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Antoinette bei McKinsey I

Montag, 14.6.2004
 Mein erster Tag als Intern bei McKinsey beginnt am frühen Morgen. Ich bin um 5:20 Uhr aufgestanden, um den Zug um 7 Uhr von Frankfurt nach Köln zu erwischen. Im Kölner Büro von McKinsey begrüßt mich Rainer, mein Teamkollege und direkter Ansprechpartner für die Dauer meines Praktikums. Rainer ist Senior Associate und seit fast drei Jahren als Berater bei McKinsey tätig. Zunächst gibt mir Rainer einen Überblick über McKinsey und das anstehende Projekt. Dabei handelt es sich um den Folgeauftrag zu einer bereits durchgeführten Strategieanalyse bei unserem Klienten. Um einen genauen Einblick in den Projektstatus und die nächsten Schritte zu erhalten, beginne ich mich in das vorhandene Informationsmaterial einzulesen. Dann lerne ich das Projektteam kennen, mit dem ich in den nächsten Wochen zusammen arbeiten werde. Auch in unserem Team ist die aktuelle Europameisterschaft schnell ein Thema. Nachdem ich zufälligerweise das letzte Spiel gesehen habe, kann ich mitreden. Obwohl ich mich eigentlich für Fußball nicht besonders interessiere.
 

Dienstag, 15.6.2004
 Unser Klient ist ein Handelsunternehmen aus der Konsumgüterindustrie – das interessiert mich besonders stark. Bei der Studie handelt es sich um ein übergeordnetes Strategieprojekt. Unser Team hat dabei die Aufgabe, Übersicht über die Teilprojekte, die in dem Unternehmen laufen, zu behalten und diese zu koordinieren. Hierfür organisieren wir die Termine mit der Geschäftsleitung, setzen Meilensteine fest und kontrollieren deren Einhaltung. Wegen der breiten Aufstellung ist das Projekt ideal, um einen Einblick in die einzelnen Studien zu erhalten. Nachdem meine Besprechung mit Christoph, dem Projektleiter, wegen eines kurzfristigen Termins verschoben wurde, habe ich nun zusätzlich Zeit, mich weiter in das Projekt einzulesen. Und mit Rainer über die nächsten Schritte zu sprechen. Er empfiehlt mir, zur Projektvorbereitung ein so genanntes Marketingtraining, das ich am Freitag in Stuttgart besuchen werde. Am Nachmittag habe ich ein Meeting mit Klaus, Director bei McKinsey. Wir sprechen über meine ersten Eindrücke und mein MBA-Programm in den USA. Im Anschluss bereiten wir dann im Team das Meeting mit dem CEO des Unternehmens vor. Nach getaner Arbeit - wir gehen heute schon früh - fahren wir zusammen nach Köln. Bei ausgezeichnetem Fisch und Kölsch sehen wir uns das Deutschland-Niederlande Spiel im Garten des Restaurants an.
 

Mittwoch, 16.6.2004
 Heute Morgen haben Christoph, Rainer und ich eine Teamrunde, in der wir die genaue Aufgabenverteilung besprechen. Zur weiteren Planung der Studie benötigen wir einen umfassenden Zeitplan als Excel-Spreadsheet. Die Erstellung des Plans ist meine Aufgabe. So habe ich die Möglichkeit, meine Excel-Künste, die noch nicht so ausgeprägt sind, zu verbessern.
 Am Nachmittag nehmen wir an einer Telefonkonferenz mit dem Klienten zum Thema Value Proposition teil. Dabei geht es um die Frage, was die Grundwerte unseres Klienten sind und wie man sicherstellen kann, dass die festgeschriebenen Werte, wie zum Beispiel: "Wir wollen den besten Kundenservice", auch umgesetzt werden. Das Gespräch verläuft sehr spannend, denn wir besprechen nicht nur allgemeine Fragen zur Prozessteuerung, sondern diskutieren auch, wie eine konkrete Umsetzung aussehen könnte.
 

Donnerstag, 17.6.2004
 Inzwischen sieht mein Excel-Zeitplan schon ganz gut aus. Mein Teamkollege Rainer unterstützt mich dabei und verrät mir viele Programmiertricks. Die Arbeit an dem detaillierten Plan dauert fast den ganzen Tag. Am Nachmittag habe ich ein Meeting mit Christoph. Darin besprechen wir meine Aufgaben und Vorstellungen im Praktikum und seine Erwartungen an mich. Wir vereinbaren konkrete Ziele. Mein Hauptthema für die nächsten Wochen wird die Value Proposition Studie. Hierfür werde ich einen konkreten Zeitplan verfassen, verschiedene Analysen erstellen und kritische Themen identifizieren. Christoph erwartet von mir, dass ich in den ersten vier Wochen so viel wie möglich lerne und mich in das Projekt einarbeite. Ab dem zweiten Monat werde ich dann selbstverantwortlich Themen bearbeiten und Ergebnisse liefern.
 

Freitag, 18.6.2004
 Heute bin ich kurz im Frankfurter Büro, meinem Home Office. Heike vom Empfang erklärt mir, dass ich in einem Büro in der so genannten Flex Zone (flexible Büros) arbeiten kann. Diesen Bereich gibt es in jedem McKinsey Office. Ich setzte mich zu Christian, der mir eine kurze Einweisung gibt und mir erklärt, wo ich Getränke und Frühstück finde.
 Um elf Uhr geht es dann nach Stuttgart zum Functional Start-Up Training Marketing. Unser Referent ist ein Senior Hire. Das heißt, er hat vor seiner Beratertätigkeit bei McKinsey bereits mehrere Jahre bei anderen Unternehmen gearbeitet. Er ist ein ausgezeichneter Redner und gestaltet den Vortrag interaktiv. So stellt er uns Fragen und gibt uns Aufgaben zur Bearbeitung. Wir entwickeln beispielsweise aus Sicht verschiedener Zielgruppen eine Value Proposition für McKinsey. In dem Training lerne ich außerdem, wie Marketing-Projekte ablaufen und welche Hilfsmittel es dafür gibt.

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