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Praktikum in einer Wirtschaftskanzlei

Ein Praktikum als Student in einer Großkanzlei, die DAX-Unternehmen, bedeutende mittelständische Unternehmen und Familienkonzerne betreut? Wer diese Chance nutzen wollte, bewarb sich im letzten Frühjahr bei der Kanzlei Hengeler Mueller - vom 'American Lawyer' als 'Germany's Best Law Firm' bezeichnet.

Per Anzeige hatte Hengeler Mueller eingeladen, als Summer Associate fünf Wochen die Tätigkeitsgebiete der Kanzlei kennen zu lernen. Ausgewählt wurden insgesamt 15 Praktikanten an den Standorten der Sozietät in Frankfurt, Berlin und Düsseldorf, davon fünf im Düsseldorfer Büro.
 

Fünf Wochen bei Hengeler Mueller
 Natürlich wusste keiner genau, worauf man sich eigentlich eingelassen hatte: Würde es sich lohnen, fünf Sommerwochen zu opfern? Und würde man den Leistungsanforderungen gerecht werden? Bekannt war lediglich, dass die Sozietät Hengeler Mueller eine der führenden wirtschaftsberatenden Anwaltskanzleien Deutschlands ist.
 

Open-Door-Policy
 Viel Zeit zum Grübeln blieb uns - den fünf Praktikanten des Düsseldorfer Büros - allerdings nicht. Wir wurden sofort eingebunden, teilweise fanden wir uns unmittelbar in einer englischsprachigen Telefonkonferenz wieder. Damit vermittelte schon der erste Tag bleibende Eindrücke. Trotz der bekanntlich hohen Arbeitbelastung bei Großkanzleien herrschte bei HMWW eine angenehme Atmosphäre. Das wurde schon bei der Vorstellungsrunde durch das ganze Haus deutlich: "Open-Door-Policy" wird hier von allen gelebt.
 

Voll integriert
 Von Anfang an arbeiteten wir fest mit einem Associate und einem Sozius zusammen. Sie legten hohen Wert auf volle Integration in den Arbeitsablauf, insbesondere auf die aktive Teilnahme an der Mandatsarbeit. Dazu gehörte für die Hengeler Summer Associates die Teilnahme an Besprechungen, Telefon- und Videokonferenzen sowie natürlich die Anfertigung von Gutachten und Vertragsentwürfen.
 

Corporate Breakfast
 Hinzu kamen Besuche von Hauptversammlungen börsennotierter Aktiengesellschaften, eine mündliche Verhandlung beim Verwaltungsgericht Düsseldorf und nicht zuletzt – das wöchentliche "Corporate Breakfast". Hier haben wir verschiedene Beratungsschwerpunkte erörtert: beispielsweise den Ablauf eines IPO, die Strukturierung von Umwandlungen oder brandaktuellen Fragen aus dem E-Commerce.
 

Freizeitspaß
 Bei all dem geriet auch der Freizeitspaß nicht in Vergessenheit. Höhepunkt war hier wohl der gemeinsame Tag mit den Sommerpraktikanten und Anwälten aus allen deutschen Büros. Zunächst konnten die Düsseldorfer Gastgeber ein über drei Stunden laufendes Go-Kart-Rennen um den "HMWW-Sommercup" für sich entscheiden. Allerdings nicht aufgrund des Heimvorteils, wie die geschlagenen Berliner und Frankfurter sofort mutmaßten - vielmehr durch klare fahrerische Überlegenheit.
 

Fortuna Düsseldorf
 Eine Stadtführung und ein gemeinsames Abendessen auf dem Restaurantschiff "Rheintreue" rundeten den Tag ab, der schließlich mit der selbstverständlichen Altstadt-Altbier-Tour gebührend beschlossen wurde. Auch sonst gab die hervorragende Lage des Düsseldorfer Büros zwischen Kö und Altstadt ausreichend Gelegenheit, in lockerer Runde mit Anwälten "die längste Theke der Welt" kennen zu lernen. Die familiären Grillabende mit Mitarbeitern und Partnern trugen viel zur Integration der Sommer-Praktikanten bei. So gab es denn genug Möglichkeiten, wichtige nichtjuristische Themen, wie etwa die bedrohliche Situation von Fortuna Düsseldorf, ausgiebig zu erörtern.
 

Wissenschaft und Praxis
 Als klarer Kontrast zu diesen Freizeitaktivitäten erschien dagegen das "Turnen am juristischen Hochreck" - so wird kanzleiintern der monatlich stattfindende gesellschaftsrechtliche Erfahrungsaustausch (GEA) bezeichnet. Die dort von Anwälten zur Diskussion gestellten, gesellschaftsrechtlichen Spezialfragen zeigten uns, welchen hohen Stellenwert wissenschaftlich fundiertes juristisches Arbeiten in der praktischen Mandatsarbeit besitzt. Es wurden durchweg Fragen behandelt, die aus der Praxis kamen, aber bisher keine oder nur untergeordnete Behandlung in Literatur und Rechtsprechung erfahren haben. Somit bekamen wir Einblicke in die vielschichtige und anspruchsvolle Tätigkeit einer Großkanzlei.
 

Planspiel
 Zusätzlich zu den Mandatsarbeiten wurde uns die Aufgabe gestellt, in einem Planspiel die Parteien eines Unternehmenskaufs zu vertreten. Nach vielen Stunden Arbeit im Verlauf der fünf Wochen brachte das eine spannende und interessante Abschlussdiskussion mit sich. Welcher Jurastudent kann schon nach einem Praktikum behaupten, einen Unternehmenskauf besprochen und mit Glück sogar in der Praxis begleitet zu haben?
 

Fazit
 Auf der abschließenden "Wine&Cheese-Party" konnte jeder guten Gewissens behaupten, viel gelernt und dabei jede Menge Spaß gehabt zu haben. Damit kann auch für das (Sommer-) Praktikum bei Hengeler Mueller Weitzel Wirtz gelten, was der American Lawyer festgestellt hat: "Germany's Best Law Firm".

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