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Großer Erfolg durch gute Köpfe

e-fellow Carsten (25)

e-fellow Carsten (25)

Am 4. und 5.11.2005 haben wir mit etwa 50 weiteren angehenden Juristen – die meisten von uns Doktoranden oder Referendare - in Frankfurt einen Blick riskiert in die Arbeitsweise von Freshfields Bruckhaus Deringer (FBD).
 Zum Auftakt erfolgte eine kurze Begrüßung durch Dr. Klaus-Albert Bauer, Partner im Gesellschafsrecht/Bank- und Finanzrecht, und Dr. Jens-Dietrich Mitzlaff, Partner im Bank- und Finanzrecht/Gesellschaftsrecht und zuständig für die Nachwuchsförderung. FBD ist mit seinen 28 Büros und etwa 2.400 Anwälten weltweit vertreten.
 

Ein wahrer Schlagabtausch
 Im Anschluss an die Einführung folgte eine eindrucksvolle Vorstellung der neun Praxisgruppen, die alle Bereiche des Wirtschaftsrechts umfassen. Jeder Anwalt stellte sein Gebiet mit großer Begeisterung vor. So konnte sich zum Beispiel der Vertreter des Bereichs Zivilverfahren, Schiedsgerichtsbarkeit und Mediation kaum vorstellen, wie man ohne Robe im Büro und Gerichtstermin arbeiten könne. Umgekehrt schienen die Vertreter des Gesellschaftsrechts einen Arbeitstag ohne M&A für wirklich bedauernswert zu halten.
 Kurzum, es wurde deutlich, dass die anspruchsvolle juristische Tätigkeit und das breite Mandantenspektrum einer Großkanzlei zweifelsfrei begeistern können. Diese Vorstellung Praxisgruppen gab neben der Darstellung der inhaltlichen Schwerpunktbereiche auch einen Einblick in die Bandbreite der Industriebereiche, die FBD berät. Hier zeigt schon die Einteilung in so genannte Sektorengruppen, dass vom Bankensektor über Energiegesellschaften, dem Hersteller für Babynahrung oder auch der öffentlichen Hand kein Bereich fehlt.
 Nach diesen einführenden Vorträgen fanden am Nachmittag die ersten Workshops statt. In kleiner Runde wurden einige der Praxisgruppen eingehend erläutert, von denen wir eine Auswahl darstellen wollen.
 

Workshop: M&A/Gesellschaftsrecht
 "Creating the First Truly European Bank". Die Praxisgruppe Corporate von FBD hat die Übernahme der HVB Group durch die italienische UniCredit betreut. Die Anwälte Rick van Aerssen und Arend von Riegen stellten den Deal in Form einer Case Study vor.
 Schon im frühen Stadium einer solchen Transaktion stellen sich interessante Fragen. Zum Beispiel, ob die HVB Group über die geplante Übernahme informiert werden sollte oder nicht. Letzteres käme einer feindlichen Übernahme gleich. Die Entscheidung fiel zugunsten einer freundlichen Übernahme. Das heißt, dass sich UniCredit und die HVB in einem "Business Combination Agreement" auf die Eckpunkte des Zusammenschlusses geeinigt haben. Der besondere Reiz und gleichzeitig die große Komplexität der Transaktion bestand darin, dass die HVB börsennotierte Tochtergesellschaften unter anderem in Polen, Österreich und Deutschland hat. Sehr plastisch stellten die beiden Anwälte die Probleme dar, die sich aus der Existenz dieser börsennotierten Tochtergesellschaften ergaben.
 

Nicht nur Beratung, sondern auch Koordination
 Schon zum Zeitpunkt des Workshops zeichnete sich deutlich ab, dass die Transaktion mit einem Gesamtvolumen von 15 Milliarden Euro erfolgreich verlaufen wird. Die Annahmequote für das Umtauschangebot der UniCredit an die HVB-Aktionäre lag bei 88,1 Prozent. Die Referenten machten deutlich, dass die Anwälte nicht nur für die rechtliche Beratung einer solchen Transaktion zuständig sind, sondern oft die gesamte Koordination des Deals übernehmen.
 Der Workshop hat alle Teilnehmer beeindruckt, sowohl wegen des Themas, als auch der angenehmen und offen Atmosphäre und der intensiven Diskussion.
 

Workshop Banking and Finance
 Ein weiterer Workshop am Freitagnachmittag wurde von einer anderen großen Praxisgruppe von FBD angeboten: Banking and Finance. An einem der größten europäischen Finanzplätze ist die Chance auf interessante und spannende Mandate besonders groß. Für Studierende ist dieses Rechtsgebiet oft ein Buch mit sieben Siegeln. Die Wenigsten haben sich schon im Studium mit den Kapitalmarktprodukten oder gar Akquisitionsfinanzierungen beschäftigt.
 Der Workshop hatte die Akquisitionsfinanzierung einer so genannten "Heuschrecke" zum Thema. Diese Transaktionen sind insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem hohen Anteil an Fremdkapital finanziert werden, weil sich so bei einer positiven Entwicklung des gekauften Unternehmens eine höhere Rendite für den Investor erzielen lässt. Die Referenten machten deutlich, dass sich der Zugang zum Bank- und Finanzrecht mit dem Handwerkszeug der universitären Ausbildung bewältigen lässt und auch hoch komplizierte und verzweigte Sachverhalte am Ende mit dem allgemeinen Zivil- und Sachenrecht erfassbar sind. Ein wirklicher Spezialist in diesem Bereich wird man aber erst durch ein Training on the Job. Hierfür hat sich FBD als eine ausgezeichnete Adresse dargestellt.
 

Abendessen und informelle Gespräche
 Die Villa Bonn, ein beeindruckender Prachtbau im Frankfurter Westend, bot einen adäquaten Rahmen für einen gelungen Abend. Nach einem Empfang und einigen lockeren Gesprächen mit den anwesenden Anwälten von FBD wurde ein vorzügliches Dinner serviert. Die Verteilung der anwesenden FBD Vertreter war gelungen, so dass jeder Tisch mit etwa drei Anwälten von FBD ausgestattet war. An den Tischen unterhielten wir uns angeregt über die verschiedensten Themen. Natürlich kamen auch persönliche Gespräch mit den Anwälten über Karriereplanung und den Einstieg bei FBD nicht zu kurz. Der Abend in der Villa Bonn fand seinen krönenden Abschluss mit einer Einlage von Dr. Klaus-Albert Bauer am Flügel.
 

Der Samstag mit "e-Bay-Kunst"
 Am Samstagmorgen traf man sich um neun Uhr mehr oder weniger ausgeruht wieder im Frankfurter Büro zum dritten Workshop und zum Vortag "Wissensmanagement und Weiterbildung bei FBD". Dieser Vortrag von Dr. Martin Schulz, zeigte deutlich, wie sehr eine internationale Kanzlei von seinen Köpfen abhängt. Wissen ist Macht und Kapital. Damit Wissen von einem Kopf zum andern übertragen und nutzbar gemacht werden kann, hat FBD in den vergangenen Jahren intensiv am Aufbau einer zentralen Datenbank gearbeitet. In der Datenbank sind Standard M&A-Verträge und Memos von Anwälten zu aktuellen wirtschaftsrechtlichen Themen abrufbar. Berufseinsteigern bei FBD wird durch diese Datenbank der Start deutlich erleichtert.
 Nach dem Vortrag bildete ein Besuch im Museum für Moderne Kunst den Ausklang. Die unter Teilnehmern unterschiedlich aufgenommene Ausstellung "Spinnwebzeit", die Kunstobjekte ersteigerter Objekte von Ebay gegenüberstellt, regte den ein oder anderen juristischen Teilnehmer zum Nachdenken über den Kunstbegriff an.
 

Große Kanzlei ja oder nein?
 Ist eine große Kanzlei ein künftiger Arbeitgeber oder nicht? Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Die zwei perfekt organisierten Tage von FBD in Frankfurt haben jeweils die Reize einer Arbeit in einer internationalen Wirtschaftskanzlei gezeigt, ohne aber die hohe Arbeitsbelastung schön zu reden. Es war alles in allem eine sehr sympathische Atmosphäre und ein authentischer Einblick in die Arbeitsweise von Freshfields Bruckhaus Deringer.

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