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Mediatoren der Zukunft

Mediatoren der Zukunft

Wer in eine streitige Auseinandersetzung verwickelt wird, erwartet von seinem Anwalt heutzutage mehr als nur die Anwendung von Rechtskenntnissen. Dem Mandanten kommt es vielmehr darauf an, dass der Konflikt rasch, kostengünstig, möglichst geräuschlos und vor allem erfolgreich beigelegt wird. Ein Prozess, der Rechtspositionen fixiert und gleichzeitig wirtschaftliche und emotionale Aspekte vernachlässigt, ist daher nicht immer der beste Weg. Eine Alternative stellt die Mediation dar. So erkundigte ich mich über die Ausbildungsmöglichkeiten zum Wirtschaftsmediator und stieß dabei auf das "Centrum für Verhandlung und Mediation" an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, das von Prof. Dr. Horst Eidenmüller geleitet wird.
 

Konflikte lösen
 Wirtschaftsmediation heißt, dass ein in Verhandlungsführung geschulter neutraler Dritter ohne Entscheidungsbefugnisse, der Mediator, bei Konflikten zwischen Unternehmen gemeinsam mit den Parteien eine Lösung erarbeitet. Wenn die am Konflikt beteiligten Unternehmen überzeugt sind, dass die Einigung das Ergebnis ihres freien Entschlusses ist und dass sie ihren Interessen entspricht, dann ist die Mediation gelungen.
 

Mediator werden
 Ziel der Ausbildung ist es, den Teilnehmern das erforderliche Wissen für eine effektive Verhandlungs- und Mediationstätigkeit bei Wirtschaftskonflikten zu vermitteln und dieses Wissen durch mehrere praktische Verhandlungs- und Mediationstrainings zu erproben. Die Ausbildung gliedert sich daher in zwei Module:
 

  • Modul 1: Verhandlungsmanagement
     Im mehrtägigen Workshop zum Verhandlungsmanagement werden sowohl die Grundlagen intuitiven und effektiven beziehungsweise rationalen Verhandelns vermittelt als auch die Steuerung von Verhandlungsprozessen behandelt.
     
  • Modul 2: Mediationsablauf und Mediationstraining
     Kernstück der Ausbildung bildet wiederum eine mehrtägige Veranstaltung, bei der verschiedene namhafte Dozenten aus Wirtschaft und Lehre den Teilnehmern das erforderliche Wissen für eine effektive Mediationstätigkeit bei Wirtschaftskonflikten vermitteln. Wesentliche Inhalte sind der Ablauf einer idealtypischen Wirtschaftsmediation, verschiedene Mediationstechniken, die Rolle des Mediators und sein Umgang mit komplexen Wirtschaftsmediationsverfahren. Dieses Wissen konnte ganz praktisch durch Rollenspiele geprobt werden.
     

    Gut gerüstet für die Zukunft
     Neben den verschiedenen Verhandlungs- und Gesprächstechniken sind gute Rechtskenntnisse für einen Mediator unverzichtbar. Die Wirtschaftsmediationsausbildung hat zudem den Vorteil, dass man Verhandlungsgeschick und Konfliktlösungskompetenz erwirbt - zwei Schlüssel- qualifikationen, die für die berufliche Laufbahn in jedem Fall wertvoll sind. Die Mediation stellt eine prozess- und zukunftsorientierte Konfliktlösungsmethode dar, die als Alternative zum gerichtlichen Streit an Bedeutung gewinnen wird. An der Ausbildung zum "Wirtschaftsmediator (CVM)" hat mir besonders gut gefallen, dass die Aufgaben eines Mediators durch den regen Austausch von Theorie und interaktiven Simulationen praktisch erlebt werden konnten. Dazu gab es viele hilfreiche Erläuterungen von Praktikern. Ich kann diese Ausbildung somit nur allen empfehlen, die neben ihren Rechtskenntnissen auch in andere, für Juristen zukunftsträchtige Berufsfelder, vordringen möchten.
     
     Weitere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten am Centrum für Verhandlung und Mediation bietet die Website www.mucdr.org. Bei Fragen stehe ich auch gerne pesönlich zur Verfügung: info@germund.eu
     

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