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Ideen im Schnee

In der AlpineUniversity, McKinseys Management Learning Center nahe Kitzbühel, haben 30 Workshop-Teilnehmer Spuren hinterlassen. Zwischen Piste und Fallstudie gingen sie gemeinsam mit Olympiasieger Markus Wasmeier drei Tage der Frage nach, wie die Zukunft des deutschen Skisports aussehen könnte. e-fellow Sebastian erinnert sich.
 

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
 Seit einem Praktikum bei einer Unternehmensberatung interessiere ich mich für den Beruf des Consultants. Ich freute mich daher sehr, den Marktführer McKinsey beim "Spuren hinterlassen" fernab der üblichen Recruiting-Testsituation kennen lernen zu können. In den drei Tagen im Schnee der österreichischen Alpen wollte ich vor allem herausfinden, wie die Menschen sind, die bei McKinsey arbeiten.
 

Ski oder Snowboard?
 Meinen ersten Kontakt mit den anderen Teilnehmern hatte ich schon kurz nach der Ankunft am Flughafen München. Dort wartete ich gemeinsam mit zehn anderen Studenten auf die Busse, die uns nach Kitzbühel bringen sollten. Anfangs drehten sich unsere Gespräche meist um die Standardfrage: "Ski oder Snowboard?". Auf der anderthalbstündigen Fahrt nach Kitzbühel hatten wir dann die Gelegenheit uns näher kennen zu lernen. Ich war überrascht, welch unterschiedlichen Hintergrund meine Mitfahrer hatten: Mediziner, Juristen, sogar ein Musikwissenschaftler – das entsprach gar nicht meinen Erwartungen.
 

Der "FC Bayern" unter den Beratungsunternehmen
 Die AlpineUniversity ist ein beeindruckender Ort, an dem ich mich gleich wohl fühlte. Doch trotz der guten Betreuung und meiner Begeisterung über unsere Unterkunft, blickte ich mit leichter Sorge aus dem Fenster: Die umliegenden Hänge waren so grün, dass ich befürchtete, meine Skier morgen im Hotel lassen zu müssen. Am Abend trafen wir uns mit Herbert Henzler, dem ehemaligen McKinsey-Deutschlandchef, und seiner Frau Fabienne Serfaty. Die beiden erzählten uns von den Eckpunkten ihrer Beraterlaufbahn und ihrer Begeisterung für die Firma. Wohl nirgendwo könne man seine eigenen Ideen so gut umsetzen wie bei McKinsey, versicherten sie. Besonders das internationale Renommee und die Größe würden auch nach der Beratertätigkeit gute Karrierechancen eröffnen. McKinsey sei damit der "FC Bayern" der Beratungsunternehmen.
 

Frühstück mit dem zweifachen Olympiasieger
 Nach dem Essen erwartete uns die nächste Überraschung: Es schneite. Sogar so stark, dass wir, anders als geplant, mit kleinen Bussen zu einer Almhütte hinauf fuhren. Bei Akkordeonmusik und zünftigem Essen lernten wir, die anderen Teilnehmer und die McKinsey-Mitarbeiter kennen - und haben gemeinsam kräftig gefeiert. Am nächsten Morgen lagen 30 Zentimeter Neuschnee. Doch das war nicht die einzige Überraschung: Der zweifache Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier frühstückte gemeinsam mit uns und erzählte uns von den Höhen und Tiefen seiner Laufbahn. Davon dass man ihn kurz vor seinem Olympiasieg schon abgeschrieben hatte, die Medien sogar seinen Rücktritt gefordert hätten und er trotzdem durchgehalten habe. Das Wichtigste, so Wasmeier, sei, dass man das was man mache mit Leidenschaft betreibe, dann habe man auch Erfolg. Anschließend wagten wir uns gemeinsam auf die Piste – hinein in den Neuschnee.
 

Erst das Vergnügen dann die Arbeit
 Ausnahmsweise folgte in Kitzbühel die Arbeit auf das Vergnügen. Am Vormittag nach der rasanten Abfahrt mit Wasmeier wurden wir in Kleingruppen eingeteilt. Unsere Aufgabe: Wie kann man die finanzielle Situation des Deutschen Skiverbands (DSV) verbessern? Für die Lösung hatten wir zwölf Stunden Zeit.
 

Das Ziel nicht aus den Augen verlieren
 Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Herangehensweisen meiner Gruppenmitglieder waren. Von akademisch abstrakt bis pragmatisch konkret entwickelten wir die unterschiedlichsten Lösungsansätze. Gerade unsere verschiedenen Studienrichtungen sorgten für eine erstaunliche Vielfalt an Ideen: Einer schlug vor, den Skiwettbewerben einen Eventcharakter zu verleihen, um damit neue Zielgruppen anzusprechen. Eine andere meinte, man müsse bessere Nachwuchsförderung betreiben, damit bald wieder ein Olympiasieger aus Deutschland kommt. Wir analysierten, entwickelten und verwarfen. Doch bei all diesen neuen Ideen, sollten wir natürlich auch zielorientiert arbeiten. Schließlich mussten wir die Ergebnisse einen Tag später vor einer Jury präsentieren.
 

Trotz Komplikationen ein gutes Ende
 Das war nicht leicht, denn es wurde eine reale Kundensituation simuliert. Die Juroren sprachen manchmal untereinander, hörten nicht zu und bekamen plötzlich eigene Einfälle (und brachten damit den Zeitplan durcheinander). Trotzdem klappte alles sehr gut. Auch Markus Wasmeier war in der anschließenden Besprechung begeistert von den vielen Vorschlägen.
 

Fazit
 Rückblickend kann ich die Veranstaltung jedem empfehlen, der ganz ungezwungen die Arbeit einer Unternehmensberatung kennen lernen möchte. Mir persönlich war es besonders wichtig, mir ein eigenes Bild von den McKinsey-Beratern zu machen und ich muss sagen: Ich war begeistert. Statt arrogant und kalt habe ich die Berater als sehr nett, locker und zuvorkommend erlebt. Mein Bild von McKinsey ist heute ein anderes. Auch nach dem Treffen habe ich noch Kontakt zu vielen interessanten Menschen, die ich in Kitzbühel kennen gelernt habe. Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, die ihre Spuren hinterlassen hat.

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