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"Dear honourable delegates"

Abstimmung der Vereinten Nationen

Abstimmung der Vereinten Nationen

Zusammen mit 140 Studenten und Doktoranden aus aller Welt simulierten die e-fellows Holger, Christopher und Ellen die diesjährige Model United Nations Konferenz Ende November in Bonn (BIMUN). Eine Woche lang versetzten sich Teilnehmer aus aller Welt in die Rolle von Diplomaten und Politiker, um Lösungen für globale Probleme auszuarbeiten. Im Rahmen der BIMUN tagten die UN-Generalversammlung, der Sicherheitsrat, der Europäische Rat, der Internationale Gerichtshof, die UNESCO und die UN-Menschenrechtskommission.
 

Leitmotiv "Internationale Stabilität"
 Die Konferenz stand unter dem Motto "Migration – Trafficking – Proliferation: Cross-Border Issues as Aspects of International Stability". Aus 40 Nationen und den entferntesten Flecken der Erde kamen die Teilnehmer angereist, um sich – teils als Neulinge, teils als alte Hasen – auf das Parkett der internationalen Diplomatie zu begeben. Jeder Teilnehmer schlüpfte in die Rolle des Botschafters eines ihm im Vorfeld der Konferenz zugeteilten Landes. Im Laufe des Konferenz galt es für jeden Delegierten, "sein" Land realitätsgetreu durch die Verhandlungen zu führen. Während in der UNESCO über Bildungsfragen, den Schutz des Weltkulturerbes in Afghanistan und Minderheitenrechte diskutiert wurde, verurteilte der Internationale Strafgerichtshof den indonesischen General Wiranto für Verstöße gegen die Menschenrechte. In den Gremien wurde bis in die Nacht debattiert, koaliert und um Resolutionen gekämpft.
 

Fiktion vs. Realität
 Bereits im Vorfeld hatten sich die Teilnehmer intensiv auf die Verhandlungen vorbereitet und die Position ihrer Länder dargelegt. Die Delegierten zeichnete ein beeindruckendes Hintergrundwissen über Geschichte, Politik und Kultur "ihres" Landes aus – viele verschmolzen während der mehrtägigen Verhandlungen fast gänzlich mit ihrer Rolle. In der Tat wurde es im Laufe der Konferenz eine Herausforderung, zwischen politischer Fiktion und Realität zu unterscheiden und zwischen der Muttersprache sowie den Verhandlungssprachen Englisch und Französisch zu wechseln. Bald gehörte es zum guten Ton, andere selbst während der Verhandlungspausen mit "honourable delegate" anzusprechen und die "rules of diplomatic conduct" einzuhalten.
 

Resolutionen mit Symbolwirkung
 Alle Teilnehmer nutzten die Chance, sowohl in den Verhandlungen als auch im Rahmen der angebotenen Fachvorträge und Podiumsdiskussionen ihr Verständnis von den Vereinten Nationen und deren Arbeit zu vertiefen. In hitzigen Debatten wurde insbesondere Kritik an der Unterrepräsentanz der Nationen der Südhalbkugel, der dominanten Stellung der USA, der Reformresistenz des Sicherheitsrats sowie der offensichtlichen Handlungsunfähigkeit der UN in Krisenzeiten geäußert. Viele der Delegierten äußerten schließlich Zweifel an der Wirksamkeit der zuvor noch mit Eifer verabschiedeten Resolutionen und bedauerten, dass diese nicht bindend, sondern lediglich symbolische Wirkung entfalten.
 

Mehr als eine Simulation
 Model United Nations ist mehr als nur eine Simulation. Diese Konferenz bedeutet die Chance, wirklichkeitsnahe Schritte auf dem Parkett der Diplomatie zu üben und eine einzigartige Perspektive auf die Mechanismen internationaler Politik einzunehmen. Die Verhandlungen fördern die Fähigkeit konstruktiver Auseinandersetzung, erweitern Horizonte und schulen rhetorische Fähigkeiten ebenso wie interkulturelle Kompetenz. Nach Ende der Konferenz sollten uns zwei Gedanken auf den Weg in unsere Heimatstädte begleiten: zum einen die Einsicht in das Wesen der internationalen Diplomatie als "die Kunst mit dem Fuß aufzustampfen ohne jemandem auf die Füße zu treten". Zum anderen das Bewusstsein, in einer globalisierten Welt zu leben, in der es noch vieler diplomatischer Bemühungen bedarf bis unsere Resolutionen sprechen und die Waffen schweigen.
 
 Weitere Infos unter www.bimun.org.

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