem ersten Staatsexamen tauchte die Frage aber doch auf. "Am besten wäre es, wenn ich dazu Frauen befragen könnte, die das bereits erfolgreich gemeistert haben", dachte ich mir. Und so kam die Einladung zum Power Breakfast gerade recht.
 

Frühstück hoch über dem Rhein

 Das Power Breakfast machte seinem Namen alle Ehre: Mir fiel sofort ein reichhaltiges Frühstücksbuffet ins Auge. Die Veranstaltung fand in einem rundum verglasten Raum des Kölner Büros von Freshfields statt - im neuen "Kranhaus" hoch über dem Rhein und mit entsprechend fantastischem Ausblick.
 

Fragen über Fragen zum Beruf

 Die Referentinnen überraschten mit ihrem lockeren und sehr interessierten Auftreten. Zwischen Brötchen, Kaffee und Fruchtspießen stellten sich die Teilnehmerinnen der Reihe nach vor. Jede war mit einem ganzen Bündel an Fragen hergekommen: Wie und wann haben Sie erkannt, in welchem Rechtsgebiet Sie arbeiten wollen? Haben Sie Probleme, als Frau nahezu alleine in einer Männerdomäne zu arbeiten? Wie schaffen Sie es, Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut zu bekommen? Wie verhalten sich Frauen Ihnen gegenüber, die ein traditionelleres Rollenbild leben? Was halten Sie von Teilzeitmodellen?
 

Teilzeit - fast immer Gift für die Karriere

 Das Ergebnis war eine muntere Unterhaltung, in der vor allem Dr. Juliane Hilf und Regine Stachelhaus bereitwillig Auskunft gaben. Dabei sparten sie auch unangenehme Wahrheiten nicht aus. So waren sich die Referentinnen einig, dass ein Teilzeitmodell für Frauen nach der Geburt des ersten Kindes fast immer den Karriereknick bedeutet. Ihrer Meinung nach ist Teilzeitarbeit selten sinnvoll.
 

Intensiv genutzte Zeit für die Kinder

 Am Wichtigsten sei, dass man sich grundsätzlich entscheidet, ob man eher Karriere machen oder eine Familie gründen will. Denn innere Zerrissenheit strahlt man auch nach außen aus, so die Referentinnen. Sie betonten aber auch, dass das nicht unbedingt bedeutet, die Kinder zu vernachlässigen. Es ist nicht wichtig, 24 Stunden täglich bei den Kindern zu sein. Vielmehr sollte man die Zeit, die man für sie hat, entsprechend intensiv nutzen. Damit Karriere und Familie zusammenpassen, braucht man außerdem ein soziales Netz. Das können zum Beispiel Großeltern, angestellte Kinderbetreuer, Freunde, der Ehemann oder auch eine Mischung aus alldem sein.
 

"Quotenfrauen" haben es schwer

 Entscheidend für die eigene Karriere sei auch, dass man sich die künftigen Kollegen und die Unternehmensstruktur bei der Arbeitsplatzwahl ganz genau ansehe. Wo nur eine "Quotenfrau" gesucht werde, habe man in der Regel alle Hände voll damit zu tun, als Pionierin veraltete Denkmodelle aufzubrechen. Das koste aber viel Kraft, die besser der eigentlichen Arbeit gelten sollte. Daher sollte man sich vorab bei Frauen nach dem Diversity Management des Unternehmens erkundigen. Über diese Diskussion verging die Zeit beinahe zu schnell. Am Ende der Veranstaltung blieb aber noch Zeit, in Einzelgesprächen mit den Referentinnen verbliebene Fragen zu klären.
 

Mein persönliches Fazit

 Das Thema "Karriere und Familie" ist für ehrgeizige junge Frauen sehr schwierig. Auch wenn die Familienplanung jetzt noch weit entfernt scheint, sollte man sich trotzdem früh damit beschäftigen. Die Veranstaltung kann ich allen jungen Juristinnen nur wärmstens empfehlen. Man hat danach noch kein Patentrezept für die eigene Lebensplanung, aber man ist sensibilisiert für die Fallstricke und die Wichtigkeit von eigenen Weichenstellungen. Und man hat für die Zukunft kompetente Ansprechpartnerinnen gefunden.

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