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Von Consulting und Chlamydien

Glücklicher Trainee-Jahrgang bei Roche

Glücklicher Trainee-Jahrgang bei Roche

Zugegeben, auf den ersten Blick scheint ein Diagnostika-Hersteller nicht die erste Adresse für einen Marketing-Absolventen, wo doch große Konsumgüterhersteller mit riesigen Marketingbudgets locken. Doch ein zweiter Blick ist absolut lohnenswert. Die Gesundheitsbranche ist sehr dynamisch, gekennzeichnet von ständigem Fortschritt und auch sehr interessanten Produkten. Wenn noch ein Führungsnachwuchsprogramm mit Hand und Fuß dazu kommt, liegt die Entscheidung nicht fern, sich für das Management Start Up Programm (MSU) Marketing & Sales im Vertrieb Deutschland bei Roche Diagnostics in Mannheim zu entscheiden.
 

Erste Berührung mit dem Klinkenputzen
 Die erste von in der Regel vier sechsmonatigen Stationen im MSU ist für alle Neueinsteiger der Außendienst. Nach zwei Wochen intensiver Einarbeitung in Mannheim waren die ersten Tage in der neuen Arbeitsumgebung Schleswig-Holstein für mich ungewohnt. Sich jeden Morgen mit Koffer und Unterlagen bewaffnet ins Auto zu setzen und in einer völlig fremden Stadt unbekannte Ärzte aufzusuchen, war nicht immer einfach. Das legte sich allerdings recht schnell, und ich fand mich, nicht zuletzt dank sehr hilfsbereiter Kollegen, im neuen Metier zurecht. Nebenbei habe ich ein CRM-Projekt bearbeitet und dabei Methoden zur Kundenbeurteilung und adäquaten Betreuung entwickelt. Nach der anfänglichen Skepsis und im Nachhinein völlig unberechtigten Vorurteilen gegenüber dem "Klinkenputzen" war der Außendienst eine sehr lehrreiche und interessante Zeit. Das nicht zuletzt auch wegen der recht freien Zeiteinteilung, des Dienstwagens und eines Traumsommers an der Ostsee.
 

Marketing für einen neuen Bluttest
 Wieder in Mannheim ging es dann mit einem Projekt zum Thema Kampagnenmanagement für einen Herzinsuffizienztest weiter. Dabei haben wir, mit Hilfe verschiedener Marketingmethoden, einen neuen Bluttest bei Labors, Ärzten und Patienten mit Erfolg bekannt gemacht. Meine Aufgabe war dabei die Konzeption und Umsetzung der CRM-Bausteine. Dazu kam die Schulung der Außendienstler der teilnehmenden Labors, verbunden mit einigen Fahrten durch ganz Deutschland. Neben diesem Projekt war ich an einer breit angelegten Strategiestudie beteiligt und konnte sehr eng mit dem obersten Management und externen Beratern zusammenarbeiten.
 

Ein sexy Produkt launchen
 Recht kurzfristig bekam ich dann die Anfrage, für drei Monate ein Projekt in Budapest zu begleiten. Ungarn war der Pilotmarkt für einen neuen und frei in der Apotheke verkäuflichen Chlamydientest (Test auf pathologische Bakterien), der auch in Deutschland eingeführt werden soll. Im wahrsten Sinne des Wortes ein sexy Produkt. Neben der allgemeinen Unterstützung des Teams vor Ort habe ich das Marketing Controlling aufgebaut und daraus Empfehlungen für eine Optimierung des Marketingplans abgeleitet. Die Kommunikation mit den ungarischen Kollegen lief dabei auf englisch oder deutsch, außerhalb des Büros auch manchmal mit Händen und Füßen. Zurück in Mannheim habe ich meine Erfahrungen in das deutsche Team eingebracht und hier einige Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Dazu habe ich den Internetauftritts konzipiert und die zuständige Agentur gebrieft.
 Meine letzte Projekt-Station war im Bereich Labor-Consulting. Unsere firmeneigenen Agentur berät und schult Labors unter anderem in der Personal- und Maschinenplanung, aber auch zu aktuellen rechtlichen Gegebenheiten oder zu Kommunikationsthemen. Ich habe das Angebotsportfolio analysiert, auf die aktuellen Umstände angepasst und Möglichkeiten für ein effektives Controlling entwickelt.
 

Drei Tage im Planspiel
 Jedem MSU-Teilnehmer ist während der zwei Jahre ein Mentor aus dem oberen Management zugeordnet. Mit meiner Mentorin konnte ich mich zu allen Wünschen und Problemen austauschen. Sie konnte mir aufgrund ihrer Position auch hin und wieder eine Türe öffnen, die für mich noch verschlossen war. Neben den Projekten sind vier jeweils dreitägige Seminare Bestandteil des MSU-Programms. Hier ist man mit allen Teilnehmern, also auch etwa Naturwissenschaftlern, Personalern oder Logistikern zusammen. Auf diesem Weg kann man sich ein unternehmensweites Netzwerk und Kontakte schaffen, die das tägliche Arbeiten erheblich erleichtern. Ein weiteres Highlight ist ein dreitägiges Planspiel, bei dem wieder zusammen mit Trainees aller Fachrichtungen ein virtuelles Unternehmen geführt werden muss.
 

Vorfreude auf die Karriere
 Über fehlende medizinische Kenntnisse braucht sich übrigens niemand den Kopf zu zerbrechen. Das notwendige Wissen bekommt man von seinen Kollegen oder anderen Spezialisten sehr schnell beigebracht. Überhaupt hat mich das Miteinander bei Roche sehr beeindruckt, auch außerhalb des Firmengeländes. Neben vielen netten und hilfsbereiten Kollegen habe ich auch Freunde gefunden, und das macht das Arbeiten umso angenehmer.
 Mein Fazit lautet deshalb, dass ich jederzeit wieder zu Roche gehen würde. Durch das durchdachte Programm, das Mentoring, den Einblick in die verschiedensten Vertriebsbereiche und nicht zuletzt ein tolles Betriebsklima wird man in den zwei Jahren fit für die weitere Karriere bei Roche gemacht, und darauf freue ich mich!

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