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Happy Hour: Stephan Erne von T-Systems

Stephan Erne (rechts)

Stephan Erne (rechts)

Zahlungsunfähigkeit vieler Dienstleister, Fehlinvestitionen, erbitterter Kampf um Marktanteile und spannende technische Fortschritte – der Telekommunikationsmarkt birgt viele Risiken und Nebenwirkungen, aber auch viel versprechende Chancen. Rund 30 e-fellows diskutierten darüber mit Stephan Erne, Senior Executive President für Strategy and Business Development bei T-Systems.
 
Der Konferenzraum in der Bonner Zentrale strahlt eine technische Kühle aus. Es hängen keine Bilder an den Wänden, dafür aber Visionen in den Köpfen. Stephan Erne ist ein solcher Kopf, der an den Visionen der dot.com–Ära, dem Internetwunder und den enormen Wachstums- und Gewinnversprechen der Telekommunikationsdienstleister mitgestrickt hat. Aus seinem reichen Erfahrungsschatz berichtete er den versammelten e-fellows.

Von der Goldmine...

Lange vor dem Hype und der Ernüchterung kam Stephan Erne zur Telekom und lernte schnell als Vorstandsassistent von Ron Sommer Verantwortung zu übernehmen und neue IT-Trends aufzuspüren. Schmunzelnd erinnert er sich an täglich neue Höhenflüge der T-Aktie und große Gedankenspiele über Akquisitionen angesichts immer größerer Börsenkapitalisierung. "Wen könnten wir denn heute kaufen?" war eine Standardfrage an einem ganz normalen Geschäftstag.

...zum Minenfeld

"Wen müssen wir denn heute verkaufen, um die Schulden zu reduzieren?" lautet heute eine Standardfrage. Eine Zeit, in der wöchentlich ein Telekommunikationsanbieter den Markt verlässt und die Generierung von Wachstum schwer fällt, lastet auch auf dem magentafarbenen Riesen. Teure Marketingaufwendungen zur Kundengewinnung statt wertvolle Infrastrukturinvestitionen haben leere Kassen und Erbschulden hinterlassen. So weit, so düster, so gut. Hoffnung? Ja! Wenige Anbieter werden aus der Krise hervorgehen, und die Telekom gehört dazu!

Neue Trends für neues Wachstum...

Die Vernetzung der Geschäftswelt und die Integration von multimedialen Dienstleistungen ist der zentrale Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. T-Systems bietet in diesem Prozess die technische Basis und strategischen Konzepte für die T-Schwestern an – und Stephan Erne ist mittendrin. Mobile Business Solutions werden in Zeiten flexiblerer Arbeitszeiten stärker gefragt, mobile Erreichbarkeit und mobile Arbeitsplätze (PDAs, Laptops mit WLAN, UMTS-Mobiltelefone) prägen das Bild der Zukunft. Allerdings erschwert sich die Kundenidentifikation. Immer mehr Geschäftskunden nutzen diese Medien auch privat, und ihre Bedürfnisse sind dabei sehr unterschiedlich.
Auch interne strategische Positionen bezüglich den Vorteilen von Wireless–LAN und UMTS stehen sich manchmal gegenüber. Hier warten schwer wiegende Entscheidungen, wobei die UMTS–Milliarden immer im Auge behalten werden.

We deliver Net Value for You!

Mobiltelefon, PDA, Laptop, PocketPC, Mobile Headset, MBA und zahlreiche Spielzeuge mehr stehen dem technikbegeisterten Benutzer zur Verfügung. Mit ihnen kann er alle erdenklichen Transaktionen online und mobil tätigen. Der kleine Nachteil: Viele Systeme und Betriebssysteme sowie Applikationen sind noch nicht kompatibel miteinander. Jeder Hersteller versucht, seinen eigenen Standard und seine Produkte durchzudrücken. "Das ist eben Marktwirtschaft. Ich habe ein Produkt und will es als Standard in den Markt drücken!", so Erne.

Was ist mit den Kunden?

Eine heiße Diskussion entsteht. "Das ist ja ein Marketingverständnis aus den 50er Jahren! Hier mein Produkt, dort der Markt. Nun kauf mal bitte! Wo bleibt denn da die Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden – heute und erst recht morgen?" werfen die e-fellows in den Raum. Langfristige strategische Entscheidungen stehen an, und wir gehen Kooperationen ein, versichert Erne. Die Standardvielfalt wird reduziert.

40.000 Jahre MP3 Musik

Die Transatlantikbandbreiten sind sehr gut ausgelastet – Quasar und anderen Musiktauschbörsen sei Dank. Aber auch der Geschäftsverkehr nimmt drastisch zu. Monatlich werden 8 Pb über den großen Teich ausgetauscht, das sind rund 40.000 Jahre MP3 Musik. Gewaltig. Enorm. Zukunftsträchtig.

e-fellows auf der Happy Hour

Eineinhalb Stunden informierte und diskutierte Stephan Erne über die Trends und Strategien der Telekommunikationsbranche. Anschließend fanden die knapp 30 interessierten e-fellows Gelegenheit, Fragen zur Telekom zu stellen und sich über Karrieremöglichkeiten im Konzern zu informieren. Fazit: Es war ein spannender Abend, kurzweilig, interessant und sehr strategisch. Ein faszinierender Markt und ein Konzern, vor dem vielfältige und ereignisreiche Entscheidungen liegen. Ein vielseitiger und spannender Arbeitgeber!

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